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13.11.2006

Siegtreffer in Unterzahl

SVK – TuS Hembsen 3:2

(svk) Das war mal wieder ein Spiel von der Sorte, die nicht unbedingt für Menschen mit Herz-Kreislauf-Schwäche zu empfehlen ist. Das bessere Ende behielten allerdings die Kollerbecker für sich, die trotz Unterzahl den 3:2-Siegtreffer erzielten und so das letzte Heimspiel vor der Winterpause gewinnen konnten. Torschützen für den SVK waren Alexander Rheker, Torben Rheker und Jens Schölzel.

Die Vorzeichen allerdings hatten nicht ganz so gut gestanden, denn Elmar Happe musste aus Verletzungsgründen für die Partie passen. Auch Matthias Brisgies war nach dem heftigen Foul im Rolfzen-Spiel noch nicht komplett wiederhergestellt und musste zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen. Das Spiel war dann mehr eins der unruhigeren Art, woran Schiedsrichter Helge Heinemann aus Bad Driburg nicht unerheblichen Anteil hatte. Als wäre er innerhalb der letzten Jahrzehnte nicht einmal im Kollerbecker Rehbergstadion gewesen, begrüßte er Trainer Jörg Hundertmark mit den Worten „Das ist ja eine Unverschämtheit, mir so eine kleine Umkleidekabine anzubieten!“. Und auch im Spiel brachte er das Blut der Spieler und Zuschauer spätestens nach der Halbzeitpause zum Kochen. Zuvor allerdings hatten die Kollerbecker ein 2:0 vorgelegt. Manndecker Alexander Rheker hatte einen Konter zur Möglichkeit genutzt, temporeich mit aufzurücken. Ein Doppelpass mit Michael Meyer und schon stand der Kollerbecker alleine vor dem Hembser Tor und netzte ein (15.). Nach etwa gleichem Strickmuster fiel auch das 2:0 durch Torben Rheker, der ebenfalls nach einem Tempogegenstoß von seinem Bruder Carsten Rheker freigespielt worden war und nichts mehr falsch machen konnte (25.). Zu sehr beruhigen konnte diese Führung jedoch nicht. Denn im Hinspiel hatte man ebenfalls schon 2:0 bzw. 3:1 geführt und hatte dennoch nur ein Unentschieden erreicht.
Und tatsächlich sollte es auch heute nicht so glatt gehen, denn schon zur Pause stand es nur noch 1:2. Zwar konnte Sascha Niemeier in der 35. Spielminute noch so eben mit dem Kopf retten. Um die Hände zu Hilfe zu nehmen, war zu wenig Zeit gewesen. Doch die nachfolgende Ecke der Hembser brachte zum Erstaunen aller einen Elfmeter für die Hembser. Niklas Rheker sollte gefoult haben. Und schon stand es nur noch 1:2.
Michael MeyerDie zweite Halbzeit begann dann turbulent und es war Michal Meyer, der jetzt in den Fokus geriet. Zunächst setzte er einen Heber in der 46. Spielminute aus 35 Meter an den Pfosten. Direkt im Anschluss holte er sich dann für ein Foul absolut zu Recht die gelbe Karte. Wäre ja auch kein Problem gewesen, wenn er sich nicht schon in Halbzeit Nummer eins eine gelbe Karte wegen Meckerns eingehandelt hätte. So hieß es gelb-rot und damit Platzverweis. Und damit noch nicht genug. Er entfernte sich nämlich nicht sofort vom Spielfeldrand. Auf Aufforderung des Schiedsrichters Heinemann, dies zu tun, erwiderte der Bönnekenberger „Ich will doch nur gucken!“ und sah prompt die rote Karte hinterher.
Danach wurde es so richtig ungemütlich. Hembsen machte Druck und kam in der 70. Spielminute zum Ausgleich. Es wurde noch ungemütlicher für die Kollerbecker, die jetzt mehr und mehr unter Druck gerieten. Trotzdem waren es die Hundertmark-Jungs, die tatsächlich noch den Siegtreffer erzielten. Jens Schölzel ist es gewesen, der mit einem super Schlenzer den Ball im Netz unterbrachte. Und weil es nach 96 Minuten immer noch 3:2 hieß, lagen sich die Kollerbecker Spieler nach dem Abpfiff in den Armen. Kurze Zeit später stießen auch Trainer Jörg Hundertmark und Betreuer Steffen Rheker dazu, die in der Schlussphase des Spiels beide des Platzes verwiesen worden waren. Am Ende verbleibt also ein glücklicher Sieg und jede Menge Geld für die Mannschaftskasse.

Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Simon Reinhard, Alexander Rheker, Martin Rheker, Marc Neumann (60. Matthias Brisgies), Jens Schölzel, Niklas Rheker, Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker

Für ihn hat nach roter Karte die Winterpause bereits angefangen: Michael Meyer