Was ist nur mit dem SVK los?
1:4-Heimschlappe gegen Aufsteiger Blauweiß Weser II
(svk) Vor der Partie wunderte man sich schon, dass fast die komplette Mannschaft vom letzten Sonntag auflief. Dies verwunderte umso mehr, als dass die einzige Änderung den Austausch von Raphael Föst durch Mario Mugabe betraf. Die in Nieheim so schwache Abwehr blieb unverändert auf dem Platz. Allerdings war es mit Alternativen auch nicht sonderlich gut bestellt. Auf der Ersatzbank saß neben Raphael Föst nur noch Jan-Hendrik Golüke. Die Langzeitverletzten Andreas Koch und Michael Meyer mussten weiterhin enttäuscht auf der Auswechselbank Platz nehmen und ansonsten war niemand dort zu sehen. „Da wird sich unsere Mannschaftskasse freuen“, meinte Norbert Dölitzsch nur dazu.
Dass derzeit so einiges bei den Grün-Weißen nicht passt, merkte man sehr schnell. Die Körpersprache der in schwarz gekleideten Kollerbecker sprach Bände und der in den letzten Jahren so deutlich heraus gestellte Willen und Einsatz war kaum noch zu erkennen. Klar. Ein Reißer wie Michael Meyer und ein Abwehrbollwerk wie Andreas Koch fehlen an allen Ecken und Enden. Aber das allein kann und darf nicht als Entschuldigung angeführt werden für ein derart enttäuschendes Spiel wie gegen Blau-Weiß Weser II. Es ist einfach der Wurm drin.
Und dass ein Christoph Übensee mittlerweile in Beverungen spielt, sollte sich auch bis Kollerbeck rumgesprochen haben. Genau wie sonst in den Spielen gegen Amelunxen, machte der Rekordtorjäger der letzten 6 Jahre auch gegen Kollerbeck wieder seine Buden. Bereits nach 20 Minuten hatte der stets brandgefährliche Blondschopf zweimal eingenetzt. Und beide Treffer waren absolute Abziehbilder. Jedes Mal liefen zwei Kollerbecker Abwehrspielen als Begleiteskorte neben Übensee her und jedes Mal kam Jens Schölzel zu früh und zu weit aus seinem Kasten und schon stand es 2:0. Dass sogar der Hattrick drin war zeigt, dass man mit Christoph Übensee einfach nicht klar kommt. Und wer dachte, nach seiner Auswechslung in der Halbzeitpause wäre das Schreckgespenst verschwunden, der sah sich schnell getäuscht.
Nur 12 Minuten nach dem Wechsel erhöhte der Aufsteiger auf 3:0 und in der 71. Spielminute kam es mit dem 4:0 sogar noch dicker. Bis hierhin stimmte im Spiel der Grün-Weißen aber auch gar nichts. Kein Kampf, keine spielerische Linie, kein Aufbäumen. Dass es aber doch noch anders geht, blitzte dann für etwa fünf Minuten mal auf. Nach dem Ehrentreffer durch Jan Dyballa in der 75. Spielminute hatte der SVK noch drei hundertprozentige Chancen durch Christian Föst (Lattentreffer), Jan Dyballa (völlig frei vorm 49jährigen Keeper Pele Kleinschmidt) und Jan-Hendrik Golüke (wurde im letzten Moment geblockt).
Unterm Strich ist jetzt wohl mehr Seelenmassage angesagt. Denn derzeit sitzt einfach eine Blockade in den Köpfen. Nicht auszudenken, wenn am Sonntag noch in Riesel gegen Nethetal verloren wird und am Donnerstag dann Sommersell/Rolfzen die Punkte mit nimmt. Zur Zeit ist allenthalben Ratlosigkeit zu vernehmen.
Der SV Kollerbeck spielte mit: Jens Schölzel, Dominik Abitz, Martin Rheker, Martin Skatulla, Mario Mugabe (69. Jan-Hendrik Golüke), Alexander Rheker (50. Raphael Föst), Jan Dyballa, Pascal Ewers, Christian Föst, Stefan Klocke , Torben Rheker.