SVK die bessere zweier schlechter Mannschaften
SG Sandebeck/Langeland – SVK 2:4
(svk) Auch wenn das Prädikat „Not gegen Elend“ ein wenig zu spitz formuliert wäre: was sich die beiden letztjährigen Aufsteiger aus der Kreisliga B da am letzten Freitag geleistet haben, war alles andere als A-Liga-Niveau. Zu viele Unkonzentriertheiten, zu viele Ungenauigkeiten und – Achtung Zungenbrecher! – zu viel Zufallsfußball. Aber unterhaltsam war das ganze schon. Für die zehn mitgereisten Kollerbecker naturgemäß wohl mehr als für den Gastgeber. Die Tore für den SVK erzielten Elmar Happe, Matthias Brisgies, Dominik Sprenger und André Struck.
„Allen, die glauben, wir wären in einer Krise, wollen wir heute das Gegenteil beweisen.“, so gab es Spielertrainer Jörg Hundertmark vor dem Spiel zu Protokoll. Um gleich leise nachzuschieben: „Hoffentlich lehne ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster…“ Und diese Angst hatte durchaus seine Berechtigung, denn mit Jens Schölzel hatte sich die ohnehin schon sehr lange Verletztenliste des SVK nun noch einmal um einen Stammspieler verlängert. Doch dies als einzigen Grund für die schwache Vorstellung anzuführen, wäre wieder einmal zu kurz gedacht. Denn auch so standen noch genügend Kräfte zur Verfügung, die sich in dieser Saison schon anders als in Langeland präsentiert hatten. Aber auch in schwacher Form erarbeiteten sich unsere Jungs eine Chance nach der anderen. So trafen sie allein in Halbzeit Nummer eins dreimal Aluminium. Und das alles nur deswegen, weil die Sandebecker und Langeländer noch um einiges schlechter spielten. Aber auch die Kollerbecker Abwehr hatte insbesondere bei hohen Bällen ein ums andere Mal große Schwierigkeiten.Tore wollten allerdings erst in der zweiten Halbzeit fallen. Und dies ist auch der Grund dafür, warum das Spiel doch noch recht unterhaltsam wurde. In der 52. Spielminute tauchte Elmar Happe auf Zuspiel durch Niklas Rheker frei vor dem gegnerischen Kasten auf. Der Höxteraner bedankte sich artig mit dem 0:1. Für das 0:2 zeigte sich Matthias Brisgies verantwortlich (75.). Die herrliche Vorarbeit über die linke Seite hatte Dominik Sprenger, sonst wegen seines Berufs nur Gelegenheitskicker der Zweiten, beigesteuert. Und der Bremerberger war es auch, der in der 82. Spielminute auf 0:3 erhöhte.
Sollte tatsächlich heute ein Spiel zu Null gelingen? Mitnichten, denn unsere Jungs brachten es tatsächlich noch fertig, gegen eine völlig desolate Gastgebermannschaft zwei Tore in den letzten fünf Minuten zu kassieren. Nur gut, dass zwischenzeitlich André Struck per Foulelfmeter (Foul an Carsten Rheker) noch das 1:4 erzielen konnte, sonst wäre es tatsächlich noch einmal spannend geworden. So aber gewann der SVK völlig verdient mit 2:4. Denn heute war man ganz klar die bessere zweier schlechter Mannschaften gewesen.
Kollerbeck spielte mit folgender Aufstellung: Rüdiger Brakweh, André Struck, Jochen Mönks (41. Dominik Sprenger), Matthias Brisgies, Simon Reinhard, Elmar Happe, Uwe Mönks, Alexander Rheker, Niklas Rheker, Torben Rheker, Carsten Rheker