SV Kollerbeck

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22.09.2004

Zehn Punkte aus fünf Spielen

Trotz 1:2-Niederlage beim TSC Steinheim II bester Saisonstart der „Zweiten“ seit Jahren

(svk) Nach dem spektakulären Stadtpokalgewinn der zweiten Mannschaft hat sie sich zum Saisonbeginn nicht groß bitten lassen und nahtlos dort angeknüpft, wo sie am 9. August aufgehört hat. Der Grundstein für den fulminanten Saisonauftakt wurde zusammen mit den eigenen B-Liga-Akteuren, die gleich zum Saisonstart spielfrei vom Staffelleiter bekamen, beim 6:3-Sieg in Vinsebeck gelegt. Michael Meyer, Carsten, Torben und Alexander Rheker sorgten hier für den nötigen Drang nach vorn und hatten maßgeblichen Anteil an dem Auftaktsieg. Schon nach 20 Minuten waren die ersten fünf Treffer des Spiels gefallen und so ging es dann auch mit 3:2 für die SVK-Reserve in die Halbzeit. Im zweiten Drittel der ersten Halbzeit wurden die Teutonen aber zunächst noch durch zwei Platzverweise dezimiert, die sie erst recht nicht in der zweiten Halbzeit kompensieren konnten. Wie viel Raum dadurch für die Kollerbecker entstand, demonstrierten Carsten und Torben Rheker eindrucksvoll nach dem Wiederanpfiff. Drei Doppelpässe reichten den beiden um einzulochen. Das besondere bei diesem Treffer: Die komplette restliche Kollerbecker Mannschaft stand nach dem Treffer noch immer auf ihren Positionen, die sie zum Anstoß eingenommen hatten. Danach folgten Chancen im Zweiminutentakt, die, bis auf die Treffer fünf und sechs, allesamt das Tor verfehlten oder dem Torwart in die Arme gespielt wurden.

Eine Woche später stand im heimischen Rehbergstadion der SV Bökendorf/Bellersen II als Gegner auf dem Programm. In Halbzeit eins war von dem in Vinsebeck gezeigten Fußball nichts zu sehen, es klappte praktisch nichts nach vorn. Zur Halbzeit stand es dann auch durch einen Treffer zum Halbzeitpfiff des SV Bökendorf/Bellersen 0:1. Zu allem Überfluss musste Kollerbecks Schlussmann Rüdiger Brakweh auch noch ausgewechselt werden. Ein gegnerischer Stürmer war nach ca. 20 Minuten so hart gegen ihn eingestiegen, dass ihn die Schmerzen am Becken hinderten, die zweiten 45 Minuten zu bestreiten. Glücklicherweise war Sascha Niemeier schon am Platz und konnte Rüdiger Brakweh in Halbzeit zwei ersetzen. In der folgenden Spielhälfte lief es dann auch besser, Kollerbeck war am Drücker und drängte auf den Ausgleich, der per Foulelfmeter durch Dieter Reinhard folgen sollte. Danach war der Widerstand des Gegners gebrochen, Kollerbeck kam zu einigen Torchancen und einem, am Ende doch verdienten, 4:1-Heimsieg im zweiten Pflichtspiel.

Am darauf folgenden Freitag wurde die zweite Mannschaft nach Oeynhausen gegen den SV Nieheim/West gebeten. In der vergangenen Spielzeit hagelte es zwei bittere 0:3 und 0:8-Niederlagen für den SVK, doch dieses Mal sollte es anders kommen. Zwar kamen die Gastgeber recht früh durch ein unachtsames Geschenk der Kollerbecker Abwehr zur 1:0-Führung, doch die Köpfe wurden nicht hängen gelassen. Kollerbeck war auch vor diesem Treffer die spielbestimmende Mannschaft und setzte alles daran, möglichst schnell auszugleichen. Mitte der ersten Halbzeit war es dann Meinolf Köhne, der seine Ecke hart vor das gegnerische Tor drosch, die dort von einem Nieheimer Kicker unhaltbar ins Netz abgefälscht wurde. Nach dem darauf folgenden Anstoß konnten sich die SVK-Kicker zunächst auch wieder den Ball erobern, verloren ihn aber schnell an den SV Nieheim/West und ließen im Gegenzug durch zu unkonsequenten Einsatz die erneute Führung für die Gastgeber zu. Im Anschluss daran war der SVK endlich wach und drängte auf den 2:2-Ausgleich. Wenige Minuten vor der Halbzeitpause sollte erneut Meinolf Köhne per Freistoß aus 20 Metern für diesen Treffer verantwortlich zeichnen. Angespornt durch den Coach der Reserve, Andreas Krüger, arbeiteten die SVK-Kicker nach dem Wechsel konzentriert weiter, so dass Johannes Klocke nach 50 Minuten und einem Abpraller des Torwarts von Jörg Lange einlochen konnte. Der SVK ließ danach keine Chancen des Gegners mehr zu, und so sicherte die von Alfons Reinhard dirigierte Abwehrreihe einen 3:2-Sieg.

Mit neun Punkten aus drei Spielen empfing man nur zwei Tage später die Reserve der SpVg Rolfzen/Sommersell. Speziell in diesem Spiel zeigten sich deutlich die größten Probleme, mit denen Andreas Krüger allwöchentlich zu kämpfen hat: Die dünne Personaldecke und die fehlende Einstellung einiger Spieler zu ihrem Hobby. Immer wieder muss er noch wenige Minuten vor Anpfiff bei Altherren-Spielern anrufen und sie bitten in der zweiten Mannschaft auszuhelfen, weil ein oder mehrere fest eingeplante Spieler am Sonntagmorgen kurzfristig - und ab und an auch mal aus unverständlichen Gründen - ihren Einsatz absagen. Und so standen zu Beginn des Spiels gegen die SpVg nur neun Kollerbecker Akteure auf dem Platz. Dass dieses Spiel nicht verloren gegangen ist, sondern mit 0:0 noch ein Punkt gerettet wurde, grenzt bei dieser Ausgangssituation fast an ein Wunder.

Am letzten Sonntag musste man dann beim TSC Steinheim II die erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit nur elf Spielern angereist, von denen drei, nämlich Bernward Brisgies, Meinolf Köhne und Markus Struck, etatmäßige Altherrenspieler sind, kam der SVK nicht richtig ins Spiel, Pässe fanden ihr Ziel nicht und Laufbereitschaft war von den restlichen sieben Feldspielern nicht zu erkennen. Hinzu kam noch die frühe Verletzung von Jörg Lange, dem bei einem Kopfball ein Gegenspieler wortwörtlich mit dem eigenen Kopf vor die Schläfe rannte und ihm so eine Platzwunde an der rechten Augenbraue zufügte. Kurz darauf verletzte sich auch noch der Bremerberg-Rückkehrer Christian Lüttmann am Fuß und so musste die Kollerbecker Elf die restlichen 70 Minuten mit nur neun Spielern gegen einen trotz alledem nicht überlegenen TSC bestreiten. Trotzdem kamen die Gastgeber durch Unachtsamkeiten der Kollerbecker zu Chancen, von denen sie zwei noch vor dem Halbzeitpfiff verwandelten. Durch Andreas Krüger in der Pause wach gerüttelt, versuchten die SVK-Kicker nun endlich selbst ein Spiel aufzubauen und sich Chancen zu erarbeiten. Johannes Klocke war es auch, der sich 10 Minuten nach Wiederanpfiff auf der linken Seite durchsetzte und nach einem Sprint über nahezu das halbe Spielfeld allein vor dem Torwart stehend einschob. Darauf folgten noch weitere Kollerbecker Großchancen, die aber alle leider ihr Ziel verfehlten und es beim 1:2 aus Kollerbecker Sicht blieb.

Vergleicht man nun die Abschlusstabelle der letzten Spielzeit mit der aktuell gültigen wird man sich verwundert die Augen reiben. Standen am Ende der letzten Saison lediglich 22 Zähler und ein drittletzter Tabellenplatz nach 26 Spielen auf der Habenseite der zweiten Mannschaft, hat man nach nur fünf Begegnungen mit 10 Zählern schon fast die Hälfte der letztjährigen Punkte eingefahren und rangiert auf Tabellenplatz vier. Psychologisch ausschlaggebend zu diesem glänzenden Saisonstart waren sicherlich der schon erwähnte Stadtpokalsieg Anfang August und der durch die Spieler der „Ersten“ gesicherte erste Sieg gegen den SV Vinsebeck II. Wenn man vor dem Saisonstart die Trainingsbeteiligung gelobt hat, darf man hierbei auch nicht den Großteil der SVK II-Stammspieler nicht vergessen, die vorbildlich in der Vorbereitung mitgearbeitet haben und auch während des Spielbetriebs ihre Fitness beim Training erhalten.

Damit sich Krüger-Truppe im gesicherten Mittelfeld festsetzen kann, wünscht sich der Coach aber eine bessere Einstellung zu den Pflichtspielen, als es in der letzten Zeit an den Tag gelegt wurde. Dass der Fußball nach den erfolgreichen Spielen dieser Spielzeit wieder Spaß macht, kann jeder einzelne Spieler bezeugen. Und um an diesem Spaß teilzuhaben, sind auch die Spieler der „Zweiten“, die in dieser Saison noch nicht oder kaum gespielt haben, eingeladen, am kommenden Sonntag um 13.00 Uhr gegen den Lokalrivalen SV Bremerberg aufzulaufen und die Zähler 11 bis 13 einzufahren.