15.03.2015
Einstand nach Maß für SVK-Trainer David Mc Curry
Kollerbeck siegt beim FC Blau-Weiß Weser II mit 6:0
(svk) Beverungen (krü). Ja was soll man jetzt von diesem Spiel halten? Der SV Kollerbeck gewann das erste Spiel nach der langen Winterpause klar und deutlich mit 6:0 gegen die Reserve des Bezirksligisten FC Blau-Weiß Weser. Allerdings waren die Fusionierten aus Beverungen und Lauenförde dermaßen schwach, dass man sich hüten sollte, das Spiel überhaupt mit einem Maßstab zu belegen. Dem SVK und seinem neuen Trainer David McCurry wird’s aber egal gewesen sein. Auch gegen solche Gegner muss man erst einmal ein halbes Dutzend Tore geschossen haben. Dreimal Michael Meyer, Marvin Köhne, Marc Neumann und Raphael Föst waren die Torschützen für die grün-weißen Gäste.
Vor dem Spiel bot sich den wenigen mitgereisten Kollerbecker Fans eine ziemlich veränderte Mannschaftsaufstellung. Für den verletzten Torhüter Jens Schölzel stand Oldie Sascha Niemeier zwischen den Pfosten, auf den Außenverteidigerposten standen mit Simon Reinhard und Marius Marx zwei Spieler, die im letzten Jahr vorwiegend in der Kollerbecker Zweiten gespielt hatten und im vorderen Mittelfeld wurde der syrische „Neuzugang“ Nawwar anstelle des zuerst unpässlichen Goalgetters Raphael Föst aufgeboten. Eine schon recht gewöhnungsbedürftige Startelf. Zumal der Trainer an der Seitenlinie auch bisher nur in Sommerseller Grün-Weiß bekannt war. Dass angesichts dieser doch schon revolutionären Konstellation die Gäste aus dem Nordkreis drei immens wichtige Zähler gegen einen unmittelbaren Kontrahenten im Kampf um den Verbleib in der A-Liga einfahren konnten, kann nur als Erfolg auf der ganzen Linie verzeichnet werden.
Nach anfänglichem vorsichtigen Abtasten war es Kollerbeck, das in der 7. Spielminute den ersten Big-Point setzte. Nach einer langen Rechtsflanke zog der aufgerückte Abwehrchef Jan Dyballa volley aus halblinks ab und Michael Meyer hatte keine Mühe, den vom Torhüter nur unzulänglich abgewehrten Ball in die Maschen zu dreschen. Bis zum 2:0 in der 24. Minute hätte der SVK schon deutlicher führen können, doch Lukas Meyer und eine hektisch agierende FC-Hintermannschaft blieben erfolglos. Bis zum Seitenwechsel sorgte dann Marvin Köhne noch für klare Verhältnisse. In der 42. Spielminute ließ der offensiv eingesetzte Ex-Verteidiger seinen Gegenspieler mühelos stehen und vollende sicher zum 3:0-Pausenstand.
Nach dem Wechsel plätscherte das insgesamt recht unspektakuläre Spiel weiter vor sich hin. Kollerbeck leistete sich zwar überraschend viele Fehlpässe, doch die Weserstädter wussten aus diesem Manko keinen Profit zu ziehen. Als dann in der 58. Spielminute auch noch ein FCler nach Gelb-Rot des Feldes verwiesen werden musste, gab niemand mehr einen Pfifferling auf die allenfalls B-Liga-Niveau bietenden Gastgeber. Und Kollerbeck hätte auch gut und gerne noch mehr als die sechs Gegentreffer erzielen können, wenn man mit mehr Konzentration ans Werk gegangen wäre.
Die dickste Chance vergab aus nur zwei, drei Metern Rechtsaußen Lukas Meyer nach genau einer Stunde. Nach einer Abklatsche des Beverunger Torhüters brachte es der Kollerbecker Stürmer fertig, das Leder über das völlig verwaiste Tor hinweg in die Wolken zu hämmern. Doch dieser Fauxpas blieb ohne Auswirkungen. Zumal nur vier Minuten später Raphael Föst nach langem Pass von Simon Reinhard auf 4:0 erhöhte. In der 75. Minute war es dann Kapitän Marc Neumann der das 5:0 erzielte und in der 88. Spielminute verwandelte Michael Meyer einen Foulelfmeter zu seinem dritten Treffer.
Was dieser Sieg neben der Tatsache, dass der SVK sich Luft nach unten verschaffen konnte, wert ist, wird sich schon nächsten Sonntag zeigen, wenn die Warburger Sportfreunde ihre Visitenkarte im Rehbergstadion abgeben. Hier jetzt zu spekulieren, ob die Elf vom Beverungen Spiel schlagkräftig genug ist, verbietet der Anstand. In den nächsten Partien zählen nur Fakten in Form von Tore.
Der SVK spielte mit: Sacha Niemeier; Alexander Rheker, Jan Dyballa, Marius Marx (75. Tim Ewers), Simon Reinhard, Marc Neumann, Sven Abitz, Michael Meyer, Lukas Meyer (78. Jan Happe), Marvin Köhne, Nawwar (46. Raphael Föst)