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01.09.2014

Nach 2:0-Führung noch 5 Dinger kassiert

Warburg nutzt Schwachpunkt des SVK gnadenlos aus

(svk) Warburg (krü/RM). „Es ging immer nur nach Vorne“, waren die ersten Worte von Kollerbecks neuem Spielertrainer Raphael Maaßen, als er am Tag nach der 2:5 Klatsche beim Aufstiegsfavoriten Warburg 08 auf den Spielverlauf angesprochen wurde. Innerhalb von 10 Minuten drehten die Jungs vom ehemaligen Oberligakicker Ludger Krull ein in jeder Phase packendes und mitreißendes Spiel. Die 2:0-Führung durch Michael Meyer (44., Elfmeter) und Markus Esche (46., Kopfball nach Ecke) wurde zwischen der 55. und 65. Spielminute vom Gastgeber in eine 4:2-Führung durch zweimal David Böhm, Albert Götte und Christian Rasche umgewandelt. Mit dem Schlusspfiff fiel dann sogar nach der fünfte Gegentreffer durch Sebastian Rudolph.

„Wir haben einfach zu wenige Defensivleute. Mit Jan Dyballa, Tim Ewers und Dominik Abistz standen mir in Warburg gerade einmal drei gelernte Abwehrspieler zur Verfügung“, zeigte Raphael Maaßen ein Manko auf, das sich auch schon in den Partien gegen Stahle und Weser II andeutete. Doch während es die ersten beiden Male gut ging, deckte der ehemalige Landesligist aus dem Südkreis diese entscheidende Schwäche gnadenlos auf. „Nach der Halbzeit hatte Warburg unser Spiel durchschaut und daraus genau die richtige Taktik abgeleitet“, weiß Kollerbecks Trainer durchaus um den Knackpunkt im SVK-Spiel. Jeder Abspielfehler im Sturm oder Mittelfeld wurde umgehend genutzt, um über blitzschnelle Konter über die Außen für Gefahr fürs Tor von Jens Schölzel zu sorgen.
 
„Allerdings verlieren wir nicht, weil unsere Dreierkette die Gegner nicht halten kann, sondern ein Spiel wird immer von elf Spielern vergeigt“, meinte Maaßen in Anspielung auf die weitgehend nur offensiv ausgerichteten Kollerbecker Mittelfeldleute. „Da kam kaum einer zurück und dann stehen die drei hinten schnell auf verlorenem Posten“, so der SVK-Coach.
 
Bei einer Dreierkette rächen sich Abspielfehler, gepaart mit fehlendem Nachsetzen umso mehr. Von daher überlegt der Kollerbecker Trainer auch, in den  beiden nächsten schweren Spielen gegen Altenbergen/Vörden und in Nieheim eventuell auf eine Viererkette umzustellen. „Aber dazu brauche ich Defensivleute.“ Die stehen in Alexander Rheker und vielleicht Torben Rheker („Ich weiß nicht, was der defensiv kann“) zur Verfügung. Das entbindet die offensiv ausgerichteten Führungsspieler wie Pascal Ewers und Michael, sowie Lukas Meyer aber keinesfalls von Abwehraufgaben. „Nach einem Ballverlust stehen bleiben, geht einfach nicht“, weiß der SVK-Übungsleiter haargenau woran es derzeit mangelt. Jetzt gilt es „nur“ noch, aus diesem Wissen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
 
So attraktiv die Spielweise des SVK-2014 auch ist. So nervenaufreibend und zermürbend sind die leider daraus resultierenden Schwächen im Deckungsbereich. Manchmal geht so etwas dann gut, aber manchmal fängt man sich dann auch eine richtige Klatsche, wenn der Gegner um diese Schwächen weiß. Im Ortsderby gegen Altenbergen/Vörden wird Raphael Maaßen auf jeden Fall eine Truppe ins Spiel schicken, die sich kaum noch einmal so klassisch abziehen lässt. Dafür wissen die Grün-Weißen einfach um die Bedeutung dieses Derbys über Wochen und Monate hinaus.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel; Tim Ewers, Jan Dyballa, Dominik Abitz, Michael Meyer, Marc Neumann, Pascal, Ewers, Raphael Föst, Markus Esche, Torben Rheker (70. Raphael Maaßen), Lukas Meyer.

 
Sein Überblick ist auch nach hinten gefordert: Spielmachen Michael Meyer