SVK – so lala
Am Ende glückliche 3 Punkte beim 3:2 gegen den Tabellenletzten
(svk) Nach ausreichend Vorschußlorbeeren unter anderem in der lokalen Presse und einer begeisternden Partie am letzten Wochenende gegen den zu hause bis dato unbesiegten Tabellenführer SV Brenkhausen/Bosseborn konnte das Ziel für die Partie gegen den Tabellenletzten TSC Steinheim nur 3 Punkte lauten. Zumal Steinheim in den letzten Spielen teilweise deutliche Niederlagen einstecken mußte. Daß es trotz der 3 Tore zu einer vermeidbar spannenden Angelegenheit wurde, lag sicher nicht nur an den Gästen.
Diese Spannung wäre wohl auch nach den ersten 15 Minuten des Spiels von niemandem für Möglich gehalten worden. Drei große Chancen durch André Struck (Kopfball an die Latte nach einer Ecke), Jens Schölzel und Torben Rheker verhießen mal wieder einen unterhaltsamen Fußballnachmittag. Die Worte des Trainers im Hinterkopf, daß es sich hier nicht um einen Selbstläufer handelt, spielte die Kollerbecker Offensive munter auf. Allerdings hielt dieser Zustand nur die besagten gut 15 Minuten. Mehr und mehr stabilisierte sich der TSC in der eigenen Hälfte. Die aufrückenden Kollerbecker kamen dadurch zwar zu weiteren kleinen Chancen, allerdings bot die weit aufgerückte Hintermannschaft auch viel Platz für Konter des Gegners. Nicht nur in einer Situation konnten Nachlässigkeiten vor dem TSC Tor für einen Tempogegenstoß genutzt werden. Die quirligen Türken trugen den Ball in schnellem Tempo durch das Mittelfeld und versuchten dann mit langen steilen Pässen die eigenen Leute in Szene zu setzen. Einer dieser Versuche führte dann in der 35. Minute zu einer vielleicht nicht verdienten aber auch nicht überraschenden Führung. Das Mittelfeld schnell überbrückt, reichte ein exakt gespielter Steilpass um Bayram Tasci gefährlich vor Keeper Sascha Niemeier auftauchen zu lassen. Eben dieser Tasci schloß dann sicher zum 0:1 ab. Somit war es auch nicht verwunderlich, daß Hundertmark an der Linie mißmutig feststellte: „Die pennen alle“. Recht unbeeindruckt von dem Tor nahmen die Kollerbecker das Spiel wieder auf, in der 42. war die bis zur Pause beste Chance zu verzeichnen, als Carsten Rheker von seinem Bruder Torben freigespielt nur den Innenpfosten trifft.
In der recht ruhigen Halbzeitansprache forderte der Coach folgerichtig mehr Biß im Mittelfeld. Den Gegner nicht laufen lassen und selber Chancen erarbeiten. Daß dieses Spiel eigentlich eine klare Angelegenheit sein mußte, wurde nach dem Seitenwechsel dann auch zeitweise deutlich. Einen Freistoß von Niklas Rheker in der 48. Minute kann Jens Schölzel zwar frei erreichen, doch der Ball geht hoch über das Tor. Aber nur zwei Minuten später wird Niklas Rheker im 16er von Elmar Happe freigespielt und kann mit Hilfe eines gegnerischen Verteidigers den TSC-Keeper überwinden. Und weitere drei Minuten später war es dann Torben Rheker, der seinen Cousin Niklas am linken 16er Eck bediente, wo dieser aus vollem Lauf abzieht. Der nicht immer sichere TSC Schlussmann kann diesem Schuß nichts entgegensetzen und das Spiel nimmt mit dem 2:1 die erhoffte Wendung. So langsam warm gespielt folgten weitere Angriffe, von denen einer in der 64. Minute durch Torben Rheker zum 3:1 vollendet wurde. Wiedereinmal Niklas Rheker hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und mit einer Flanke von der Grundlinie Torben Rheker am kurzen Eck des Fünf-Meter Raumes angespielt. Dieser nimmt den Ball volley mit dem linken Fuß und versenkt über dem Kopf des gegnerischen Keepers. Wer jetzt allerdings nach dem 3:1 ein klares Spiel erwartete, der wurde enttäuscht. Durch die eigene Führung in Sicherheit gewogen verfiel das Spiel wieder auf das Niveau der ersten Halbzeit. Der Gegner bekam Raum und somit auch die Möglichkeit, gefährlich vor dem Tor aufzutauchen. Einer dieser Vorstöße führte bis in den 16er, wobei der Schiedsrichter ein Handspiel durch Alexander Rheker erkannt haben wollte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ünal Bozkurt sicher zum 3:2 (70.). Und daß dieses Ergebnis auf tönernen Füßen stand, wurde dann nochmal in 85. Minute deutlich. Ein harmloser TSC Freistoß von der rechten Seite geht neben dem linken Pfosten ins Aus. Als sich alle Spieler bereits abgewandt haben, kommt vom unparteiischen Eckehard Säck ein Pfiff, gefolgt von einer unmißverständlichen Geste Richtung Elfmeterpunkt. Keiner wußte genau was geschehen war (im Nachhinein soll Alexander Rheker einen Gegner gehalten haben, was aber auch vom Gegner in Frage gestellt wurde), trotzdem blieb es bei der Entscheidung. Zum zweiten Mal trat Bozkurt an, doch Niemeier ahnt die Ecke und kann sowohl Elfer als auch Nachschuß parieren und hält somit 3 Punkte in einem unnötig spannenden Spiel fest.