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25.02.2007

Jahresrückblick der Radsportgruppe des SV Kollerbeck 2006

von Konrad Krüger und Elmar Klocke

(svk) Der lange Winter – Strampeln bei sibirischem Wetter

Wer sich noch an den langen Winter 2005/2006 erinnern kann, wird sich sicherlich fragen, wie die Kollerbecker Radsportler denn überhaupt in Gang gekommen sind. Sicher. Der eine oder andere nutzte jede trockene Straße aus, um wenigstens ein paar Kilometer an der frischen Luft auf den Tacho zu bekommen. Doch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bis weit in den April hinein ließen dieses Unterfangen wahrlich nicht zum Vergnügen werden. Aber allemal noch besser als auf der Rolle zu ackern, meinten die Abgebrühtesten unter den Stramplern. So grenzt es fast schon an ein Wunder, dass bei dem einen oder anderen nach dem Ende des Winterschlafs doch schon 2.000 km zu Buche standen.
Und dass sich über zwölf lange Monate wettermäßig doch so manches wieder ausgleicht, belegt die Tatsache, dass die Kollerbecker Radsportler doch am Ende des Jahres noch ganz passable Kilometerleistungen verbuchen konnten. So kamen Johannes Lensdorf, Georg Fuhrmann und Josef Struck trotz ihrer Doppelaktivitäten mit Starts beim Berlin- bzw. New York-Marathon ebenso noch auf gut 2.000 bis 4.000 Straßenkilometer wie die vorwiegend Rad fahrenden Dieter Eikermann, Elmar Klocke, Michael Fuhrmann, Robert Klocke, Bernd Schölzel, Kunibert Meyer, Johannes Multhaup, Hans-Werner Otte und Thorsten Krüger. Den von Franz Meyer zu Beginn des Jahres ausgelobten „Radler-Traum“ von 10.000 Kilometern in einem Jahr schaffte Konrad Krüger.

Die ersten Trikots – Radtruppe jetzt einheitlich unterwegs

Immer wieder hatten sich die Radsportler des SVK jahrein, jahraus darüber unterhalten, ob man sich nicht mal einheitliche Radtrikots zulegen sollte. Bei Radtouristikfahrten im heimischen Raum waren die meisten Teams in einheitlichen Outfits unterwegs. Nur die Kollerbecker fuhren ständig bunt gekleidet. Sie zogen an, was der Kleiderschrank so hergab. Dieses Gerede sollte im abgelaufenen Jahr endlich ein Ende haben. Anfang April nahm der Vorstand der Radtruppe Kontakt mit Radtrikotherstellern auf und nach einigen Telefonaten und Emails war man fündig geworden. Schnell einige Probetrikots zum Anprobieren kommen gelassen und innerhalb von sechs Wochen war die Lieferung da. Insgesamt 22 Trikots plus Hosen konnten noch vor dem MTB-Rennen am Pfingstsamstag verteilt werden. Besonderen Dank gilt an dieser Stelle dem Malerbetrieb Josef Lange, der nicht nur bereitwillig sein Logo zur Verfügung stellte, sondern auch einen schönen Betrag zur Anschaffung zuschoss.

Jolle ist’s nicht lang genug – 243 Kilometer am Stück

Als erster Kollerbecker Sportler nahm Josef „Jolle“ Struck am Schützenfest-Samstag am Warburger Radmarathon über 243 km teil. Nach kurzer, aber intensiver Vorbereitung schwang sich der lange Schlacks frühmorgens um 4.30 Uhr ins Auto, um rechtzeitig auf 6 Uhr am Start in Warburg zu sein. Die ersten 60 Kilometer spulte „Jolle“ im 34-er Schnitt Richtung Schwalenberg ab. Dass dieser Parforceritt quer durch den gesamten Kreis Höxter deutlich zu schnell war, merkte er spätestens, als es nach den Pyrmonter Bergen mit Ottenstein als höchstem Punkt bei Bodenwerder in Richtung Solling ging. Über Deensen, Dassel und Neuhaus ging’s an’s Eingemachte. Mit mittlerweile 150 Kilometern in den Beinen und ständigen Steigungen wurde auch der härteste Crack so langsam mürbe gekocht. Der Wind und die mit zunehmender Tageszeit ansteigenden Temperaturen taten ihr übriges. Klar, dass der anfangs vorgelegte Traumschnitt nicht gehalten werden konnte, doch nach 8 Stunden und 15 Minuten hatte es „Jolle“ dann doch geschafft. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,6 km/Stunde landete er weit im Vorderfeld der 400 Marathon-Starter. Eine beachtliche Leistung, die so leicht wohl nicht zu toppen sein wird!

MTB-Veranstaltung ein voller Erfolg - 92 Sportler am Start

Nach einjähriger Pause hatte sich der neue Vorstand der Radsportabteilung von den Bitten der benachbarten Mountainbike-Freunde „breitschlagen“ lassen und sich noch einmal für die Durchführung eines MTB-Rennens in Kollerbeck entschieden. Eine Entscheidung, die niemand bedauern sollte! Insgesamt kamen am Pfingstsamstag 92 Radsportbegeisterte nach Kollerbeck, um bei idealem Mountainbike-Wetter die vier Rennen zu absolvieren. Die gute Teilnehmerzahl kam sicherlich in erster Linie auch dadurch zustande, dass das Kollerbecker Rennen eine von acht Veranstaltungen war, die zwischen Springe, Barntrup, Bad Pyrmont, Merxhausen, Bad Driburg und Detmold ausgetragen wurden und als Serie gemeinsam gewertet wurde. Besonders erfreut waren Teilnehmer und Veranstalter, dass in Kollerbeck auch richtig was geboten wurde. So hatte die Jugendabteilung die gastronomische Betreuung übernommen und auch für die Kinder spontan ein „Spiel ohne Grenzen“ angeboten. Rund um den „Brink“ war am Pfingstsamstag somit richtig was los. Und da über Pfingsten ansonsten bis auf den letzten Spieltag in der A-Liga eher sportliche Flaute in den Gazetten herrschte, fand die MTB-Veranstaltung in den heimischen Zeitungen große Resonanz. Sogar im überregionalen Fachblatt „MTB-extrem“ war ein großer Bericht mit sehr vielen tollen Fotos abgedruckt. Jetzt gilt es, auf dem Angefangenen aufzubauen und im nächsten Jahr eine noch perfektere Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Der Termin steht mit dem 26. Mai auch schon wieder fest.

RTF Schieder – Jolle spult 115 km im 33,4er Schnitt runter

Seine sportliche Ausnahmestellung im konditionellen Bereich unterstrich Mitte August Josef „Jolle“ Struck bei der Radtourenfahrt (RTF) in Schieder. Die gewiss nicht leichte Strecke über 115 Kilometer durch die heimische Region absolvierte der lange „Schlacks“ in weniger als 3 ½ Stunden. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,4 km/h kam „Jolle“ gemeinsam mit dem Spitzentrio ins Ziel.
Ein jeder Radsportfan weiß zwar, dass RTF-Touren sich offiziell an den Regeln des Straßenverkehrs zu orientieren haben und nicht als Rennen angesehen werden dürfen, aber jeder, der „Jolle“ kennt, weiß auch, dass jede Medaille zwei Seiten hat. Die Schiederaner Strecke hatte mit der Überquerung des Köterbergs, den kraftraubenden Anstiegen in Auenhausen, Gehrden und Pömbsen sowie zahlreichen kleineren „Huckeln“ alles, was das Radlerherz höher schlagen lässt. Natürlich durfte auch nicht der unverzichtbaren Gegenwind zur Krönung des Ganzen fehlen. Dass bei derart motivierenden Rahmenbedingungen der Blick für die schöne Gegend zu kurz kam, wird jeder verstehen, der „Jolle“ ausgelaugt und überglücklich während des 25jährigen Jubiläums der Tennisabteilung in den Teichwiesen einrollen sah.
Die Leistung des Kollerbecker Konditionswunders ist aber umso höher einzustufen, wenn man bedenkt, dass Josef Struck sich parallel zum Radfahren auch noch auf den New York-Marathon vorbereitete. Den spulte „Jolle“ Anfang November in bemerkenswerten 3:14 Stunden auch noch ab.

Jahrestour der Radsportgruppe zum Steinhuder Meer

siehe hierzu Bericht vom 04.10.2006 .

Radtour Steinhuder Meer

Bevor’s weiter geht, werden die Vorräte noch einmal aufgefüllt. Unser Bild
zeigt einen Teil der Kollerbecker Radsportler vor dem Start zur Rücktour
am Steinhuder Meer. Von links nach rechts: Josef Struck, Kunibert Meyer,
Dieter Eikermann, Thorsten Krüger und Bernd Schölzel.



13 „Strampler“ nahmen im September des letzten Jahres an der schon traditionellen
Jahrestour der Radsporttruppe zum Steinhuder Meer teil. Unser Foto zeigt v.l.n.r.: 
Kunibert Meyer, Bernd Schölzel, Dieter Eikermann, Konrad Krüger, Georg Fuhrmann,
Hans-Werner Otte, Josef Struck, Robert Klocke, Elmar Klocke, Thorsten Krüger,
Johannes Multhaupt, Gerd Fuhrmann und „Tour-Chef“ Franz Meyer.