Keine Chance beim A-Liga-Aufsteiger
SVK verliert mit 6:1 in Ottbergen
(svk) Hier war aber auch gar nichts zu holen. Der SVK kam beim bereits als Aufsteiger feststehenden TuS Ottbergen gehörig unter die Räder. Gleich sechs Mal musste Keeper Sascha Niemeier im letzten Auswärtsspiel der Saison den Ball aus dem Netz holen. So oft wie nie zuvor in dieser Saison. Das Tor zum 1:6 in der 85. Spielminute durch André Struck per Foulelfmeter war nichts weiter als Makulatur.
Von Anfang an war die Kollerbecker Defensivabteilung wie so oft an diesem Tag total überfordert. Zu spiel- und vor allem laufstark präsentierten sich die Ottberger, die in dieser Form im letzten Saisonspiel wohl nicht mehr vom Platz an der Sonne zu verdrängen sind. Die Kollerbecker, zum allergrößten Teil durch die vorabendliche Rockverstaltung am Brink arg geschädigt, machten zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd den Eindruck, als könne man sich aus der Umklammerung der Gastgeber befreien, geschweige denn sie unter Druck setzen. Das 1:0 fiel dementsprechend bereits in der 2. Spielminute bezeichnenderweise durch eine Koproduktion von Willi Struck und Andreas Ludwig. Zum ersten Mal wendeten sich die Fans des SVK mit Grausen ab.
Und auch die Tore zum 2:0 bis 4:0 ließen nicht lange auf sich warten (14, 15 und 27. Minute). Dass es bis zur Halbzeit nicht schon 7:0 oder gar 8:0 stand, war dann auch nicht dem SVK zu verdanken, der jetzt mehr Ordnung ins Spiel gebracht hätte. Nein, es lag zum einen schlichtweg am Glück der Kollerbecker und zum anderen am TuS Ottbergen, der nicht nur einen sondern gleich zwei Gänge zurückschaltete und trotzdem noch zu jeder Phase des Spiels das Heft fest in der Hand hielt.
Nach der Pause waren dann aber auch endlich die ersten beiden ernstzunehmenden Torschüsse für den SVK zu verzeichnen. In beiden Fällen war es André Struck, der aus jeweils 20 Metern prüfte, ob überhaupt ein Ottberger Keeper im Tor stand. Auch dies bezeichnend für die absolute Flaute im angeschlagenen Kollerbecker Sturm. Als sich dann auch noch in der 56. Minute eine gute Torchance für Jens Rheker ergab, hofften einige Kollerbecker Anhänger, dass ein größeres Debakel noch verhindert werden könne. Ab der 60. Spielminute dann allerdings wieder das altbekannte Bild. Ottbergen spielte und Kollerbeck lief hinterher. Die Ottberger konnten sich jetzt sogar noch den Luxus eines verschossenen Elfmeters erlauben. War aber nicht weiter schlimm, denn die Tore zum 5:0 und 6:0 fielen auch ohne Elfer (75. und 80.).
Und als dann alle Kollerbecker nur noch hofften, dass das Spiel bald vorbei sein würde, da ging es noch mal richtig rund im – man höre und staune – Ottberger Strafraum. In der 83. Spielminute ging zwar ein von André Struck getretener Schuss noch an den Pfosten. Drei Minuten später allerdings machte er es vom Elfmeterpunkt besser und erzielte den Ehrentreffer zum 1:6. Zuvor hatte sich Jochen Mönks in das Angriffspiel eingeschaltet und war elfmeterwürdig umgestoßen worden.
Ein Schlusspunkt in einem Spiel, das trotz dieses Assists vom Kollerbecker Manndecker möglichst schnell aus den Annalen des Kollerbecker Fußballs getilgt werden sollte.
Das einzig Gute an diesem Tag war dann schließlich, dass von alledem Trainer Jörg Hundertmark nichts mitbekam. Als Schützenkönig in Sabbenhausen war er terminlich verhindert gewesen. Sein Glück…