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09.06.2003

Ein souveräner Heimsieg für "Pittjes" Reinhard

Über 300 Teilnehmer beim 31. Kollerbecker Pfingstlauf

(svk) VON DIETER MÜLLER

Kollerbeck. Als Matthias "Pittjes" Reinhard auf den Sportplatz bog, guckte er sich vorsichtshalber noch mal um. Aber es war weit und breit keiner zu sehen. Er hatte sich einen großen und ziemlich beruhigenden Vorsprung aufgebaut. Hinter sich anstrengende 21 Kilometer, vor sich Moderator Heinrich Rheker und viele gutgelaunte Applaudierer, genoss der gebürtige Kollerbecker die letzten Meter und strahlte mit der Sonne um die Wette.

Matthias "Pittjes" Reinhard hat den Halbmarathon beim 31. Kollerbecker Pfingstlauf in 1:25,58 Stunden gewonnen.
"Die Hitze macht mir nicht so viel aus, ich kann ganz gut dabei laufen", meinte Matthias Reinhard, nachdem seine siebenjährige Tochter Sophie ihren schnellen Papa erstmal so richtig geknuddelt hat.
Und nach einem großen Schluck Mineralwasser meinte der 39-jährige Langstreckler aus Kollerbeck: "Ich habe mich unterwegs immer mal umgeguckt, um den Abstand zum Zweiten aufrecht zu halten." Er hat das Rennen kontrolliert. Nach sechs Kilometern hat er sich von Björn Grass abgesetzt und diesen Vorsprung bis ins Ziel gehalten. NSU-Läufer Björn Grass ist zweiter in 1:27,15 Stunden geworden, vor Norbert Borgers (Blomberg) in 1:31,38.
Auch bei den Frauen sprang ein Heimsieg heraus: Renate Welling, gebürtige Kollerbeckerin, hat trotz reduzierten Trainingsumfanges den Halbmarathon in 1:47,38 Stunden gewonnen - und war total happy.
Es war heiß, fast ein bisschen zu heiß zum Laufen. Und die Hitze drückte auf die Zeiten, sie waren fast alle rund zwei Minuten langsamer als die im letzten Jahr. Langsamer, aber nicht langweiliger. Über zehn Kilometer war’s schnell ein Solo für Zwei. Elmar Menne und Ronald Werner haben sich unterwegs gesagt: Das Ding bringen wir zusammen nach Hause. Bis zur Hälfte waren noch Bernd Weber vom LC Paderborn, Martin Schoppmeier vom SB Brenkhausen, der Lüchtringer Volker Barth und Andreas Schröder von der Non-Stop-Ultra Brakel in der Spitzengruppe dabei. Aber sie mussten alle abreißen lassen. Ronald Werner und Elmar Menne machten es alleine. Wie schon zwei Tage zuvor beim Vinsebecker Metternich-Abendlauf.
Auch den hatten sie gewonnen, auch da sind sie zusammen über die Ziellinie gelaufen. In 38:04 Minuten haben die beiden den Hellberglauf über teils bergige, teils stark abschüssige, aber immer interessante zehn Kilometer gewonnen. Damit ist Elmar Menne rund eineinhalb Minuten hinter seiner Siegerzeit aus dem letzten Jahr geblieben - damals hatte er in 35:46 Minuten gewonnen. "Aber für so ein Tempo war es diesmal einfach zu heiß", erklärte er nachher. Über eine Minute hinter dem rotweißneongelben Duo ist Andreas Schröder Dritter geworden in 39:14 Minuten. Michael Amstutz ließ es ganz locker angehen, steigerte sich im Laufe des Rennens auf den vierten Platz in 39:54, eine halbe Minute vor Volker Barth von den LF Lüchtringen. Er wurde Fünfter in 40:28 Minuten - zeitgleich mit Martin Schoppmeier aus Brenkhausen und Bernd Weber vom LC Paderborn. Maria Müller (NSU) Brakel war schnellste Frau der Altersklasse W20 in 45:23 Minuten - womit sie zufrieden war.
Zufrieden waren auch die Kollerbecker: Moderator Heinrich Rheker hatte am Pfingstsonntag eine Menge zu tun. Er kündigte per Mikrofon nicht nur jeden Teilnehmer persönlich im Ziel an, sondern hielt zwischendurch auch noch die Siegerehrungen ab.
Und alles, wie immer, ohne zu bummeln. Im letzten Jahr hatten 309 Läuferinnen und Läufer am Kollerbecker Pfingstlauf teilgenommen. Der Teilnehmerrekord liegt bei 376 - so viele waren diesmal zwar nicht ganz da, aber die, die da waren, hatten ihren Spaß.