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26.03.2007

SVK verlässt Tabellenspitze schon wieder

SVK – SV Brenkhausen/Bosseborn 0:2

(svk) Und schon wieder hat es nur zwei Wochen gedauert, bis der SVK die Tabellenspitze abgibt. In einem spannenden Duell unterlagen die Hundertmark-Schützlinge mit 0:2 den Schelpekickern aus Brenkhausen und Bosseborn. Tragischer Held auf Kollerbecker Seiten war Elmar Happe, der fünf Minuten vor Ende der Partie einen an ihn selbst verursachten Strafstoß nicht zum 1:1 verwandeln konnte. Im Hinspiel hatte er beim 2:1-Sieg noch beide Tore erzielt.

Die erste Halbzeit stand ganz im Zeichen eines zum Teil böigen Windes, der beiden Mannschaften schwer zu schaffen machten. Besonders aber litt die Kollerbecker Abwehr, die so manche Kerze im eigenen Strafraum produzierte. Auch deswegen hatte der SV Brenkhausen/Bosseborn mehr von der ersten Halbzeit und konnte sich phasenweise regelrecht in der Kollerbecker Hälfte festsetzen. Viele Standardsituationen um den Kollerbecker Strafraum taten ihr übriges. Allerdings kam selten etwas Zwingendes bei den Gästen heraus. Ganz anders die Kollerbecker, die immer mal wieder durch Konter gefährlich wurden. So verzeichneten insbesondere Torben Rheker (5.), Elmar Happe per Freistoß (39.) und Michael Meyer (40.) gute bis sehr gute Einschussmöglichkeiten. Sie wurden jedoch allesamt nicht genutzt und so ging es mit einem 0:0 zum Pausentee.
Hier war Jörg Hundertmark nur bedingt zufrieden mit der gezeigten Leistung seiner Kameraden: „Warum lasst Ihr Euch so unter Druck setzen?“ Und noch etwas gab er den Spielern mit auf den Weg: „Die Brenkhäuser sind hinten anfällig. Also glaubt an Euch und habt Mut!“
Und tatsächlich gewann der SVK in Halbzeit Nummer zwei Oberwasser. Unterstützt durch den jetzt in die Karten des SVK spielenden Wind gelang es, die Brenkhäuser in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Und auch die Torchancen ließen jetzt nicht lange auf sich warten. So hatten die vielen Kollerbecker Fans in der 57. Minute den Torschrei schon auf den Lippen, als Carsten Rheker einen von André Struck getretenen Freistoß an den Pfosten verlängerte. Und nur zehn Minuten später wäre es schon wieder bald soweit gewesen. Wieder ein Freistoß aus dem Halbfeld. Und wieder ein Kollerbecker Kopf. Diesmal allerdings der von Elmar Happe. Doch das Ergebnis war das gleiche: kein Tor. Denn der an diesem Tag unbestritten beste Mann auf dem Platz war der Brenkhäuser Keeper. Und der reagierte prächtig.
In der 79. Spielminute fiel dann jedoch endlich das Tor. Nur leider auf der falschen Seite. Gründe für das Gegentor gibt es viele. Denn fast die halbe Mannschaft trägt eine gewisse Mitschuld an dem Tor. Da wurde der Ball im Vorwärtsgang leichtfertig weggegeben. Da wurde ein scheinbar schon Elmar Happegewonnener Zweikampf an der Außenlinie noch verloren. Und da wurde im eigenen Sechzehner schlicht und ergreifend nicht konsequent durchgegriffen. Und so wurde die Frage, ob denn nicht eine Abseitsposition des Brenkhäuser Stürmerstars Jens Streicher vorgelegen habe, schon fast zur Nebensache. Dass dieser es anschließend selbst zugegeben haben soll, spielt ohnehin keine Rolle.
Doch noch war das Spiel ja nicht zu Ende. Und tatsächlich sollte der SVK noch zu einer sehr guten Möglichkeit in Gestalt eines Elfmeters bekommen (86.). Elmar Happe war im Rahmen eines Freistoßes umgerissen worden. Und entgegen der landläufigen Meinung, dass der Gefoulte nie selber schießen sollte, schnappte sich der Höxteraner den Ball. Das allerdings war bereits vor dem Spiel so abgesprochen worden. Denn André Struck hatte sich nach zwei in Folge verschossenen Elfern eine diesbezügliche Pause erbeten. Ob es nun besser gewesen wäre, wenn der frischgebackene Vater den Elfmeter ausgeführt hätte, mag dahin gestellt bleiben. Fakt ist jedoch, dass Elmar Happe den Strafstoß halbhoch ausführte. Und das ist eigentlich immer unabhängig von der Geschwindigkeit des Balles eine schlechte Wahl. Und wenn dann noch ein so gut aufgelegter Torwart zwischen den Pfosten steht, dann liegt der Jubel selten beim Schützen.
So kam es wie es kommen musste und der SV Brenkhausen erhöhte in der 90. Spielminute auf 2:0. Und schon war eine Niederlage perfekt, über die Jörg Hundertmark noch eine halbe Stunde nach Spielschluss sinnieren sollte: „Was haben wir nur falsch gemacht?“

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Simon Reinhard, Elmar Happe (93. Uwe Mönks), Marc Neumann (82- Jan Durgeloh), Jens Schölzel (73. Marcel Karbstein), Niklas Rheker, Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker

Vor dem Spiel war er noch guter Dinge: Elmar Happe