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06.10.2014

7:2-Kantersieg beim Oktoberfest gegen TuS Lüchtringen

SV Kollerbeck bot Unterhaltung vom Feinsten

(svk) Kollerbeck (krü). Hier passte Alles! Bei bestem Herbstwetter präsentierte sich die Kollerbecker Maaßen-Truppe gegen einen keineswegs schwachen Aufsteiger aus Lüchtringen in nie gekannter Verfassung. Von der ersten bis zur letzten Minute rannten und kämpften die Grün-Weißen ohne Unterlass. Dass so ganz nebenbei dann auch noch sieben Tore fallen sollten, erfreute die zahlreichen Zuschauer auf dem Kollerbecker Brink umso mehr. Im Rahmen des Oktoberfestes hatte SVK-Coach Raphael Maaßen eine völlig neue Abwehrreihe aufgeboten, die gleich voll einschlug. Im Sturm glänzten Raphael Föst mit vier Toren, sowie der wieder genesene Pascal Ewers mit drei Treffern.

Vor der Partie hatte Kollerbecks Trainer Raphael Maaßen aus der Not eine Tugend gemacht und eine Abwehrreihe aufgestellt, die so noch nie zusammen gespielt hatte. In der Mitte verteidigte neben Kapitän Marc Neumann der junge Timm Ewers. Rechts stand der aus der „Zweiten“ hoch geholte Simon Reinhard und links ackerte und fightete Marvin Köhne, der sonst so gar nichts mit der Defensive zu tun haben wollte. Aber was blieb dem SVK-Coach auch anderes übrig. Jan Dyballa saß mit Krücken am Rand, Andreas Koch hat diese unangenehmen Gehhilfen zwar schon beiseite gelegt, aber wann er ins Team zurück kommt, ist völlig unsicher. Dominik Abitz weilte noch beim Oktoberfest und Alexander Rheker laborierte immer noch an seiner Oberschenkelzerrung herum.

Vor diesem Hintergrund ist das, was der SV Kollerbeck seinen vielen Fans am Sonntag bot, schon ein kleines Fußballwunder. Jedem Ball wurde nachgesetzt, selbst überfallartig vorgetragene Angriffe der starken Lüchtringer überstand man am Ende schadlos, wenn auch aus einem sehr frühen 1:0 binnen zehn Minuten ein 1:2-Rückstand wurde. In der 7. Spielminute war es Raphael Föst, der einen zurück springenden Lattenkopfball von Pascal Ewers zum viel umjubelten Führungstreffer eindrückte.

Doch der enorm spielstarke Aufsteiger von der Weser zeigte sich nicht lange sonderlich geschockt. In der 12. Spielminute rannte der mit Abstand beste Mittelfeldregisseur der Gelb-Schwarzen quasi über den halben Platz, um am Ende völlig problemlos zum 1:1-Ausgleich einschieben zu können. Und keine vier Minuten später ging Lüchtringen dann sogar in Führung. Erneut war es der wieselflinke Mittelfeldmann, der seinen Linksaußen mustergültig frei spielte und schon stand es 2:1 für den Gast von der Weser. Doch zum Glück für die Kollerbecker, sollte der Ausgleich nicht lange auf sich warten lassen. Keine 60 Sekunden später war es Pascal Ewers, der den Ball volley nahm und ansatzlos zum Remis egalisierte.

Bis zur Pause boten beide Teams ihren Anhängern weiter viele Torszenen und erstaunlich sicheren Kombinationsfußball, gepaart mit schnellen Tacklings. In der 21. Minute scheiterte so Michael Meyer nach Vorarbeit von Raphael Föst am Gästekeeper und drei Zeigerumdrehungen später war es dann ein Lüchtringer Verteidiger, der das Leder in höchster Not von der Torlinie kratzen konnte. Aber auch Lüchtringen hatte seine Chancen. So in der 29. Minute, als Jens Schölzel das Leder mit dem Fuß parieren musste und in der 39. Minute, als erneut höchste Eisenbahn für das SVK-Tor war.

Aber Kollerbeck blieb immer einen Tuck vorne. So reihte sich neben Großchancen für Pascal Ewers (32. Minute), Raphael Föst und Markus Esche (33.) und erneut Raphael Föst in der 37. Spielminute das 3:2 durch Pascal Ewers ein, als der jederzeit torgefährliche Rückkehrer eine Ecke von Raphael Maaßen ins Tor einnicken konnte (36. Minute).

Nach dem Wechsel mussten beide Teams dem enorm hohen Tempo verständlicherweise ein wenig Tribut zollen, aber Tore fielen munter weiter. Allerdings nur noch auf Kollerbecker Seite. Und so wurde der Gast von der anderen Weserseite förmlich unter Wert geschlagen. Denn fünf Tore war man dem SVK nie und nimmer unterlegen. Aber Kollerbeck hatte am Sonntag einfach einen „Killerinstinkt“, der selten zu sehen ist. So war es in der 57. Minute Raphael Föst, der einen brandgefährlichen Freistoß der Gäste mit einem blitzschnellen Konter zum 4:2 beantworten konnte.

Und in den letzten 20 Minuten zeigte der SVK dann, dass man sich in der Offensive in der Konstellation vom Lüchtringenspiel vor keiner anderen A-Liga-Mannschaft verstecken muss. Brachte es Markus Esche noch in der 69. Minute fertig, den Keeper der Gäste auszuspielen, um dann das Leder neben das Tor zu platzieren, wo machten es Raphael Föst und Pascal Ewers kurz danach bedeutend besser. In der 73. Minute erhöhte Ewers auf 5:2 und mit einem Doppelpack in der 81. und 82. Minute stellte Raphael Föst den 7:2-Endstand her.

Jetzt einen Blick auf die nächsten Spiele zu werfen, kann nur glänzende Augen bescheren. Zumal sich die Personalsituation in den nächsten Tagen und Wochen durch die Rückkehr der Abitz-Brüder und die Geneseung von Alex Rheker verbessern dürfte. Aber wie schnell es im Fußball gehen kann, musste Raphael Maaßen gleich zu Beginn dieser Serie feststellen, als ihm mit einem Male kaum noch Spieler zur Verfügung standen. Also lassen wir jegliche Prognose und freuen uns einfach auf das, was da kommen mag. Schließlich ist es auch viel interessanter, sich von Sonntag zu Sonntag überraschen zu lassen, als wenn alles nach Plan abläuft.

Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Marc Neumann, Tim Ewers, Simon Reinhard, Narvin Köhne; Michael Meyer, Raphael Föst, Markus Esche,  Raphael Maaßen, Lukas Meyer und Pascal Ewers. Eingewechselt wurden Torben Rheker und Jonas Stecker.