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01.05.2014

Jan Dyballa ist mit drei Toren Matchwinner

SVK gewinnt Derby in Bredenborn mit 4:1

(svk) Bredenborn (krü). Und wieder hallte es „Derbysieger, Derbysieger“ durch den Bredenborner Eichenwald, als nach dem Spiel der Grün-Weißen beim SV Bredenborn die Kollerbecker Spieler überglücklich ihren mittlerweile schon Tradition gewordenen Siegestanz hinlegten. Alle vier Spiele gegen die Ortsrivalen Altenbergen/Vörden und Bredenborn konnte die Dölitzsch-Truppe siegreich gestalten. Dreifacher Torschütze in einem sehr guten, überlegen gestalteten Spiel war Defensivmann Jan Dyballa. Den vierten Treffer beim klaren 4:1-Sieg steuerte der kurz zuvor eingewechselte Lukas Meyer bei. Die mitgereisten Kollerbecker Zuschauer sahen von ihrer Truppe über weite Strecken das wohl beste Spiel der Saison. Schade nur, dass die Bredenborner „Germanen“ nach dieser Klatsche im nächsten Jahr höchst wahrscheinlich eine Klasse tiefer spielen müssen. Nachbarschaftsduelle dieser Art werden nach der Neugruppierung der Kreisliga A leider nur noch Seltenheitswert haben.

Vor der Partie waren die Karten klar verteilt. Bredenborn hatte nach dem 4:3 Sieg in Vinsebeck am letzten Sonntag noch einmal Morgenluft im Abstiegskampf geschnuppert und Kollerbeck brauchte noch einen Dreier, um sich endgültig für die eingleisige Kreisliga A zu qualifizieren. Wer da geglaubt hatte, ein taktisch vorsichtiges Spiel präsentiert zu bekommen, der sah sich schnell eines Besseren belehrt. Praktisch über die gesamten 90 Minuten hinweg boten beide Teams ein offen geführtes, spielerisch ansehnliches Match, bei dem die Gäste aus Kollerbeck aufgrund ihrer spieltechnischen Überlegenheit am Ende verdient den Platz als Sieger verlassen konnten.
 
Bis auf die zehn Minuten zwischen der 10. und 20. Spielminute hatte Kollerbeck deutlich Oberwasser. Aber diese besagten zehn Spielminuten hatten es schon in sich. Da drückte Bredenborn nämlich mächtig aufs Gaspedal und die „Germanen“ kopierten ein ums andere Mal die „Königlichen“ aus Madrid, die am Abend zuvor den FC Bayern ganz alt aussehen ließen. In der 15. und 17. Minute konnte David Fuhrmann im Kasten der Kollerbecker noch gut parieren, doch in der 20. Spielminute war der sehr gut eingeschlagene Ersatzkeeper der „Grün-Weißen“ machtlos. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld brachten die Bredenborner das Leder blitzschnell über rechts in die Nähe des SVK-Strafraums und der scharf herein gegebene Pass des in den ersten 45 Minuten überragenden Hakan Uzun donnerte der wieselflinke Rene Müller aus etwa 16 Metern volley in die Kollerbecker Maschen.
 
Wer sich zu diesem Zeitpunkt an das DFB-Pokalspiel zu Beginn der Saison erinnert fühlte, als der SVK gegen wie entfesselt auftrumpfende „Germanen“ mit 3:0 unter ging, konnte sich aus Kollerbecker Sicht allerdings schnell beruhig zurück lehnen. Gerade einmal zehn Minuten nach der Führung der Söthe-Elf glich die Dölitzsch-Truppe aus. Einen Freistoß des am Mittwoch wieder einmal überragenden Raphael Föst drückte der hoch auf gestiegene „Sechser“ Jan Dyballa unhaltbar mit dem Kopf in die Maschen. „Ich habe seit Föstermann vor über 40 Jahren nicht mehr einen solch wuchtigen Kopfstoß gesehen“, geriet SVK-Fan Andreas Fuhrmann förmlich ins Schwärmen und wähnte sich an den legendären SV-Mittelstürmer Friedel Eikermann in den 70er Jahren erinnert.
Als derselbe Spieler dann nur acht Minuten später eine Rechtsflanke im Fallen erneut über die Linie drückte, war zumindest so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Allerdings geriet dieser knappe Vorsprung direkt nach dem Seitenwechsel noch einmal kurz in Gefahr, als Christian Föst auf dem nassen Rasen ausrutschte und so den Gastgebern eine sehr gute Chance schenkte. Allerdings überstand der SVK diese sehr brenzlige Situation mit etwas Glück, als Marvin Köhne das Leder in höchster Not von der Linie kratzen konnte. Direkt im Gegenzug dann aber der Knock-Out für Bredenborn. Der immer stärker werdende Comebacker Michael Meyer fand mit seinem Freistoß den hoch aufgeschossenen Jan Dyballa und der nickte dann mit ein wenig Unterstützung des Bredenborner Keepers zum 3:1 ein. Drei Tore in einem Spiel. Erfolgreicher und besser konnte der junge Mittelfeldmann des SVK seine glänzende Leistung wohl kaum krönen. 
 
Danach fand eigentlich nur noch Kollerbeck statt. Drei mal Raphael Föst und einmal Pascal Ewers hatten in der 57., 59., 64. und 65. Spielminute hundertprozentige Chancen, den Sack komplett zuzumachen. Allerdings sollte es dann doch noch bis zur 81. Spielminute dauern, ehe der kurz zuvor eingewechselte Lukas Meyer nach einem schönen Solo von Raphael Föst zum 4:1-Endstand einnetzen konnte.
 
Gegenüber dem Bergheim-Spiel vier Tage zuvor hatte sich der SVK deutlich gesteigert und eine Leistung auf den Rasen gelegt, die man der Truppe in der Form eigentlich nicht mehr zugetraut hatte. Der Ball lief wie am Schnürchen, das Mittelfeld wurde klar beherrscht, im Sturm entfachten Raphael Föst und Pascal Ewers ein ums andere Mal wahre Freudenfeuer und endlich stand auch mal wieder die Abwehr. Insbesondere der zum Linksverteidiger umfunktionierte Marvin Köhne zeigte nie gekannten Biss. Mit seiner Schnelligkeit und Technik kaufte er seinem Konterpart oftmals den Schneid ab. Und beinahe jeder Ball wurde an den Mann gebracht. Nicht umsonst kamen über seine Seite die gefährlichsten Angriffe.
 
Nach diesem Derbysieg können die Planungen und Vorbereitungen für eine weitere A-Liga-Saison endgültig angegangen werden. Mit der am Mittwoch gezeigten Leistung könnte sogar noch der Sprung unter die Top-Drei der Liga gelingen.
 
Der SVK spielte mit: David Fuhrmann; Tim Ewers, Christian Föst, Marvin Köhne, Jan Dyballa (75. Alexander Rheker), Martin Rheker, Michael Meyer (84. Jonas Stecker), Marc Neumann, Torben Rheker (75. Lukas Meyer), Pascal Ewers, Raphael Föst

So sehen Matchwinner aus: Fortan firmiert er unter dem Namen Jan DerbyDyballa