Torfestival gegen den FC Nieheim/Holzhausen III
Mit 7:1 Toren gewinnt der SVK gegen schwache Nieheimer
(svk) Wer hätte das gedacht? Zwar hatten wohl viele SVK-Verantwortliche und auch Fans mit einem Sieg gegen den Aufsteiger aus Nieheim gerechnet. Dass dieser allerdings so hoch ausfällt, damit hatten auch die kühnsten Träumer nicht gerechnet. Denn der letzte Sieg in dieser Größenordnung war den Kollerbeckern vor ziemlich genau 4 Jahren zum letzten Mal gelungen.
Bereits vor dem Spiel standen die Chancen gut für einen Sieg der Kollerbecker. Wie schon zwei Wochen zuvor, als man eine sehr gute Leistung gegen die SG Albaxen/Lüchtringen zeigen konnte, war das Rehbergstadion sehr gut mit Zuschauern gefüllt. Grund hierfür war die Jubiläumsveranstaltung zum 40-jährigen Bestehen der SVK Alte Herren. Aus diesem Grund hatte man auch das Heimrecht getauscht und in Kollerbeck gespielt. Dies sollte sich auszahlen.
Das Spiel begann eher verhalten. Zwar merkte man dem Spiel die Überlegenheit des SVK an. Ein Tor wollte jedoch zunächst nicht fallen. Dies lag allerdings mehr an der mangelnden Chancenauswertung der Kollerbecker als an der kompakten Abwehleistung der Nieheimer. So dauerte es bis zur 37. Spielminute, bis Alexander Rheker den Ball nach Zuspiel von Carsten Rheker erstmals im Gehäuse des Gegners unterbringen konnte. Damit war der Bann gebrochen, denn bereits drei Minuten später war es wieder Alexander Rheker, der aus kurzer Distanz einschieben konnte. Hierbei sah es zunächst gar nicht danach aus, als wolle er das Tor machen. Lange hielt er nach einem anspielbereiten Kollegen Ausschau Erst auf Zuruf des Trainers Jörg Hundertmark „Jetzt mach das Tor doch!“ nahm er sich ein Herz und beförderte den Ball eben selbst ins Tor.
Und auch das 3:0 fiel noch in der ersten Halbzeit. Jens Rheker hatte sich durch große Teile der Nieheimer Hintermannschaft getankt. Zum Schluss landete der Ball vor seinem schwachen, linken und gleichzeitig vor des Trainers starkem, rechtem Fuß. Doch wer jetzt dachte, dass er seinem Trainer das Tor überlässt (es wäre im Übrigen sein erstes für den SVK gewesen), sah sich getäuscht. Als hätte er gar keinen schwachen Fuß schob der Langenkämper selbst den Ball mit links unhaltbar für den Gästekeeper aus 16 Metern ins Tor.
„Nur jetzt nicht nachlassen!“ war die Devise des Trainers in der Halbzeit. Gegen Alhausen hatten die Nieheimer schon einmal einen 0:3-Rückstand ausgleichen können. Das sollte sich in Kollerbeck ja nicht wiederholen.
Deswegen passte es gar nicht in das Konzept des Trainers, dass der Unparteiische aus Altenbergen bereits in der 2. Minute der 2. Halbzeit auf den ominösen Punkt elf Meter vor dem Gehäuse von Sascha Niemeier zeigte. Der ansonsten routiniert spielende Andre Struck hatte allzu resolut zugetreten. Zwar beteuerte er selbst wie auch viele andere Kollerbecker, dass dies vor dem 16-Meterraum passierte. Der Schiri sah es allerdings anders und entschied dementsprechend auf Strafstoß. Diesen konnte Sascha Niemeier zwar parieren, es nützte ihm allerdings nicht viel, denn der Schiri ließ den Strafstoß wiederholen. Abermals war der Täter Andre Struck, der diesmal zu früh den Strafraum betreten hatte. Den zweiten Versuch verwandelte der Schütze dann sicher: nur noch 3:1.
Eng sollte es jedoch nicht mehr werden. Denn bereits in Minute 52 war es Carsten Rheker, der nach Zuspiel von seinem Bruder Torben zum viel umjubelten 4:1 einschieben konnte. In der 67. Spielminute klingelte es dann schon wieder. Erwähnenswert an diesem Tor ist die Tatsache, dass es das erste Pflichtspiel-Tor des neuen Spielertrainers Jörg Hundertmark im grün-weißen Trikot war. Die Flanke war von Alexander Rheker gekommen. Der Sabbenhausener nahm den Ball direkt aus der Luft und hatte noch ein wenig Glück, dass der Ball von der Unterkante der Latte ins Tor und nicht heraus sprang.
Das 6:1 verbuchte dann der kurz zuvor eingewechselte Matthias Brisgies in der 71. Minute. Der Youngster meldete sich so nach seiner Verletzung eindrucksvoll im Team zurück.
„Was die da vorne können, das kann ich schon lange!“ dachte sich 2 Minuten später der Libero Andre Struck und zog aus 25 Metern einfach mal ab. Links oben im Winkel schlug der Ball ein. Heute gelang einfach alles. 7:1.
Komischerweise lief dann in der Schlussviertelstunde beim SVK nicht mehr viel zusammen. Vielleicht lag es an der nachlassenden Konzentration oder vielleicht auch daran, dass auf einmal alle Spieler nur noch Zauberpässe spielen wollten. Auf jeden Fall riss der Faden und auf einmal war es der Gast aus Nieheim, der die Kollerbecker Abwehr beschäftigte und dem in der 82. Minute noch ein Strafstoß zugesprochen wurde. Diesmal war es Peter Grabosch, der etwas zu ungestüm in den Zweikampf gegangen war. Sascha Niemeier allerdings wird sich im Nachhinein bei dem quirligen Hummerser bedanken. Ergab sich jetzt doch endlich die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Und so parierte der Kollerbecker Schlussmann tatsächlich den Elfmeter und machte seinem Ruf als „Elfmeterkiller“ alle Ehre. Ein gelungener Schlusspunkt unter einem gelungenen Spiel.
Wie schon zwei Wochen zuvor hatten die Kollerbecker ein gutes und sehenswertes Spiel ihrer Mannschaft gesehen und den Anstieg zum Rehbergstadion nicht bereut. Gute Voraussetzungen also dafür, dass beim nächsten Heimspiel nicht nur „Ringeln Alois als neuer, treuer SVK-Fan“ die Spieler anfeuert. Diese Zusage gab der langjährige Schützenoberst übrigens im Beisein vom Kollerbecker Fußball-Idol Meinolf Köhne. Mit seinem Kommen ist also unbedingt zu rechen…