„Fußball kann so ungerecht sein“
SVK unterliegt Bad Driburg mit 0:4
(svk) Irgendwann musste es ja mal wieder passieren. Seit knapp zwei Jahren verliert der SVK zum ersten Mal wieder ein Meisterschaftsspiel auf heimischen Boden. Und diese Niederlage am Gründonnerstagabend hatte es in sich, denn am Ende stand ein in dieser Höhe vollkommen unglückliches 0:4. Über weite Teile des Spiels war der SVK nämlich die bessere Mannschaft gewesen. Wenn man allerdings vergisst, die Tore zu machen, rächt sich das zumindest häufig. Und es rächt sich immer gegen eine clevere Spitzenmannschaft wie den TuS Bad Driburg.
Gut gespielt, die Buden nicht gemacht und dann die Hütte voll bekommen. So war es im Hinspiel auf dem Driburger Kunstrasen zugegangen. Und so sollte es auch heute wieder kommen. Doch der Reihe nach.
Trainer Jörg Hundertmark hatte Leidenschaft und Kampfgeist von seinen Jungs gefordert. Und er sollte nicht enttäuscht werden, denn es war ein intensives Spiel von Beginn an. Chancen allerdings waren in der ersten Halbzeit rar gesät, denn beide Defensivabteilungen standen sehr gut. Nur einmal musste Sascha Niemeier in der 21. Minute retten. Und auch der SVK war nur durch einen Freistoß von Torben Rheker in der 45. Spielminute wirklich gefährlich.Trotz der mangelnden Chancen war Hundertmark in der Halbzeitpause vollkommen zufrieden. „Die ersten 20 Minuten sind perfekt gelaufen“, so seine Einschätzung.
Und die zweite Halbzeit lief aus Sicht seiner Schützlinge ebenso gut an wie die erste, denn sie machten Druck ohne Ende und erkämpften sich Ecke um Ecke. Zunächst aber schoss Elmar Happe nach einer selbigen aus fünf Metern nur den Torwart an. Und auch Torben Rheker scheiterte nur drei Minuten später am glänzend aufgelegten Driburger Keeper.
So kam es wie es kommen musste und die Badestädter machten innerhalb von nur fünf Minuten (53. und 58.) das Spiel mit zwei Toren klar. Bezeichnenderweise fielen die Treffer jeweils nach Standardsituationen. Und gerade der Treffer zum 0:2 hatte es in sich. Denn der von der linken Außenbahn getretene Freistoß schlug aber so etwas von in den Winkel des Kollerbecker Gehäuses ein, dass sich Keeper Sascha Niemeier noch nach dem Spiel fragte, wie der eigentlich reingehen konnte.
Die Kollerbecker steckten jedoch auch nach dem 0:2 nicht auf und spielten weiter auf Tore. Doch die fielen auch jetzt nur noch auf der anderen Seite. Die Niederlage wurde zum Ende hin also noch mächtig happig.
Und so war es Carsten Rheker, der die Stimmung nach dem Spiel treffend auf den Punkt brachte: „Fußball kann so ungerecht sein.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.
Kollerbeck spielte in folgender Aufstellung: Sascha Niemeier, André Struck, Matthias Brisgies, Simon Reinhard, Michael Meyer, Elmar Happe, Jens Rheker (73. Jörg Hundertmark), Niklas Rheker, Jens Schölzel, Torben Rheker, Carsten Rheker