Dem SVK klebt weiter die Seuche am Fuß
Auch beim SV Sandebeck nichts zu holen: 0:2
(svk) Wieder einmal wurde die I. Mannschaft des SVK am letzten Sonntag ohne Punktgewinn wieder nach Hause geschickt. In einem temporeichen und kampfbetonten Spiel mit vielen Großchancen auf beiden Seiten vermochte es der SVK nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Zudem sah Daniel Mönnekes nach zwei durchaus gelbwürdigen Fouls folgerichtig gelb-rot.
Das Spiel begann auf dem unheimlich tiefen und mit Maulwurfshügeln übersäten Platz einigermaßen verhalten, steigerte sich aber dann schnell zu einem offenen Schlagabtausch. Beide Offensivabteilungen brachten die gegnerischen Verteidiger und Torhüter so manches Mal ins Schwitzen.
Und so war bereits in der 15. Spielminute bei einem Kopfstoß auf seinen Kasten die ganze Klasse des Kollerbecker Schlussmanns Rüdiger Brakweh gefordert. Er war für den etatmäßigen Keeper Sascha Niemeier, der gegen Herste rot gesehen hatte, in das Team gerutscht und machte seine Sache trotz kleinerer Unsicherheiten insgesamt sehr gut. In der Folgezeit war aber auch der Kollerbecker Rotschopf zweimal machtlos. Für ihn rettete glücklicherweise Aluminium.
Aber auch auf Seiten des SVK konnte man Großchancen verzeichnen. Die besten Möglichkeiten hatte wohl in der 32. und 37. Minute der Brenkhäuser Dirk „Schimmel“ Schoppmeier, der von Meinolf Köhne jeweils herrlich freigespielt wurde und mit seinen Gewaltschüssen nur denkbar knapp verzog.
Doch war es in der 40. Minute der SV Sandebeck, der den Ball im Tor versenken konnte. Nach einem Freistoß wurde der Ball zunächst noch von der vielbeinigen Abwehr des SVK abgeblockt, fiel dann aber einem Sandbecker Stürmer genau vor die Füße, der dann mit einem Sonntagsschuss aus 25 Metern für klare Verhältnisse sorgte: 0:1. Dies war zugleich auch der Halbzeitstand.
Nach der Pause bot sich das gleiche Bild wie vor dem Seitenwechsel. Chancen in Hülle und Fülle auf beiden Seiten. Doch wie so oft wendete sich das Blatt für den SVK schnell zuungunsten des SVK. Zwar musste man nicht, wie so oft in dieser Rückserie, direkt nach Wiederanpfiff ein Gegentor hinnehmen. Dafür gab es aber bereits in der 47. Minute „gelb-rot“, und zwar für den Nieheimer Daniel Mönnekes.
Die daraus resultierende Unterzahl konnten die Kollerbecker zwar durch viel Kampf ausgleichen, sodass gößtenteils nicht auszumachen war, wer mit einem Mann mehr auf dem Platz stand. Ein Tor wollte jedoch auch nicht gelingen.
Und das, obwohl auch in dieser Phase des Spiels Chancen da waren. In der 52. Minute dribbelte sich Jens Rheker durch die gesamte Abwehr des Sandebecks, scheiterte aber schlussendlich am Keeper. In der 65. Minute scheitert Dirk Schoppmeier nach einem Freistoß mit dem Kopf am selbigen. Auf Seiten des SVK rettete in der Zwischenzeit noch mal der Pfosten.
In der 77. Minute wurde dann dem SV Sandebeck ein Foulelfmeter zugesprochen, der jedoch von Rüdiger Brakweh pariert wurde.
Im Gegenzug folgte dann eine knifflige Situation für den Schiedsrichter, als er entscheiden musste, ob sich der Ball bereits hinter der Linie befand, als der Sandebecker Torhüter denselben aus dem Tor kratzte. Auch in dieser Situation Pech für Kollerbeck: kein Tor.
Und so kam es, wie es kommen musste: ein mustergültig vorgetragener Konter der Gastgeber wird mit einem sehenswerten Tor abgeschlossen, dass dem SVK endgültig das Genick brach. Wieder einmal stand der SVK am Ende eines Auswärtsspiels mit leeren Händen da. Trainer Dietmar Ferlemann hatte jedoch der Mannschaft außer der mangelnden Chancenauswertung nichts vorzuwerfen: „Alle haben aufopferungsvoll gekämpft. Und das, obwohl am Vortag (und in der Vornacht) die Hochzeit von Mitspieler Willi Struk auch mit dem einen oder anderen Bier gefeiert worden ist.“