26.04.2015
Nächster Favorit strauchelt auf dem Rehberg
SVK erkämpft 1:1 gegen formstarke Brenkhäuser
(svk) Innerhalb von nur 14 Tagen lässt der SVK gleich zwei Mal einen Favoriten im Rehbergstadion straucheln. Nach dem dreifachen Punktgewinn gegen den Tabellenersten Nieheim vor zwei Wochen reicht es auch im Spiel Zehnter gegen Zweiter wieder für einen Punktgewinn für die Grün-Weißen. In einem hart umkämpften Spiel war es schlussendlich Raphael Föst, der kurz vor Toreschluss mit seinem Treffer zum 1:1 die Kollerbecker Herzen höher springen ließ. Lange Zeit war seine Mannschaft dem 0:1 aus der fünften Minute hinterhergelaufen.
David McCurry konnte aus dem Vollen schöpfen. Auch Marvin Köhne stand dem Kollerbecker Trainer zur Verfügung, fand sich dann auch gleich von Beginn an auf dem Platz wieder und konnte so wie seine Teamkollegen aus nächster Nähe das 0:1 „bewundern“. Ausgangspunkt war ein Freistoß in der fünften Minute gewesen, den die Schelpedörfler vor das von Jens Schölzel bewachte Kollerbecker Tor brachten. Aus abseitsverdächtiger Position konnte dort ein Brenkhäuser Spieler relativ unbedrängt vollstrecken. Damit war der Wunsch der Grün-Weißen schon Makulatur, lange ohne Gegentor zu bleiben. Das Endergebnis des Hinspiels, ein torloses Remis, würde es heute also nicht mehr geben.
Auch in der Folgezeit blieb der Gast am Drücker. Bereits zwei Minuten nach der Führung jubelten die Rot-Weißen bereits ein zweites Mal. Nach einer Ecke und einem sich anschließenden Kopfstoß lag die Kugel schon wieder im Tor. Glück, für den SVK, dass der Unparteiische auf Stürmerfoul entschied, womit die Gäste naturgemäß alles andere als glücklich waren. Doch auch der SVK sah sich in der Folgezeit ein ums andere Mal zu Unrecht zurück gepfiffen. Mehrmals soll eine Abseitsposition vorgelegen haben.
In der 40. Spielminute zappelte der Ball wieder im Netz. Marvin Köhne hatte aus gut sechzehn Meter herrlich abgezogen. Es dauerte ein paar Sekunden, bis auch der letzte im Rehbergstadion wahrgenommen hatte, dass nur das Außennetz betroffen war. So ging es also mit einem Rückstand in Höhe von 0:1 in die Pause, der alles in allem als in Ordnung eingestuft werden kann. Der Gast von der Schelpe war dann doch etwas souveräner und cleverer aufgetreten.
Das Bild sollte sich allerdings in der zweiten Halbzeit grundlegend ändern. Denn je weiter der Uhrzeiger voranschritt, desto ausgeglichener wurde das Spiel. Nicht wenige sahen jetzt sogar eine optische Überlegenheit des Gastgebers. Das spiegelte sich beispielsweise in der 60. Spielminute wider, als Jan Dyballa einen Kopfball an das Gästealuminium setze. In der Folgezeit bestimmten zunehmend Hektik und Zweikämpfe das Spielgeschehen. Das Derby entwickelte sich mehr und mehr zu einem sehr unterhaltsamen und spannenden Match.
Die Spannung entlud sich dann in der 87. Spielminute beim mittlerweile mehr als verdienten 1:1. Raphael Föst hatte sich im gegnerischen Strafraum gleich gegen mehrere Brenkhäuser durchgesetzt und anschließend dem Gästekeeper mit seinem Flachschuss und der nötigen Abgeklärtheit keine Abwehrchance gelassen.
Am Ende steht als ein Punktgewinn gegen einen Tabellenzweiten, der mit sensationellen sechs Siegen in sechs Spielen aus der Winterpause und dementsprechend mit breiter Brust ins Rehbergstadion gekommen war. Hier fand er seinen Meister in einem SVK, der offensichtlich immer dann in der Lage ist, Leidenschaft und Kampfkraft abzurufen, wenn es zu Hause gegen die Großen geht und diese möglichst noch aus unmittelbarerer Nähe Kollerbecks kommen. Uns mag es recht sein. Fraglich bleibt trotzdem, was gehen könnte, wenn die Grün-Weißen diese Tugenden immer abrufen könnten.
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Tim Ewers, Jan Dyballa, Simon Reinhard, Marvin Köhne, Michael Meyer, Marc Neumann, Sven Abitz (67. Torben Rheker), Lukas Meyer, Raphael Föst, Alexander Rheker