Köterberg-Lauf des SV Kollerbeck
(svk) Von Dieter Müller (Text und Fotos).
Kollerbeck. Bei Kilometer dreizehn waren's nur noch zwei: Kai Struke und Oliver Degenhardt machten aus den siebenundzwanzigeinhalb Kilometern ein Solo für Zwei. Zur Halbzeit hatten sich Harald Drüke vom SV Brenkhausen und Matthias Reinhard vom SV Kollerbeck aus der Spitzengruppe verabschiedet.
Aus dem Quartett wurde ein Duett. Und gar kein bierernstes. Oliver Degenhardt drückte fünf Kilometer vorm Ziel auf die Tube und Kai Struke konnte nicht folgen. Der Höxteraner gewann die Langstrecke in Kollerbeck in 1:48,58 Stunden vor dem vereinslosen Bielefelder in 1:49,35 Stunden. "Es ging leicht bergab und er zog an - nee, da konnte ich nicht dran bleiben," meinte der dreifache Iron-Man Kai Struke im Ziel.
Der eigentliche Triathlet finishte auch schon in Roth in 9:55 Stunden und will sich jetzt mehr auf's Laufen konzentrieren. Für Oliver Degenhardt war's "vorläufig der letzte Wettkampf. Jetzt mache ich erstmal Pause und dann kommt die Crosssaison."
Und dann ging er eine Runde Auslaufen, der Ex- und Jetztwieder-Höxteraner. Harald Drüke vom SV Brenkhausen wurde Dritter in 1:54,02 Stunden. Er bereitet sich auf den Essen-Marathon und die Deutschen Meisterschaften über 50 Kilometer am 13. November vor. Matthias Reinhard vom SV Kollerbeck wurde Vierter in 1:57,23 Stunden vor Gerhard Stulze vom SC Solbad Ravensberg in 2:00,38 Stunden. Schnellste Frau war Silke Gebhardt vom VfL Hiddessen in 2:12,54 Stunden und Christiane Pöppe von der Non-Stop-Ultra Brakel gewann die W 40 in 2:21,10 Stunden. Die "kurze" Strecke über 13 Kilometer gewann Michael
Amstutz locker-leicht in 46:54 Minuten. So richtig auf's Tempo hat er nicht gedrückt, der Maler- und Lackierermeister aus Bad Driburg. Schließlich hatte er noch den Jungfrauenmarathon in den Muskeln: Der ist mit 1800 Metern Höhendifferenz nicht von Pappe. Michael Amstutz wurde dort 124. von 3200 Teilnehmern in 3:46 Stunden: "Ich wollte mehr genießen, für mich war das ein Erlebnislauf." Genießen konnte er auch in Kollerbeck, er brauchte kein Tempo zu erhöhen. Andreas Schröder wurde Zweiter in 48:10 Minuten über die 13 Kilometer. Annegret Hoppe-Schrahe gewann bei den Frauen in 59:47 Minuten. "Eine sehr schöne Strecke, ich bin sehr zufrieden. Erst seit Februar mache ich etwas mehr Kilometer im Training," sagte die W40-Läuferin vom VfL Hiddesen mit Marathon-Bestzeit von 3:04 Stunden. Der Mann am Mikro hatte eine charmante Assistentin: Patricia Heidemeyer flitzte jedem auf der Zielgeraden entgegen, um die Startnummer flott an Heinrich Rheker durchzugeben. Helle Aufregung und großes "Hurra" herrschte, als Thorsten Heidemeyer vom TuS Ovenhausen nach 1:14,10 Stunden um die Ecke bog: Patricia flitzte erst zu Heinrich Rheker und rief laut "Papa" und dann zum Getränkestand. Fritz Mertens vom TV Steinheim hatte gestern seinen 70. Geburtstag gefeiert und lief heute über die 13 Kilometer: Alle Achtung ! "Das Problem ist die Hitze, aber auch die Strecke ist nicht von schlechten Eltern. Es macht mir immer noch sehr viel Spaß," meinte der 70-jährige Langstreckler des TV Steinheim nach seinen 1:20,39 Stunden. Mit 42 Teilnehmern über die lange und 47 Teilnehmern über die kurze Strecke war Heinrich Rheker vom Veranstalter SV Kollerbeck zufrieden.
Ergebnisliste Strecke 13 km:
1. Michael Amstutz (M 30, NSU Brakel) 46,54 Min.;
2. Andreas Schröder (M 35, NSU Brakel) 48,10;
3. Andreas Otto (M 35, VfL Hiddesen) 54,48;
4. Volkmar Reinke (M 50, VfL Hiddesen) 54,49;
5. Jörg Stiegmann (M 30, VfL Hiddesen) 56,16;
6. Heinrich Broder (M 35, TuS Wöbbel) 56,42;
7. Günther Pukropski M 50, 57,13);
8. Reinhold Timmer (M 35, TuS Vinsebeck) 57,24;
9. Alexander Grosser (M 20, MTV Bad Pyrmont) 59,47;
10. Josef Dreier (M 35, TuS Wöbbel) 69,47.
Strecke 27,5 km:
1. Oliver Degenhardt (M 30, DJK Armada Würselen) 1:48,58 Std.;
2. Kai Stuke (M 30, PSV Bielefeld) 1:49,35;
3. Harald Drüke (M 30, SV Bronkhausen) 1:54,02;
4. Matthias Reinhard (M 35, SV Kollerbeck) 1:57,23;
5. Gerhard Stolze (M 60, SC Solbad Ravensberg) 2:00,36;
6. Frank Boguschewski (M 20, TV Lemgo) 2:04,04;
7. Christian Schneider (M 30) 2:05,38;
8. Carsten Drilling (M 20, NSU Brakel) 2:06,08;
9. Heinz Amstutz (M 55, NSU Brakel) 2:11,10;
10. Stefan Bodo (M 20) 2:12,38.