SV Kollerbeck

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10.09.2017

 Kollerbeck wie einst Manchester gegen Bayern

 (mb) Am Ende stand ein 2:1 Erfolg gegen Hembsen, aber wie es dazu gekommen ist, konnten sich wohl die wenigsten erklären. Nach 97 Minuten auf der Uhr rieben sich zumindest die Kollerbecker verwundert und aufs h&am

(svk)  Doch der Reihe nach. Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Höhepunkte gab es so gut wie keine und das Spiel plätscherte hauptsächlich im Mittelfeld vor sich hin. Am erwähnenswertesten war noch eine Chance von Jannik kurz vor dem Halbzeitpfiff des souverän leitenden Unparteiischen, der einen gut getimten Ball aus dem Mittelfeld erlief, aber den Ball nicht am Torwart vorbei bekam. Ansonsten war die erste Halbzeit so ereignisarm wie eine Münchener Meisterfeier. Die paar Halbchancen auf beiden Seiten brauchen hier keine Erwähnung zu finden.

Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hat, bis zur 55. Minute. Über die rechte Seite fuhr Hembsen einen schönen Angriff, an dessen Ende der Ball nur noch über die Linie geschoben werden musste. 0:1 also und der bisherige Spielvelauf lies auch nicht wirklich erahnen, dass sich daran noch etwas ändern würde. Zu harmlos agierten beide Offensivabteilungen und zu sicher standen beide Abwehrreihen. Bezeichnenderweise soll hier kurz ein Freistoß erwähnt werden, den Micha von links außen mit voller Wucht quer auf die andere Seite des Spielfeldes direkt in die Arme seines Vaters schoß. Wenn überhaupt kam eher Hembsen vor das Heimtor, aber auch diese Aktionen verliefen meistens im Sande. Leider musste Kollerbeck dann auch den nächsten Verletzten in dieser noch kurzen Saison beklagen, als Jan am Boden lag und nach einer mehrminütigen Behandlung ausgewechselt werden musste. Was zu dem Zeitpunkt niemand ahnte, diese Behandlungspause sollte schlussendlich eine spielentscheidende Rolle haben. Denn insgesamt ließ der Schiedsrichter sieben Minuten nachspielen.

Bis zur 90. Minute passierte auch fast gar nichts mehr und alle grün-weißen waren enttäuscht, dass beim SVK so wenig Zug im Spiel war und nahezu kein Ball in die Spitze Gefahr für das Hembsener Tor brachte. Der Bericht hätte dann auch hier zu Ende sein können und die Gäste wähnten sich schon mit den drei sicheren Punkten auf dem Heimweg. Aber das ein Spiel eben doch länger als 90 Minuten dauert, bewies zuerst Magnus, der einfach mal aus 20 Metern drauf hielt und den Ball zwar nicht in den Winkel setzte, wie er später behauptete, aber doch so unhaltbar ins linke Eck drosch, dass man schon von einem sehenswerten Tor sprechen kann. Aber damit nicht genug, denn noch immer lief das Spiel und wenn schon Manchester gegen Bayern in der Überschrift erwähnt wird, dann ist klar, dass es nicht beim 1:1 geblieben ist. Nach starker Balleroberung vor dem Hembsener 16er tauchte auf einmal Micha frei vor dem Tor auf und vollendte das, womit wirklich niemand mehr gerechnet hätte. 2:1 in der 95. Minute und die restliche Spielzeit wurde dann doch souverän über die Uhr gebracht. Verdient war das insofern nicht, als das beide Mannschaften einfach zu harmlos in der Offensive agierten und es bisher wahrscheinlich wenige Spiele gegeben hat, die ein 0:0 mehr verdient hätten wie dieses. Drei Punkte gibs aber auch dafür und mit diesen hält Kollerbeck weiter Fühlung zur Tabellenspitze.