Wichtiger Sieg beim Tabellennachbarn
SVK mit wenig glanzvollem 3:2-Sieg gegen FC Aa Nethetal
(svk) Langsam aber sicher setzt sich der SVK in der Tabellenspitze fest. Durch einen Sieg beim Tabellennachbarn FC Aa Nethetal schob sich die Hundertmark-Elf wieder auf den zweiten Platz vor, nachdem man in der Vorwoche die Tabellenführung abgeben musste. Allerdings musste man diesen Sieg teuer bezahlen: die beiden Torschützen Stefan Bielefeld (Meniskus) und auch Matthias Brisgies (Schlüsselbeinbruch) mussten den Platz vorzeitig mit Verletzungen verlassen. Ein Einsatz noch vor der Winterpause ist bei beiden mehr als fraglich.
Bei besten äußeren Bedingungen war es kein schönes Spiel, das den 33 mitgereisten Kollerbeckern geboten wurde. Von Anfang an wollte wegen vieler Fouls und Nickligkeiten ein Spielfluss nicht so recht aufkommen. Trotzdem gelang dem SVK das, was ihm in dieser Saison schon des öfteren geglückt ist: das frühe Führungstor. Ein Befreiungsschlag durch André Struck in der 15. Spielminute kam bei Stefan Bielefeld an, der sich in der Luft durchsetzte und den Ball dann mit wenig Mühe in das lange Eck beförderte.
Doch auch mit diesem Tor im Rücken stellte sich keine Ruhe im Kollerbecker Spiel ein. Viel zu oft wurde der Ball planlos nach Vorne befördert und viel zu oft leistete sich die Hintermannschaft grobe Schnitzer. „Unser Defensivverhalten war desolat“ ließ sich Trainer Hundertmark dann auch in der Neuen Westfälischen zitieren. Und tatsächlich war die Kollerbecker Abwehr einschließlich defensivem Mittelfeld gegenüber den vorherigen Spielen nicht wieder zu erkennen. Eigentlich unverständlich. Stellte man doch mit nur neun Gegentreffern bis zu diesem Spiel die beste Abwehr der Liga.
Folgerichtig also der Ausgleich in der 34. Minute. Nach einem Freistoß war ein gegnerischer Stürmer auf dem Elfer frei zum Kopfball gekommen. Ein Freistoß war es aber auch, der auf Kollerbecker Seite zur erneuten Führung noch vor der Pause führte. Carsten Rheker hatte per Kopf auf Jens Rheker abgelegt, der im Nachschuss einschieben konnte.
Doch auch diese Führung sollte nicht lange halten. Der Schiri hatte gerade erst die zweite Halbzeit angepfiffen, als ein kapitaler Ballverlust im Mittelfeld zum Gegentor führte. 2:2.
In der Folgezeit wurde das Spiel immer ruppiger. Vor allem waren es die Abwehspieler der Gastgeber, die die SVK-Stürmer ein ums andere Mal mehr als unsanft von den Beinen holten. Angefeuert wurden sie hierbei von einem „Fanclub“, der diesen Namen nicht verdient. Mit einem Megaphon bewaffnet überschritten diese Halbwüchsigen aber wirklich sämtliche Grenzen des guten Geschmacks. Selbst vor Sprüchen mit „Gasleitung“ und „Auschwitz“ schreckten sie nicht zurück. Unfassbar eigentlich, dass die Funktionäre und Verantwortlichen im Verein FC Aa Nethetal offenbar nicht in der Lage oder - noch schlimmer - nicht willens sind, diese Pöbeleien zu unterbinden. Dass nicht nur der SVK sondern auch andere Mannschaften sonntäglich auf diese Art und Weise beleidigt werden, vermag an dieser Stelle nicht zu trösten.
Fußball gespielt wurde aber auch noch. Großchancen ergaben sich hüben wie drüben, aber nur dem SVK gelang noch ein Tor an diesem Nachmittag. Einer von sehr vielen Freistößen war zu Matthias Brisgies gelangt, der den Ball zum 3:2-Endstand in die Maschen beförderte und dem SVK so zum 7. Sieg im 10. Saisonspiel verhalf.
Gut, dass es für einen schlechten Sieg auch drei Punkte gibt.