SVK mit Kantersieg über Tabellennachbarn Hembsen
Mit einer 0:5-Schlappe im Gepäck wurde der Gast nach Hause geschickt
(svk) Wer hätte das gedacht? Sicher, gegen Mannschaften wie Haarbrück und Nieheim III kann man gewinnen. Aber wie sieht es mit Mannschaften aus der Tabellenspitze aus? Das war die große Frage am Nationalfeiertag vor dem Spiel gegen Hembsen. Nach dem Spiel jedoch war das geklärt. Mit einem 5:0-Sieg, der in dieser Höhe vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, bewies der SVK eindrucksvoll, dass man durchaus in der Lage ist, auch gegen die Großen der Liga mitzuhalten.
Dabei stand das Spiel von Anfang an unter keinem guten Stern. Zum einen sorgten Verletzungen (Daniel John, Lukas Welling) und urlaubsbedingte Ausfälle (Stefan Bielefeld) dafür, dass auf der Ersatzbank neben dem angeschlagenen Andreas Ludwig (Rücken) zwei Spieler (Sebastian Welling, Peter Grabosch) Platz nahmen, die bereits 90 Minuten in der 2. Mannschaft auf dem Buckel hatten. Zum anderen kam der Schiedsrichter aus Detmold-Diestelbruch irrtümlich erst um 17.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand man sich allerdings schon weit in der 2. Halbzeit. Schiedsrichter Ludwig aus Altenbergen, der bereits das Spiel der 2. Mannschaft geleitet hat, erklärte sich einverstanden, auch das Spiel der 1. Mannschaft zu pfeifen.
Trotzdem begann das Spiel, wie man es sich nicht besser wünschen kann. Während Torben Rheker in der 5. Minute noch knapp am gegnerischen Kasten vorbeischoss, machte es der Spielertrainer Jörg Hundertmark in der 6. Minute besser. Seinen zentralen Freistoß aus 18 Metern drosch er flach zum 1:0 ins Torwarteck. Danach allerdings erarbeiteten sich die Hembser Feldvorteile, die sich allerdings zunächst nicht in Torchancen widerspiegelten. In der 30. und 31. Minute allerdings sollten die Gäste in den Genuss zweier Großchancen kommen, die sich nach Fehlern der Kollerbecker Abwehr auf dem nur schwer bespielbaren Geläuf im Rehbergstadion ergaben. Doch sie wurden nicht genutzt und so konnte man mit einem knappen Vorsprung in die Pause gehen.
„Wir müssen wieder aktiver werden.“ war dann auch der folgerichtige Aufruf des Trainers in der Kabine. Dies sollte auch gelingen, denn in der 55. Spielminute war es Carsten Rheker, der aus abseitsverdächtiger Position zum viel umjubelten 2:0 einschoss. Alles Reklamieren der Hembser nützte nix, der Treffer zählte.
In der 75. Spielminute wurde dann dem SVK erneut ein Freistoß zentral 20 Meter vor dem Tor zugesprochen. Diesmal allerdings landete der scharf geschossene Freistoß von Jörg Hundertmark in der Mauer. Machte aber auch nichts, denn den Abpraller aus der Mauer nahm Alexander Rheker zum Anlass, mal eben in den Winkel zu schießen: 3:0.
In der Folgezeit mussten die Hembser notgedrungen hinten auf machen. Folge hieraus waren aber nicht etwa Chancen für Hembsen, sondern dicke Dinger für den SVK. Und so fielen dann auch die Tore zum 4:0 und 5:0 durch lupenreine Konter. Während beim 4:0 noch Torben Rheker seinen Cousin Jens Rheker bediente, machten sie es beim 5:0 genau andersherum.
Heraus kam also ein Sieg, der vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausfiel aber insgesamt in Ordnung ging. Beachtenswert in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Hembsen bis zu diesem Spiel nur ganze drei Gegentore bekommen hatte. Dies sagt einiges über die derzeitigen Qualitäten des quirligen Kollerbecker Sturms aus. Aber auch die Abwehr ist merklich sattelfester als noch letzte Saison. Dieses 5:0 war schon der dritte Zu-Null-Erfolg in Folge. Gute Vorzeichen also eigentlich für die kommenden Spiele.