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25.03.2018

Auswärtssieg

SV Brenkhausen - SV Kollerbeck 1:2

(svk)
Bericht von D.F.
SVK siegt unterhalb des Räuschenberg dank zweier Tore der Meyer-Brüder
Nachdem der Kalender in der letzten Woche den Frühlingsanfang einläutete und an diesem Wochenende die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt wurden sollte die Winterpause auch für den SVK nun endgültig ad acta gelegt werden. Der Spielplan sah hierfür ein Auswärtsspiel beim punktgleichen Tabellennachbarn SV Brenkhausen/ Bosseborn vor.
Trainer Andreas Niemann musste bei diesem Spiel auf Torben Rheker verzichten, der weiterhin von Problemen an der Achillessehne geplagt ist. Marc Neumann war nach körperlichen Problemen in der Vorbereitung und wenigen Trainingseinheiten noch kein Kandidat für die Startelf.
Der Rasenplatz in Brenkhausen, hatte auf den ersten Blick den Winter einigermaßen passabel verkraften können, Meinolf Köhne beurteilte vor Anpfiff das Geläuf als bespielbar. Nachdem Schiedsrichter Matthias Thamm das Spiel anpfiff, konnte man jedoch erkennen, dass beide Mannschaften Probleme hatten, den zum Teil sehr unebenen Platz zu bespielen. So war die Anfangsviertelstunde von einem Abtasten beider Mannschaften und vielen Fehlpässen im Mittelfeld geprägt. Hierbei kristallisierte sich heraus, dass anstelle von Kurzpassspiel im Mittelfeld, eher auf das taktische Mittel von langen Bällen in die Spitze zurückgegriffen werden sollte. Gerade zu Beginn fehlte jedoch auf beiden Seiten die Präzision, so dass viele Bälle und Flanken aus dem Halbfeld keinen Abnehmer fanden oder bei den Torhütern landeten. Ernsthafte Torgefahr sollte sich hieraus jedoch nicht entwickeln. Bezeichnend, dass die erste Situation im Spiel wo es gefährlich wurde eine Standardsituation war. Ein Freistoß in der 18. Spielminute, aus wohl etwas mehr als 20 Meter Torentfernung, zirkelte der Brenkhäuser Spieler gekonnt über die Kollerbecker Mauer. Das Aluminium des von Jens Schölzel gehüteten Tores verhinderte an dieser Stelle ein Rückstand. Weitere Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten eher Mangelware. Der SVK versuchte sein Spiel im Verlauf mehr über die linke Seite zu verlagern, wo der schnelle Jannik Reinhardt seinen Gegenspieler mehrfach davonlief.
In der 23. Spielminute war es ein solcher Angriff der zur Kollerbecker Führung führte. Jannik Reinhardt wurde auf außen angespielt, er legte gekonnt den Ball an seinem Gegenspieler vorbei und überlief diesen mit Tempo. Seine scharf vor das gegnerische Tor gezogenen Flanke sollte in Lukas Meyer seinen Abnehmer finden, der sich stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzen konnte und cool einnetzte. Der SV Brenkhausen Bosseborn scheint für den Bönekenberger so etwas wie der Lieblingsgegner zu sein, trifft er doch regelmäßig gegen diesen.
Ansonsten hielt es sich mit spielerischen Highlights wie mit der Sonne an diesem Nachmittag: Man musste sie suchen, selten konnte man Sie sehen.
Sowohl bei der Heimmannschaft, also auch beim SVK lief viel über die Kollerbecker linke Seite, defensiv konnte Julian Reinhardt eine starke Zweikampfquote vorweisen. Insgesamt präsentierte sich die gesamte Mannschaft von Andreas Niemann in dieser Phase sehr robust, viele wichtige Zweikämpfe wurden gewonnen, exemplarisch wie der eher sonst so technisch versierte Raphael Föst auf der„6“ mit Grätschen und rassig geführten Zweikämpfen überzeugte.
In der 33. Spielminute leitete Michael Meyer den Ball auf Magnus Johlen weiter, der Jannik Reinhardt mit einem feinen Pass in die Spitze auf die Reise schickte. Gedrängt von 2 Gegenspielern konnte er sich jedoch nicht durchsetzen. Man kann nur spekulieren, wie Schiedsrichter Thamm entschieden hätte, wenn Jannik sich in dem an der Grenze geführten Zweikampf hätte fallen gelassen, aber da er vorbildlich versuchte sich durchzutanken und den Abschluss suchte, hielten sich die Kollerbecker Proteste auch in Grenzen. Im Anschluss konnten sich beide Mannschaften keine nennenswerten Torchancen erarbeiten, so dass der SVK mit einer 1-0 Führung in die Halbzeit ging.
Andreas Niemann schickte seine Mannschaft nach gefühlt 10 Minuten in der Kabine zügig wieder raus, von der Einstellung seiner Jungs und vom Ergebnis müsste der Coach wenig zu monieren gehabt haben.
Ob sich nach der Halbzeit die durch die Uhrenumstellung fehlende Stunde Schlaf bemerkbar machte, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Aber bereits nach wenigen Minuten in der 51. Minute musste der SVK den Ausgleich hinnehmen. Eine wie bereits in der ersten Halbzeit mehrfach geschlagene Flanke aus dem rechten Halbfeld der Gastgeber segelte in den Kollerbecker 16er. In dieser Situation gingen der sonst so Kopfballstarke Jan Dyballa und sein Gegenspieler beide zu Boden, der Ball fand in dem dahinter lauernden Brenkhäuser Stürmer einen Abnehmer, der Jens Schölzel keine Chance ließ und zum 1-1 Ausgleich in die lange Ecke einnetzte. In der Folgezeit schaffte es die Kollerbecker Mannschaft nicht, Ruhe in das Spiel zu bekommen. Viel zu viele leichte Ballverluste und lange Bälle zum Gegner spiegelten sich in wenig Ballbesitz wieder. Folgerichtig gehörten die ersten 15 Minuten nach der Halbzeit ganz klar dem Gastgeber. Positiv in dieser Phase: Der SV Brenkhausen Bosseborn konnte dieses Übergewicht nicht nutzen um sich gefährliche Torchancen zu erspielen.
Andreas Niemann erkannte diese Situation und reagierte. Mit der Hereinnahme von Marc Neumann für Justin Alsleben, sollte Magnus Johlen für diesen ins rechte Mittelfeld rücken. Marc Neumann und Michael Meyer sollten sich im Mittelfeld absprechen, wer sich mehr offensiv/ defensiv orientieren soll. Nicht der schlechteste Schachzug wie sich zeigt, fand der SVK in der Folgezeit wieder deutlich besser ins Spiel. Spielerisch wurde jetzt auf beiden Seiten besser agiert, jedoch fanden die Angriffe entweder keinen Abnehmer, oder wurden durch Fouls gestoppt. In der 75. Minute bekam der SVK einen Freistoß aus ca. 30 Metern Torentfernung zugesprochen. Michael Meyer schlug diesen auf den ersten Pfosten, Rapahel Föst ging mit Tempo zum Ball und fiel. Auch in dieser Situation blieb ein Pfiff aus, eine zumindest von der Kollerbecker Bank als diskutabel eingeschätzte Szene.
Nun ging es Schlag auf Schlag. Nur zwei Minuten später spielten die Gastgeber sich nach 3 schnellen Pässen am Kollerbecker 16er gut frei, so dass der Stürmer aus aussichtsreicher Position zum Abschluss kam. Jens Schölzel, der nicht viel geprüft wurde, war jedoch hellwach und lenkte gekonnt mit einer Hand den Ball über die Latte, ein starker Reflex.
Wieder nur zwei Minuten später, in der 79. Spielminute, lag Julian Reinhardt nach einem der vielen Zweikämpfe an der Seitenlinie und rang um Luft. Einige Spieler vom SVK, vielleicht auch Zuschauer, merkten an, man solle den Ball ins Aus spielen. Jens Schölzel und Michael Meyer hatten da andere Pläne: Der Kollerbecker Torwart spielte Meyer im Mittelfeld an, dieser nahm den Ball mit der Brust an, erkannte blitzschnell, dass der gegnerischer Torwart weit vorm Tor stand und schoss aus ca. 45 Metern Torentfernung den Ball über den Torwart zum Führungstreffer. Eine kuriose Szene. Es wirkte in dieser Szene so, als ob sowohl Kollerbecker als aus die Spieler von Brenkhausen/ Bosseborn auf einen Pfiff warteten und dementsprechend passiv den Meyer da machen ließen. Jedoch war das auch ganz hohe Fußballkunst, so wie er es nach dem Schlusspfiff formulierte, habe er da Auge und seine ganze Erfahrung spielen lassen.
Der SVK versuchte jetzt die Führung über die Zeit zu bringen, Jan Dyballa hatte in der 85. Minute noch einmal eine aussichtsreiche Kopfballchance, jedoch kam der Ball zu zentral auf das Tor. Schiedsrichter Thamm kündigte dann „aufgrund zahlreicher Verletzungen 4 Minuten Nachspielzeit an“, in der die Gastgeber noch einmal gefährlich in die Spitze spielten, Jens Schölzel jedoch aufmerksam vor dem Stürmer an den Ball kam, so dass die Mannschaft den Sieg über die Zeit brachte und sich nun in der Tabelle vor Brenkhausen auf dem fünften Tabellenplatz wiederfindet. 

Symbolbild aus Brenkhausen: Oftmals suchte Michael Meyer seine Mitspieler und das Glück in langen Bällen.
Der SVK spielte mit folgender Aufstellung: Jens Schölzel, Dennis Zobel, Dominik Abitz, Jan Dyballa, Raphael Föst, Jannik Reinhardt, Magnus Johlen, Michael Meyer, Lukas Meyer (86. Minute Andreas Begemann), Justin Alsleben (57. Min. Marc Neumann), Julian Reinhardt (79. Minute Dirk Dähling)

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