14.09.2014
„Wenigstens nicht zweistellig“
SVK-Rumpftruppe beim 1:7 in Nieheim völlig chancenlos
(svk) Nieheim (krü). Eine derart klare Schlappe hat der SV Kollerbeck seit Jahren nicht mehr bekommen. Im Spiel gegen den haushohen Meisterschaftsfavoriten FC Nieheim musste man wirklich ständig auf die Uhr schauen, um zu sehen, ob noch eine zweistellige Packung drohen könnte. Doch am Ende beließen es die Weberstädter beim 7:1. Das Tor für die Grün-Weißen erzielte Markus Esche nach Vorarbeit von Raphael Föst sechs Minuten vor dem Spielende.

Und was alle befürchtet hatten, trat dann auch sofort ein. Nach 13 Minuten stand es schon 3:0 für den zusammen gekauften Tabellenführer. Die routinierten Stürmer der Ruberg-Truppe nutzten jedes sich nur hauchdünn abzeichnende Zögern aus und droschen die Kugel vehement in die Maschen. Dass es zum Seitenwechsel „nur“ 4:0 stand, lag auch daran, dass Kollerbeck im Mittelfeld und Angriff gar nicht mal so schlecht spielte. Raphael Maaßen und Michael Meyer ließen das Leder öfters schön durch die eigenen Reihen laufen, doch wohlgemerkt. Es stand schon 3:0 und Nieheim spielte mit angezogener Handbremse.
Immer dann, wenn die Bezirksligaabsteiger die Bremse lösten, brannte es aber auch lichterloh. So in der 35. Minute, als Nils Krüger einen Schritt zu spät kam und den gegnerischen Stürmer im Sechszehner von den Beinen holte. Der fällige Strafstoß landete zum 4:0 hoch im oberen rechten Eck. Als dann sofort nach dem Seitenwechsel das 5:0 fiel, gab niemand mehr einen Pfifferling auf Grün-Weiß und ein einstelliges Ergebnis. Zu deutlich war die Dominanz des Tabellenführers. Aber Kollerbeck gab nie auf und spielte soweit es ging munter mit. Dass dann kurz vor Schluss noch der Ehrentreffer durch Markus Esche fallen konnte, war Lohn für die lobenswerte Einstellung.
Wie es jetzt weitergehen kann, soll sich unter der Woche entscheiden. Zum einen geht es darum, ob einige der Verletzten wieder fit werden und zum anderen sollen einige derzeit unpassende Randbedingungen abgestellt werden. Wo aber die so bitter notwendigen Defensivleute her kommen sollen, steht noch in den Sternen. Ob hier bis Sonntag gegen Scherfede schon etwas erreicht werden kann, ist mehr als fraglich.
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Tim Ewers, Nils Krüger (65. Marius Marx), Simon Reinhard, Dominik Abitz, Michael Meyer, Raphael Föst, Markus Esche, Torben Rheker (61. Jona Stecker), Raphael Maaßen (80. Pascal Wieneke), Lukas Meyer
Wie seine Nebenleute stand auch Tim Ewers heute mächtig unter Druck