Grob fahrlässige Chancenauswertung
TuS Amelunxen – SVK 2:1
(svk) „Die bisher unnötigsten Punktverluste haben wir gegen Hembsen erlitten. Aber das Spiel heute hat dem Ganzen noch einen draufgesetzt.“ Kunibert Meyer sprach den vielen Kollerbecker Anhängern nach dem Spiel gegen Amelunxen aus dem Herzen. Und tatsächlich hätten die drei Punkte nie und nimmer an der Nethe verbleiben müssen und dürfen. Doch weil Carsten Rheker der einzige Kollerbecker Spieler war, der den Ball im Amelunxer Tor unterbringen konnte, verlor der SVK die Schlagdistanz zum Tabellenführer Fürstenau. Und der Vorsprung auf den TuS Amelunxen schmolz auf nur noch einen Punkt.
Um es vorweg zu nehmen: Allein die Anzahl der Torchancen hätten für drei Spiele gereicht. Doch die Chancenauswertung kann einfach nur als grob fahrlässig bezeichnet werden. Der SVK spielte, der SVK kombinierte, der SVK dominierte aber machte die Dinger nicht rein. Da versuchten sich Niklas Rheker (7.), Jens Schölzel (10.), Michael Meyer (12.), Torben Rheker (20.) zunächst vergeblich, bis zumindest Carsten Rheker in der 30. Spielminute die vermeintlich erlösende Führung erzielte. Vorausgegangen war eine Flanke von Matthias Brisgies aus dem rechten Halbfeld, die der Stürmer per Kopf im langen Eck versenken konnte. Da sollte doch eigentlich der Knoten geplatzt sein. Er tat es aber nicht. Denn Matthias Brisgies (40.), Elmar Happe (44.) und André Struck (45.) köpften allesamt nur über das Tor.
Jörg Hundertmark machte seinen Männern in der Kabine trotzdem Mut: „Leute, verzagt nicht. Wir machen den Sack schon zu!“
Es ging jedoch in Halbzeit Nummer zwei genau so weiter, wie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Zwei Mal läuft Carsten Rheker alleine auf das gegnerische Tor zu. Beim ersten Mal schiebt er den Ball rechts am Tor vorbei (50.). Beim zweiten Mal will er aus aussichtsreicher Person auf seinen Bruder ablegen. Das misslingt allerdings (58.).
Und dann nahm das Unheil seinen Lauf. Denn im Gegenzug fällt aus heiterem Himmel der Ausgleich. Und damit nicht genug. Denn nur wiederum zwei Minuten später steht es 2:1 für die Gastgeber. Alexander Rheker hatte im Sechzehner gefoult und Sascha Niemeier den fälligen Elfer nicht halten können. Innerhalb von nur zwei Minuten hatte sich das Spiel also komplett gedreht. Doch noch wäre ja Zeit genug für die Hundertmark-Truppe gewesen. Allerdings wurden jetzt zum einen die Aktionen mehr und mehr unkontrolliert und panisch. Zum anderen wollten auch jetzt die Bälle noch immer nicht ins Tor. André Struck (61.), Niklas Rheker (67.), Torben Rheker (83.) und auch Jörg Hundertmark (91.) vergaben die besten Gelegenheiten in Halbzeit Nummer zwei. Es durften also alle einmal ran. Ungefähr genau so viele Spieler sahen im Übrigen die gelbe Karte vom Unparteiischen Willi Meyer. Das allerdings sei nur am Rande erwähnt. Denn Schuld an dieser Niederlage hat mit Sicherheit nicht Herr Meyer.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies (61. Simon Reinhard), Elmar Happe, Marc Neumann, Jens Schölzel, Niklas Rheker, Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker (87. Jörg Hundertmark)