Zum Frust kommt nun auch Ratlosigkeit
SVK – SV Diestelbruch/Mosebeck 0:1
(svk) Langsam aber sicher mag man es kaum noch glauben. Der SVK schafft es auch im vierten Heimspiel der Saison nicht, ein Tor zu erzielen. Und wer dann noch zum vierten Mal nicht zu Null spielt, der steht am Ende folgerichtig mit ziemlich leeren Händen da. Nur gut, dass der SVK auch auswärts ran darf.
Elmar Happe hatte in den Trainingseinheiten zuvor und natürlich auch noch direkt vor dem Spiel versucht, den Druck von seinen Leuten zu nehmen. In der Theorie mit Sicherheit der richtige Ansatz. Allein der Erfolg will sich nicht einstellen. Es war also kein schönes Spiel, das den etwa 150 Zuschauern im Kollerbecker Rehbergstadion bei bestem Spätsommerwetter präsentiert wurde. Das hatte vor allem den Grund, dass quasi beide Mannschaften mit der gleichen defensiven Spielweise antraten. Dies hatte Elmar Happe auch vor dem Spiel so vorgesehen. Schließlich war man ja auswärts mit dieser Marschroute schon zu Punkten gekommen. Warum also nicht auch zu Hause versuchen, den Gegner kommen zu lassen? Das funktioniert aber bekanntlich nur dann, wenn der Gegner dann auch wirklich kommt. Und diesen Gefallen tat dem SVK der SV Diestelbruch nicht. Er blieb ebenfalls defensiv und suchte mit langen Bällen sein Glück genauso wie der SVK. Und so kam es zwar zu einem Spiel mit vielen guten Defensivaktionen, aber wenigen Torraumszenen. Wobei der SV Diestelbruch über die gesamte Spielzeit die klareren Chancen hatte. Insbesondere am Ende der ersten Halbzeit hatte Sascha Niemeier das Glück des Tüchtigen, dass der Schiedsrichter ein Tor des SV Diestelbruch wegen gestreckten Beins nicht gab. Ansonsten gab es aus Halbzeit Nummer eins nichts wirklich Nennenswertes zu berichten.
Halbzeit Nummer zwei wurde dann aber etwas lebendiger. Es ging hin und her und ab und zu musste sogar mal einer der beiden Torhüter eingreifen. Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gäste aus dem Lipperland ihre Drangphase, die schlussendlich auch mit dem 1:0 belohnt wurde. Vorausgegangen war eine Ecke, die nicht konsequent von der Kollerbecker Verteidigung geklärt wurde. (75.).
Elmar Happe versuchte zwar noch, dadurch seine Spieler zu beruhigen, dass ja noch genügend Zeit für den Ausgleichstreffer bliebe. Dafür müsste man sich aber zunächst einmal Chancen erarbeiten. Und tatsächlich hatte Jens Schölzel in der 82. Spielminute dann die erste richtig gute Chance auf dem Fuß. Der gegnerische Torwart hielt jedoch ebenso gekonnt, wie in der 90. Minute, als Elmar Happe einen winzigen Schritt zu spät kam.
Was bleibt, ist neben dem mittlerweile gewohnten Maß an Frustration nach den Heimspielen nun auch noch eine andere Untugend mit Namen Ratlosigkeit. Denn so langsam gehen Elmar Happe im Sturm die Ideen aus. Sicherlich wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen, wenn Carsten Rheker an Bord gewesen wäre. Doch mit Gewissheit kann man das nicht sagen, denn auch Carsten Rheker hat in den Heimspielen zuvor nicht treffen können. Die Hoffnung bleibt, dass nach dem ersten Heimtor der berühmte Knoten platzen könnte. Nur muss das auch erst mal geschossen werden.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann (86. Jan Durgeloh), Michael Meyer, Niklas Rheker, Jens Schölzel, Torben Rheker, Pascal Ewers (68. Mikael Grunwaldt)