Auftaktspiel endet mit „Aufschrei der Erleichterung“
SVK – SpVg Rolfzen/Sommersell 2:1
(svk) Die zweite A-Liga-Saison dieses Jahrtausends für den SVK hat mit einem Sieg im Derby gegen Rolfzen/Sommersell begonnen. In einem leidenschaftlich und teilweise auch ruppig geführten Match schossen Carsten Rheker und André Struck die Hundertmark-Truppe in Front, ehe der SpVg in der Nachspielzeit der nutzlose Anschlusstreffer gelang.
Es war die 34. Spielminute, als ein nervös an der Linie auf und ab schreitender Trainer Hundertmark leise vor sich hin murmelte: „Wir müssen unbedingt noch vor der Pause ein Tor schießen!“ Zuvor hatte sich der SVK mehrere so genannte „100%-ige“ erarbeitet, doch sowohl Jens Schölzel (17., 18.) als auch Elmar Happe (24.) und André Struck (33.) scheiterten am gegnerischen Torwart bzw. den eigenen Nerven. Doch in der 36. Spielminute sollte es tatsächlich noch klappen mit der gewünschten Pausenführung. Dafür verantwortlich zeigte sich Carsten Rheker, der mustergültig eine von seinem Bruder Torben geschlagene Flanke zum 1:0 abstaubte. Die Führung zur Halbzeit war so zwar nicht komfortabel, aber immerhin vorhanden.
Und sie wurde in der 71. Spielminute mit dem 2:0 sogar noch ausgebaut. Niklas Rheker hatte sich auf seiner linken Seite schön gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt und war im Strafraum nur noch durch ein Foul aufzuhalten gewesen. Niemand geringerer als Libero André Struck vollstreckte in gewohnter Manier zum 2:0. Was danach noch folgte, fand nicht unbedingt volle Zustimmung des Trainers Hundertmark. Denn zu sehr beherrschte jetzt der Gegner aus Rolfzen und Sommersell das Geschehen im Rehbergstadion. Der SVK vermochte auf der anderen Seite nicht, die sich bietenden Freiräume für den entscheidenden Konter zu nutzen. Und so wurde es in der 82. Spielminute auch noch einmal richtig eng, als SVK-Keeper Sascha Niemeier schon geschlagen war und „Neu-Senior“ Marc Neumann auf der Linie klären musste. Nur eine Minute später ließ es sich Sascha Niemeier jedoch nicht nehmen, auch noch einmal persönlich in höchster Not zu retten.
Das Spiel neigte sich also schon seinem Ende entgegen und nicht wenige rechneten jetzt tatsächlich mit einem „Zu-Null“-Sieg der Kollerbecker Mannschaft. Das wäre auch nicht ganz unwichtig gewesen, denn immerhin ist es das erklärte Ziel von Jörg Hundertmark, wesentlich weniger Gegentore als in der Vorsaison (74) zu kassieren. Hätte der kurz zuvor eingewechselte Martin Rheker, zweiter „Neu-Senior“ in der Mannschaft, seine Torchance in der 92. Spielminute genutzt, wäre es wohl auch beim „zu Null“ geblieben. So kassierte der SVK quasi mit dem Schlusspfiff noch den Anschlusstreffer. Dieser tat aber der allgemeinen Freude über den gelungenen Auftaktsieg keinen Abbruch. Jörg Hundertmark jedenfalls quittierte den Schlusspfiff des nicht immer sicher pfeifenden Schiedsrichters mit einem kleinen „Aufschrei der Erleichterung“.
Der SVK spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, Andre Struck, Alexander Rheker, Simon Reinhard, Jens Rheker, Elmar Happe (78. Marc Neumann), Jens Schölzel, Niklas Rheker, Michael Meyer, Carsten Rheker, Torben Rheker (89. Martin Rheker)