Serie des SVK reißt in Würgassen ab
In einem hektischen Spiel unterliegt der SVK verdient mit 0:1
(svk) Am vorigen Sonntag nahm die Erfolgsserie des SVK nach der Winterpause ein jähes Ende. Nachdem in den letzten 3 Wochen gegen Gegner aus der Tabellenspitze und dem Tabellenmittelfeld gepunktet werden konnte, musste man sich nun gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller geschlagen geben. „Das Glück, das wir letztes Wochenende noch gegen Bellersen/ Bökendorf hatten, fehlte uns jetzt gegen Würgassen“, so ein enttäuschter Betreuer Rainer Mönks nach dem Spiel.
Von Anfang an stand die Partie gegen den SSV Würgassen für den SVK unter keinem guten Stern. Sonntags zuvor hatten sich sowohl Libero Detlef Schwarze als auch Lukas Welling verletzt, sodass sie noch nicht wieder auflaufen konnten. In einem Kader, der gerade einmal regulär 14 Spieler umfasst, ist dieser Ausfall nicht leicht zu kompensieren. „Alte Herren“ standen ebenfalls nicht zur Verfügung, sodass bei Spielbeginn gerade mal ein Auswechselspieler auf der Bank saß.
Die erste Halbzeit gestaltete sich hektisch und mit vielen kleinen Fouls von beiden Seiten. Spielfluss kam nicht zustande, Torchancen blieben Mangelware. Auf Seiten des SVK hatten lediglich Jens Rheker, Alexander Stecker und Carsten Rheker halbwegs gute Einschussmöglichkeiten. Diese ergaben sich nach Standartsituationen oder aus der zweiten Reihe. Dem Spiel des SVK war es anzumerken, dass ein Spielantreiber wie Andre Struck im defensiven Mittelfeld fehlte Andre Struck war auf die vakante Liberoposition gerückt.
Aber auch beim SSV Würgassen lief es nicht rund. Der Mannschaft war es anzusehen, dass sie im Tabellenkeller steht. Das Mittelfeld weitesgehend außer acht lassend wurden die Bälle meist lang aus der Abwehr in die Spitze gehämmert. Von der Spielstärke des SSV Würgassen, die die Mannschaft die letzten Jahre ausgezeichnet hatte, war nicht viel zu sehen.
In der Halbzeitansprache gewann Trainer Dietmar Ferlemann dem mäßigen Spiel des SVK dann doch noch etwas Positives ab: „Bisher haben wir hinten sicher gestanden und kaum Chancen zugelassen. Wer hier das Tor schießt, gewinnt das Spiel.“
Die zweite Halbzeit begann furios und wendete sich schnell gegen den SVK. In der 52. Minute hatten viele Würgasser den Torschrei schon auf den Lippen, als Keeper Sascha Niemeier gerade noch im unteren rechten Eck auftaucht und den Ball soeben um den Pfosten lenkt. Nachdem Torben Rheker dann in der 54. Minute eine sehr gute Torgelegenheit hatte, war für ihn in der 55. Minute das Spiel auch schon vorbei. Der quirlige Youngster hatte bereits in der ersten Halbzeit eine gelbe Karte dafür gesehen, dass er nach einer Verletzung unangemeldet das Spielfeld betreten hatte. Jetzt reichte ein gestrecktes Bein zu gelb-rot. In der 57. Minute landete der Ball nach einem sehenswerten Angriff mit perfektem Kopfballabschluss unhaltbar für Sascha Niemeier im Kollerbecker Tor.
In den letzten Spielen war es dem SVK zwar oft gelungen, einen Rückstand wieder wett zu machen. Nicht aber heute. Denn obwohl der Druck durch den SVK erhöht wurde, ergaben sich nur wenige Einschussgelegenheiten . Und diese waren lange nicht so zwingend, wie man sich das gewünscht hätte. Jens Rheker und Carsten Rheker vergaben noch die aussichtsreichsten Chancen.
Am Ende blieb es beim 0:1, das aus Sicht des SSV gar nicht unverdient war. Hatte man es doch geschafft, dem SVK nur ganz wenige Chancen zu lassen und seine eigene zu nutzen. Aus Sicht des SV Kollerbeck ist festzustellen, dass man den durchaus möglichen, großen Sprung in die Tabellenspitze verpasst hat und dass die Spielerdecke ohne Unterstützung der „Alten Herren“ immer noch verdammt dünn ist.