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22.04.2006

Dieses Unentschieden schmeckt nach Sieg

SVK – SV Bredenborn 3:3

(svk) So einen Spielverlauf bekommt man nicht alle Tage serviert. Da führt die Heimmannschaft nach zwanzig Minuten mit 2:0, muss dann aber noch vor der Halbzeitpause drei Gegentore und eine rote Karte hinnehmen. Und trotz dieser Unterzahl gelingt der Ausgleich noch in letzter Minute. Das alles ist geschehen am Freitag im Derby gegen den SV Bredenborn. Torschützen für den SVK waren Elmar Happe (2) und Jens Schölzel. Rot hat Libero André Struck gesehen.

Bis auf den verletzten Stefan Bielefeld konnte Trainer Jörg Hundertmark auf alle seine Spieler zurückgreifen. Und die kamen gut in diese sehr schnelle und intensive Partie und hatten in der 17. Minute auch ihre erste Torchance durch Elmar Happe. Er scheitert allerdings am Bredenborner Keeper. Nicht so aber nur zwei Minuten später. Nach einem von Niklas Rheker getretenen Freistoß von der linken Seite und einer in dieser Situation indisponierten Bredenborner Hintermannschaft steht der Höxteraner nämlich fünf Meter frei vor dem gegnerischen Gehäuse und braucht nur noch einzuschieben. Und es sollte noch besser kommen, denn nur eine Minute später markierte Jens Schölzel nach toller Vorarbeit durch Carsten Rheker sogar das 2:0 aus Sicht der Kollerbecker.
Das allerdings weckte den Kampfgeist der Bredenborner, die jetzt mehr und mehr Druck auf das Kollerbecker Tor entwickelten. Die Hundertmark-Jungs ließen sich in dieser Phase sehr weit in die eigene Hälfte zurückdrängen und bekamen folgerichtig die Gegentore zum 2:1 und 2:2. Ernüchterung also im Kollerbecker Rehbergstadion. Und die erreichte noch einmal einen Höhepunkt in der 43. Spielminute, als sich André Struck nicht mehr anders zu helfen wusste, als seinem Gegenspieler in die Hacken zu laufen. Folgen dieser Aktion waren eine rote Karte für den Libero und außerdem Elfmeter, der im Nachschuss verwandelt werden konnte.
Elmar Happe„Jungs, dies ist der schlechteste Spielverlauf, den man sich vorstellen kann.“ Jörg Hundertmark rang in der Kabine zunächst offensichtlich nach den richtigen Worten. Doch schon bald schlug die Enttäuschung in eine „Jetzt-erst-recht-Stimmung“ um. „Ich weiß zwar nicht wie, aber wir packen das noch!“, so seine Aufmunterung, die ihre Wirkung nicht verfehlte.
Denn durch die komplette zweite Halbzeit hindurch spielte fast nur noch der SV Kollerbeck. In Unterzahl drängten sie jetzt den Gast immer weiter an den eigenen Sechzehner. So fragten sich auch die Bredenborner noch nach dem Spiel, wie man sich so sehr passiv verhalten konnte. Viele Großchancen freilich erspielten sich die Kollerbecker auch nicht. Jedoch kamen sie zu vielen Freistoßsituationen und Ecken, von denen eine schließlich auch zum verdienten Ausgleich in der 88. Spielminute führte. Jens Rheker hatte die Ecke geschlagen und Elmar Happe den Ball per Kopf über die Linie bugsiert. Der Jubel unter den Kollerbecker Anhängern war jetzt riesengroß. Und kaum war er verhallt, pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab und es blieb bei einem Unentscheiden, das ein wenig nach Sieg schmeckt.


Kollerbeck spielte in folgender Besetzung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies, Simon Reinhard (46. A. Rheker), Michael Meyer, Elmar Happe, Jens Rheker, Niklas Rheker, Jens Schölzel (67. Jörg Hundertmark), Torben Rheker, Carsten Rheker


Zum Bild:  "Mit zwei Toren Mann des Spiels: Elmar Happe"