09.06.2013
Abschied mit fünf Toren
SVK – SG Dalhausen/Tietelsen/Rothe 5:1
(svk) Der SV Kollerbeck verabschiedet sich mit einem 5:1 gegen die SG Dalhausen/Tietelsen/Rothe aus der Saison 2012/2013. Vor nicht einmal einer Handvoll Anhänger der Gäse und ca. 100 Heimfans waren es Christian Föst (2), Jens Schölzel und Raphael Föst, die mit ihren Toren einen hochverdienten Sieg unter Dach und Fach schossen. Am Ende einer langen Saison stehen also Zahlen zu Buche, die ihresgleichen suchen. 23 Siege aus 30 Spielen, 72 Punkte, ein Torverhältnis von 81 zu 31 und ein bärenstarker zweiter Tabellenplatz. Fußballherz, was willst du mehr? Jetzt vielleicht einmal abgesehen vom Aufstieg…

Das allein brachte jedoch zumindest in der ersten Halbzeit nicht den gewünschten Erfolg. Noch war es nicht das Spiel, das man sich als geneigter Zuschauer von einem Saisonausklangspiel erwartete, bei dem es auf beiden Seiten nur noch um die berühmte goldene Ananas ging. Vieles blieb Stückwerk, vieles vollzog sich überhastet. Gleichwohl kam der SVK in schöner Regelmäßigkeit immer mal wieder zu guten bis mittelguten Torchancen. Allein der Torerfolg wollte nur einmal in Halbzeit Nummer eins gelingen. In der 25. Spielminute war es Christian Föst, der eine schöne Hereingabe von Sven Abitz zum 1:0 nutzen konnte. Der hatte übrigens nur zwei Minuten vorher mit einem seiner Füße noch in der Werbebande gehangen und nicht wenige Zuschauer hatten mit einer Verletzung gerechnet.
Der Gast von ganz weit weg hatte übrigens auch zwei Torchancen in der ersten Halbzeit. Bezeichnenderweise schrieb das Spiel bereits die 41. Spielminute, als Keeper Jens Schölzel erstmals ernsthaft ins Spielgeschehen eingreifen musste. Da jedoch rettete er spektakulär und hatte beim Nachschuss darüber hinaus noch das Glück des Tüchtigen, dass der Ball knapp am Winkel seines Gehäuses vorbei segelte.
Nach der Pause das gleiche Bild. Der SVK machte das Spiel, freilich ohne zu brillieren. Das war jedoch auch gar nicht nötig und ab einem gewissen Zeitpunkt vielleicht auch nicht mehr möglich, als es dann Mitte der zweiten Halbzeit zu regnen begann. Gut, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 2:0 stand. Dieses Mal hieß der Torschütze Sven Abitz, der aus abseitsverdächtiger Situation abstauben konnte, als Lukas Meyer mit seinem Schuss aus 14 Metern noch am rechten Torpfosten gescheitert war (61.).
Zum Gegentor kam es in der 72. Spielminute, als die SVK-Abwehr weit aufgerückt und ausnahmsweise mal nicht unbedingt so sauber organisiert gewesen war. Sollte es jetzt noch einmal spannend werden? Nein, tat es nicht, denn im Gegenzug fiel das 3:1 für den SVK und der Drops war gelöscht. Der eingewechselte und für jede Menge Wirbel sorgende Raphael Föst war regelwidrig im Sechzehner zu Fall gebracht worden und Jens Schölzel hatte – nach kurzer mannschaftsinterner Diskussion – den fälliger Elfer cool im Gästetor versenkt (73.).
Nur eine Minute später dann das schönste Tor des Tages. Wieder war Raphael Föst am Ball gewesen und hatte hasengleich einen Haken nach dem anderen geschlagen und so manchen seiner Gegenspieler ganz schlecht aussehen lassen. Irgendwann hatte er dann frei nach dem Motte „Weißt du nicht wohin mit dem Ball, dann ins Tor“ denselben einfach mal ansatzlos im rechten, oberen Eck versenkt (74.).
Nur weitere vier Minuten später war es dann sein Bruder Christian Föst, der mit seinem zweiten Tor am heutigen Tag einen mehr als würdigen Schlusspunkt unter eine SVK-Saison setzte, die als eine der besten in die Geschichtsbücher des SV Kollerbecker eingehen dürfte. Dass es wiederholt nicht zum Aufstieg reichte, sollte die Freude über die gezeigten Leistungen nicht allzu sehr mindern. Irgendwann sollte doch mal wieder eine Saison kommen, in der keine absolute Übermannschaft wie den FC Stahle oder SV Brenkhausen in der Liga vertreten ist. Oder noch besser: Man ist selber eine! Danke, Jungs, für die schönen Stunden!
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Dominik Abitz (46. Andreas Koch), Michael Meyer, Christian Föst, Sven Abitz (78. Martin Rheker), Martin Skatulla, Jan Dyballa, Pascal Ewers, Marc Neumann, Lukas Meyer (61. Raphael Föst)
Brachte jede Menge Wind ins Spiel: Raphael Föst