Punktverlust in letzter Minute
SVK musste gegen die SG Bökendorf/Bellersen in letzter Minute das 1:1 hinnehmen
(svk) In einem mittelmäßigen B-Liga-Spiel kam der SVK vor 14 Tagen nicht über ein 1:1 gegen eine kompakt stehende Mannschaft der SG Bökendorf/Bellersen hinaus. Besonders ärgerlich ist zwar der Ausgleich, den man sich kurz vor Spielende einfing. Unter dem Strich allerdings, und so sah es auch Spielertrainer Jörg Hundertmark nach dem Spiel, ging die Punkteteilung vom Spielverlauf her so in Ordnung.
Von Beginn an waren Großchancen Mangelware im Kollerbecker Rehbergstadion. Allenfalls durch Weitschüsse aus der zweiten und dritten Reihe kam so etwas wie Gefahr für die beiden Torhüter auf. Für den SVK versuchten sich Torben Rheker, Andre Struck und schließlich Jörg Hundertmark, der aus 20 Meter den Ball auf die Latte des gegnerischen Kastens setzte. In der 28. Minute war dann tatsächlich die erste Großchance des Spiels zu beobachten. Es war der Spielertrainer des SVK, der aus 14 Metern von halbrechts den Ball nur über das Tor schoss. Auf der Gegenseite ergab sich im Gegenzug eine Möglichkeit für die SG, da sich Libero Andre Struck in der Vorwärtsbewegung befand. Der Heber über Sascha Niemeier verfehlte allerdings das Tor des Papenhöfener Keepers knapp.
„Das hier scheint ein Spiel zu sein, das derjenige gewinnt, der das erste Tor schießt.“ lautete die nüchterne Analyse vom Coach Hundertmark in der Halbzeitpause. „Deswegen müssen wir das erste schießen!“ war die logische Konsequenz.
Das dauerte auch gar nicht so lange. In der 58. Spielminute war es nämlich der Spielertrainer persönlich, der sich an der Eckfahne toll gegen seinen Gegenspieler durchsetze und eine butterweiche Flanke auf den Kopf von Spielmacher Jens Rheker servierte. Der stand relativ ungedeckt und konnte gegen die Laufrichtung des Bökendorfer Keepers einnicken. 1:0 für den SVK, aber noch eine halbe Stunde zu spielen.
Aufregung dann wieder erst in der 67. Minute. Carsten Rheker, der bereits in der 1. Halbzeit eine gelbe Karte hinnehmen musste, sollte nun wegen angeblichen Meckerns die zweite Gelbe und damit Gelb-Rot bekommen. Der Schiedsrichter hatte den Karton schon in der Hand, als er die Verwarnung aus Halbzeit Nummer eins bemerkte. Gelb-Rot erschien ihm zu hart und er steckte die Karten wieder ein. Nicht unbedingt zur Entzückung der Bökendorfer Spieler und deren mitgereisten Fans. Für den quirligen Stürmer selbst war es allerdings eine große Erleichterung, zumal er immer wieder beteuerte „keinen Ton gesagt zu haben“.
Trotz nun verstärkter Angriffsbemühungen ergaben sich auch in der folgenden Spielphase nur wenige Chancen der Bökendorfer. „Harmlos“ war das Urteil der Kollerbecker Fans. Deswegen wäre mit einem 2:0 das Spiel wohl auch entschieden gewesen. Eine sehr gute Chance hierfür ergab sich in der 77. Minute, als Torben Rheker die weit aufgerückte gegnerische Abwehr auf der rechten Seite überlief und trotz seines Spurts von der Mittellinie noch scharf auf das Bökendorfer Gehäuse schießen konnte. Der Torwart konnte den Ball nur mit Mühen abklatschen und es war Alexander Rheker, der bei dem Abpraller nur einen Schritt zu spät kam. Machte aber nicht viel. Ein 1:0 reichte ja schließlich auch.
Dass es eben nicht für ein 1:0 reichte, war einem Sonntagsschuss der Gäste aus 25 Metern in der 90. Minute zu verdanken. Unhaltbar für Sascha Niemeier schlug dieser flach am Innenpfosten des Kollerbecker Gehäuses ein. Zuvor waren sich die Kollerbecker Spieler nicht einig gewesen, wer nun den Ball führenden Spieler attackieren soll. Ein Abstimmungsproblem, das sich rächte.
Kurz darauf war auch Schluss. Viel länger hätte wegen der nicht nur einbrechenden Dunkelheit auch nicht mehr gespielt werden können. Warum der Staffelleiter einen kompletten Spieltag auf einen Freitag im September gelegt hatte, das wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben.
Für die Kollerbecker verblieb es unter dem Strich also bei einem Punkt und somit einem ausgeglichenem Start in die Saison: ein Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden.