„Die Nr.1 im Kreis sind wir“
SVK – SV Sandebeck/Langeland 4:1
(svk) Es war um 17:05 Uhr, da überbrachte Alexander Stecker, stellvertretender Geschäftsführer des SVK, die frohe Kunde, die sich sofort in Windeseile im Rehbergstadion verbreitete: „SC Lauenförde – SV Brenkhausen/Bosseborn 2:2“. Dass der SV Fürstenau/Bödexen gegen den SV Bredenborn mit 3:6 verloren hatte, war schon vorher bekannt gewesen. Das Remis des SC Lauenförde bedeutete jetzt also den Tabellenplatz eins in der Kreisliga A! Spontan stimmte Kapitän Sascha Niemeier den nur allzu bekannten Schlachtruf aus der Aufsteigssaison 2004/05 an. Vorher hatte die Hundertmark-Truppe im Übrigen verdient den SV Sandebeck/Langeland mit 4:1 geschlagen. Torschützen waren Elmar Happe (2), Jens Schölzel und Jörg Hundertmark.
Der SVK hatte in der Partie schnell für klare Verhältnisse gesorgt und war mit einer beruhigenden 2:0-Führung in die Halbzeit gegangen. Das 1:0 durch Elmar Happe fiel nach einer durchaus sehenswerten Einzelaktion (11.). Der Höxteraner war an die Mittellinie gestartet und hatte die gesamte rechte Defensivseite des Gegners inklusive Tortwart sehr alt aussehen lassen. Sein Schuss ging stramm in den kurzen Winkel. Und auch das 2:0 ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Happe gewesen, der diesmal mustergültig für Jens Schölzel auflegte (20.).
Und auch in der zweiten Halbzeit spielte eigentlich nur der SVK, der einen reiferen Eindruck machte und der in der 55. Spielminute sogar mit 3:0 in Führung ging. Vorausgegangen war eine kuriose Situation, als Carsten Rheker den Ball an die Latte köpfte und der Sandebecker Verteidiger eigentlich genug Zeit hatte, den Ball aus der Gefahrensituation zu schlagen. Er agierte aber etwas umständlich, und wieder sagte Elmar Happe artig „Danke“ und beförderte den Ball in die Maschen.
Nach diesem Tor allerdings gerieten die Kollerbecker etwas in die Defensive. Prompt fingen sie sich in der 63. Spielminute das 1:3. Und das ganze völlig unverständlicherweise in Unterzahl. Von dem vom Trainer propagierten besseren Defensivverhalten war in dieser Situation nicht viel zu sehen. Allerdings gerieten seine Jungs nicht mehr wirklich in Bedrängnis, denn der 37-jährige persönlich markierte mit dem schönsten Tor des Tages das 4:1 in der 80. Spielminute. Danach konnte sich André Struck sogar noch den Luxus erlauben, einen Foulelfmeter an die Latte zu setzen (88.).
Der SVK gewann also am Ende völlig verdient gegen schwächelnde Sandebecker und Langeländer, die sich in dieser Form wie auch im Vorjahr Sorgen um den Verbleib in der Liga machen müssen. Trainer Walter Leineweber jedenfalls machte während des gesamten Spiels an der Außenlinie einen fast schon resignierenden Eindruck.
Ganz anders dagegen die Kollerbecker, die nach der eher durchwachsenen Vorjahresrückserie jetzt vielleicht einmal wieder auf der Euphoriewelle reiten können. Und was dann möglich ist, das hat man in den letzten Jahren schon so manches Mal bewundern dürfen. Dann sollte es nämlich wie auch heute möglich sein, trotz intensiven Feierns am Vorabend, den einen oder anderen Sieg einzufahren. In diesem Zusammenhang sollte man sich aber einmal Gedanken darüber machen, inwiefern man ein Vorbild für Jugendspieler und Fußballerinnen ist bzw. sein möchte.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Matthias Brisgies, Elmar Happe, Marc Neumann, Jens Schölzel, Niklas Rheker (66, Simon Reinhard)), Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker (70. Jörg Hundertmark)
...und an den Spielern???