Glanzlos, aber glücklich
SVK schlägt FC Aa Nethetal 2:1
(svk) Ein spielerischer Leckerbissen war es nicht gerade, der den zahlreichen Zuschauern im Kollerbecker Rehbergstadion am vorletzten Sonntag geboten wurde. Zu sehr merkte man den Akteuren auf dem Platz die anstrengenden Maifeierlichkeiten der beiden Vortage an. Was jedoch am Ende für den SVK heraus kam, war ein wichtiger Arbeitssieg gegen den Tabellennachbarn FC Aa Nethetal. Wichtig deshalb, weil nur durch einen Sieg der Anschluss an die Tabellenplätze 3 (SG Bellersen/Bökendorf) und 4 (FC Aa Nethetal) sichergestellt werden konnte.
Was das Personal anging, wurde es mal wieder eng vor dem Spiel. Nicht nur, dass auf der Ersatzbank zum wiederholten Male nur Spieler Platz nahmen, die bereits zuvor 90 Minuten in der „Zweiten“ gespielt hatten. Auch der etatmäßige Libero André Struck war wegen roter Karte zu ersetzen gewesen. Die Wahl des Trainers war auf den Löwendorfer Andreas „Lui“ Ludwig gefallen, der diese Aufgabe – um es vorweg zu nehmen – bravourös meisterte.
Das Spiel selber allerdings begann weniger bravourös. Zwar stimmte zu jedem Zeitpunkt die kämpferische Einstellung beider Mannschaften. Auf der anderen Seite waren aber auch sehr viele Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten zu verzeichnen. Und so dauerte es eine gute Viertelstunde, bis Sascha Niemeier zum ersten Mal in sein Können unter Beweis stellen konnte. Und auch danach plätscherte das Spielchen so dahin und wäre mit Sicherheit noch eine Weile weiter geplätschert, wenn da nicht diese verunglückte Flanke vom Sabbenhausener Jörg Hundertmark gewesen wäre. Ob dieser Ball auch alleine den Weg ins Tor gefunden hätte, das wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben, denn Carsten Rheker sorgte für klare Verhältnisse und drückte den Ball problemlos über die Linie. 1:0 also noch 25 Minuten und - weil danach nicht mehr viel passierte – auch nach 45 Minuten.
Nach der Halbzeit dann ein wenig mehr Elan. Ein paar Chancen hüben wie drüben, jedoch ohne Rasse. Und so dauerte es mit dem nächsten Aufreger bis zur 63. Minute, als der Ball bereits im Kollerbecker Gehäuse lag, vorher jedoch die Torauslinie überschritten hatte. Glück für den SVK, dass der sehr umsichtige Schiedsrichter Dieter Groß zu Recht in dieser Situation auf Abstoß entschied.
In der 68. Minute dann mal wieder einer dieser mittlerweile in der B-Liga gefürchteten Auftritte von Carsten Rheker. Auf Höhe der Mittellinie schnappte er sich an der rechten Außenbahn einen Abschlag von Sascha Niemeier, tankte sich unnachahmlich durch die gesamte Hintermannschaft des FC Aa Nethetal und schob mit sprichwörtlich allerletzter Kraft den Ball am Torwart vorbei in Richtung langes Eck. Bis zum Torschrei mussten sich die Kollerbecker Fans jetzt allerdings noch ein wenig gedulden. Denn getreu nach dem Motte „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss“ hatte der Kollerbecker Goalgetter gerade einmal so viel Kraft in diesen Schuss gelegt, dass erst die letzte Umdrehung des Ball dafür sorgte, dass der Ball die Linie überschritt: 2:0.
Und dieses 2:0 hätte auch bis zum Ende des Spiels Bestand gehabt, wenn nicht bereits in der Nachspielzeit eine weitere Unkonzentriertheit im Kollerbecker Spiel für einen erneuten Ballverlust im Mittelfeld gesorgt hätte. Über diese Ergebniskosmetik von Seiten des FC Aa Nethetal hinaus brannte aber nichts mehr an, sodass es schlussendlich bei einem aufgrund der starken kämpferischen Leistung verdienten 2:1 für den SVK blieb.