06.10.2013
In zwei Minuten zum Dreier
SVK schlägt Albaxen mit 4:3
(svk) Der SVK bezwingt mit dem Mute der Verzweiflung den SV Albaxen mit 4:3. Nach dem zwischenzeitlichen 3:1 für den Gast von der Weser schafften es die Kicker um Kapitän Marc Neumann tatsächlich noch, das Spiel zu drehen. Dabei fielen die Tore zum Ausgleich und Sieg in den Spielminuten 90 und 91. Spannung pur also im Rehbergstadion, die so aber nie und nimmer nötig gewesen wäre. Zu dominant waren die Kollerbecker im Laufe des Spiels aufgetreten. Wenn man dann aber selbst die so genannten 100%igen nicht macht und hinten ab und zu in den Tiefschlaf fällt, dann braucht man sich am Ende nicht wundern, wenn es so eng mit einem Sieg gegen einen Tabellenletzten wird.

Apropos grausam. Grausam war das Spiel bis zu dieser Endphase nicht unbedingt. Schön anzusehen war es allerdings auch nur bedingt und das vor allem aufgrund der vielen, vielen Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Beide Defensivreihen hatten sich genug Aussetzer geleistet, um diese überhaupt möglich zu machen.
Schon in der ersten Halbzeit ergaben sich Chancen genug für den SVK. Doch egal, ob nun Jan Golüke, der die Einladung eines verwaisten Tores nicht annimmt (12.), Pascal Ewers (20.), Christian Föst (27.) oder auch Lukas Meyer, der alleine aufs Tor zuläuft und den Ball am Tor vorbei legt (29.): Keiner vor ihnen konnte seine Möglichkeit nutzen. Da musste halt eine Kuriosität zum Führungstreffer herhalten. Das Spiel schrieb die 33. Spielminute, als sich Pascal Ewers weit, weit auf der rechten Seite dachte, den Ball mal in die Mitte zu bringen. Oder wollte er doch aufs Tor schießen? Vermutlich weiß nur er selber die Wahrheit. Schlussendlich senkt sich der Ball aus gut und gerne dreißig Meter einigermaßen unhaltbar für den gegnerischen Torwart in dessen Kasten. Na, wenn das mal nicht ein geplatzter Knoten war…
Wenn er es denn war, dann zahlte sich das jedoch überraschenderweise nur für den Gast aus. Es dauerte nämlich nur fünf weitere Minuten, ehe Albaxen urplötzlich in Führung lag. Gegentor Nummer eins folgte auf einen Freistoß, der per Kopf verlängert und per Fuß ins Netzt befördert wurde (35.). Und beim Gegentor Nummer zwei hatte dann Keeper Jens Schölzel gütige Mithilfe geleistet. Anlässlich eines langen Balls war er richtigerweise aus seinem Tor und Sechzehner geeilt. Dass er dann jedoch den Ball mit dem Fuß verfehlte, das war so nicht eingeplant gewesen (39.). Dumm gelaufen!
Trotz weiteren Großchancen für den SVK in Person von Jan Golüke (43., 45.) und Pascal Ewers (45.+1) ging es mit einem 1:2 in die Pause. Danach das gleiche Bild. Der SVK spielte, der SVA machte die Tore. So geschehen in der 55. Spielminute. Einmal mehr war die Kollerbecker Defensive kollektiv in den Tiefschlaf verfallen und es stand 1:3.
Jetzt riskierte der SVK gezwungenermaßen immer mehr, kam jedoch bis zur 75. Spielminute nicht zum Erfolg. Dann jedoch schlug die Viertelstunde des Martin Skatulla. Er wuchtete einen Freistoß von Torben Rheker mit dem Kopf in die Maschen. Und am Ende war es dann wieder Martin Skatulla, der mit seinem 3:3 in der 90. Spielminute die eingangs erwähnten furiosen Schlussminuten einleitete. Das Sahnehäubchen auf das Spiel setzte dann der eingewechselte Mario Mugabe mit dem Siegtreffer zum 4:3.
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Marc Neumann, Dominik Abitz, Lukas Meyer (77. Marvin Köhne), Martin Skatulla, Martin Rheker, Pascal Ewers, Christian Föst, Torben Rheker, Jan Dyballa (65. Rafael Föst), Jan Golüke (70. Mario Mugabe)
Hat verlauten lassen, ab dem Winter wohl wieder für seinen Heimatverein Fürstenau/Bödexen auflaufen zu wollen: Martin Skatulla