29.08.2013
Steigerung im zweiten Durchgang beschert zweiten Saisonsieg
SVK schlägt Rolfzen 3:1
(svk) Nach zwei Auftaktniederlagen holte der SVK nun den zweiten Dreier in Folge. Am Donnerstagabend war es die Spielvereinigung aus Rolfzen, Sommersell und Entrup, die mit einer 1:3-Niederlage die kurze Heimreise antreten konnte. In einem nicht hochklassigen, aber stets unterhaltsamen und leidenschaftliche geführten Partie waren es am Ende Christian Föst und Mario Mugabe, die die Kollerbecker Tore erzielten. Christian Föst traf sogar zwei Mal. Beide Male vom Elfmeterpunkt.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Zahlreiche Zuschauer hatten sich nach dem Anpfiff womöglich noch gar nicht dem Spielfeld zugewandt, da hätten die Gäste schon in Führung liegen müssen. Zu viert liefen sie auf einen Kollerbecker Verteidiger zu, brachten jedoch ein Kunststück fertig und den Ball nicht im Kasten unter. Sascha Niemeier hatte mit Glück gerettet. Nicht zum letzten Mal am heutigen Tag.
Danach verflachte das Spiel jedoch zusehends und es dauerte eine geschlagene halbe Stunde, bis die erste richtige Kollerbecker Torchance notiert werden wollte. Zu diesem Punkte waren die Gäste schon längst zu ihrem ersten Wechsel genötigt worden. Der Rolfzener Torwart hatte sich bei einem Abschlag verletzt und sich am Boden gekrümmt. „Wohl Hexenschuss“ lautete die erste Diagnose.
In der 31. Spielminute durfte sich der neue Keeper dann zum ersten Mal beweisen. Zum Glück für den SVK ohne Erfolg. Er hatte sich zum ersten Mal an diesem Abend Christian Föst gegenüber gesehen, der sich den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht gelegt hatte. Vorangegangen war ein Foul an Raphael Föst. Der Elfer war jedoch unhaltbar und die Führung in der Tasche.
Schade nur, dass sie nicht lange Bestand hatte. Denn bereits in der 35. Spielminute war der Ball Torben Rheker im eigenen Sechzehner unglücklich an den Arm gesprungen und der Schiedsrichter aus Borgentreich hatte erneut auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Auch dieser Strafstoß saß und das Spiel begann wieder von neuem.
Auch nach 45 Minuten stand es immer noch 1:1. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich die Grün-Weißen nicht über einen Rückstand beschweren dürfen, doch in der 37. Spielminute flog Sascha Niemeier jeweils sehenswert und erfolgreich durch den Fünfer und fünf Minuten später war es Martin Rheker, der mit dem Glück des Tüchtigen schon am Boden liegend noch so eben seine „langen Flunken“ ausfahren und somit retten konnte.
In der zweiten Halbzeit kamen die die Kollerbecker besser ins Spiel. Jetzt waren sogar immer mal wieder sehenswerte Kombinationen und griffig vorgetragene Angriffe mit Abschlüssen zu bestaunen. Den Anfang machte Mario Mugabe in der 55. Spielminute per Flugkopfball. Da dieser jedoch nicht von Erfolg gekrönt war, versuchte er es nur drei Minuten später noch einmal mit dem Fuß. Dieses Mal zappelte der Ball im Netz. Die Vorarbeit hatten Marc Neumann mit einem Zuckerpass durch die Gasse und Pascal Ewers mit einer ebenso süßen wie herzhaften Hereingabe beigesteuert. Der schönste Angriff des Tages bis dahin.
Jetzt setzte der SVK den Gast zunehmend unter Druck und kam bis zum Spielende zu insgesamt vier Alutreffern durch Raphael Föst per Freistoß (65.), Lukas Meyer per Kopf (71.), Mario Mugabe per Fallrückzieher (ebenfalls 65.) und Sven Abitz (81.).
Weil die B-Note im Fußball jedoch bekanntlich nicht zählt, musste zur Sicherheit noch ein richtiges Tor her. Dieses servierte in der 68. Spielminute erneut Christian Föst, der sich in der 68. Spielminute zum zweiten Mal kein zweites Mal bitten ließ und einen Handelfmeter ohne mit der Wimper zu zucken im Tor versenkte.
Fürs Protokoll sei noch vermerkt, dass der Gast die letzten zwei Minuten aufgrund einer mehr als unnötigen roten Karte wegen Nachtretens mit zehn Mann spielen musste.
Der SVK verbuchte also die Punkte vier bis sechs und kann nach dem mehr als verpatzten Start erst einmal ein ganz klein wenig durchatmen. Gut so.
Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Christian Föst, Marc Neumann, Raphael Föst (65. Sven Abitz), Martin Rheker, Martin Skatulla, Dominik Abitz, Pascal Ewers, Mario Mugabe (75. Marvin Köhne), Jan Golüke (59. Lukas Meyer), Torben Rheker
Nicht nur vom Elfer aus eine sichere Bank: Christian Föst