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17.11.2003

Kollerbeck bremst Ottbergen aus

Mit einem 5:2-Sieg stoppt Kollerbeck gleichzeitig den eigenen Abwärtstrend

(svk) Nach zwei knappen 0:1-Niederlagen hintereinander gelang dem SVK im drittletzten Spiel vor der Winterpause gegen den Spitzenreiter TuS Ottbergen ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg. Dieser war auch bitter nötig, denn die Ottberger drohten der Liga davon zu marschieren. Mit einem Sieg wäre der Vorsprung des TuS Ottbergen auf den SVK auf sage und schreibe 10 Punkte gewachsen. Nun hat der SVK mit nur vier Punkten Rückstand wenigstens noch einigermaßen Tuchfühlung zur Spitze.

„Warum sollen wir heute nicht gegen Ottbergen gewinnen?“ hatte der Trainer Jörg Hundertmark vor der Partie gefragt. Vielleicht weil der TuS Ottbergen zuletzt neun Spiele in Serie gewonnen hatte. Oder weil sich der SVK nach zuletzt zwei Niederlagen gegen schlagbare Gegner nicht gerade auf einem Höhenflug befindet. Argumente für eine Niederlage hätte es also genug gegeben.
Die einzig richtige Antwort gab die Mannschaft allerdings auf dem Platz: sie legte los wie die Feuerwehr und kam schon in der Anfangsphase zu passablen Chancen. Doch auch der TuS Ottbergen verstand es zu verdeutlichen, warum er im Moment den Platz an der Sonne innehat. Und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der die etwa 150 Zuschauer beider Parteien begeisterte.
Begeistert waren die Kollerbecker Fans allerdings nicht, als der Ball bereits in der 19. Spielminute zum 0:1 im Kollerbecker Tor landete. „Viel zu weit weg von den Leuten“ lautete die treffende Analyse durch den verletzten Matthias Brisgies.
Diese Führung hatte allerdings nicht lange Bestand. Denn bereits vier Minuten später fing Jörg Hundertmark einen verunglückten Abschlag der Ottberger ab, umkurvte mit Ball die gesamte Ottberger Abwehr und überwand lässig per Lupfer auch noch den Torwart: 1:1.
Und noch ein Tor sollte in der 1. Halbzeit fallen. Nach einer butterweichen Flanke von Jörg Lange war es Torben Rheker, der zum viel umjubelten 2:1 einschieben konnte.
Schade nur, dass auch diese Führung nicht lange Bestand hatte. Denn nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit dauerte es ganze 60 Sekunden, bis der Ball im Winkel des Kollerbecker Gehäuses zappelte. Aus 20 Metern hatte ein Ottberger Spieler einen Sonntagsschuss ausgepackt und dem Papenhöfener Schlussmann Sascha Niemeier keine Chance gelassen.
In der Folgezeit kam dann Hektik auf. Unbeteiligt hieran war nicht unbedingt der Schiedsrichter, der mit einigen zweifelhaften Entscheidung zugunsten des SVK die Ottberger Spieler auf die sprichwörtliche Palme brachte. Für die Frage in Richtung Schiri „Bist Du eigentlich bescheuert?“ gibt es allerdings keine Entschuldigung und auch keine andere Antwort als „rot“. Fortan spielte der SVK also in Überzahl. Und diese spielten die Kollerbecker jetzt auch clever aus. Mit sehenswerten Kombinationen erarbeiteten sich die Kollerbecker Torchancen, die heute auch eiskalt ausgenutzt wurden. In der 57. Minute traf abermals Torben Rheker, der den Ball entgegen der Anweisung des Trainers vor dem Spiel doch „hochgenommen“ und nach schöner Drehung zum Tor verwertet hatte. Jörg Lange erzielte in der 61. Minute das 4:2 und Jörg Hundertmark in der 89. Minute das 5:2 zum Endstand. Gegenwehr des Gegners war in der Schlussphase des Spiels nicht mehr großartig zu erkennen. Viel zu sehr waren die Ottberger Spieler jetzt mit dem Schiedsrichter beschäftigt. Ins Bild passte auch, dass in der Nachspielzeit noch ein Spieler des TuS mit gelb-rot „vorzeitig“ zum Duschen geschickt wurde.
Der SV Kollerbeck hingegen hat sich mit dieser nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch sehr überzeugenden Leistung eindrucksvoll an der Tabellenspitze zurückgemeldet. Belohnt hierfür wurden die Kollerbecker Kicker mit Überschriften in der lokalen Presse am Montag. Während es die Neue Westfälische noch vorsichtig formulierte („Ottbergen stolpert in Kollerbeck“), kam das Westfalenblatt schon eher auf den Punkt: „Kollerbeck macht Ottbergen platt“. Dem ist mal wieder nichts hinzuzufügen.