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05.05.2013

SVK ringt TIG in Unterzahl nieder 

Michael Meyer Mann des Spiels beim 5:3

(svk) Junge, Junge, wer dieses Spiel verpasst hat, der hat tatsächlich etwas verpasst. In einem packenden Match unter der Überschrift "Zweiter empfängt Dritten" revanchiert sich der SV Kollerbeck mit einem verdienten 5:3 für die demütigende 2:5-Hinspiel-Niederlage und hält die TIG somit auf immer größer werdende Distanz. Traumwetter, acht Tore, ein Elfmeter, eine rote Karte, jede Menge rassige Zweikämpfe und spannende Torraumszenen: Fußballherz, was willst Du mehr? Wenn dann noch das glückliche Ende beim eigenen Verein verbleibt, dann kann man durchaus von einem perfekten Fußballnachmittag im Rehbergstadion sprechen. Mann des Tages war auf jeden Fall Michael Meyer, der nicht nur vier Assists und ein eigenes Tor beisteuerte, sondern mit einem völlig verunglückten Rückpass auch Sorge für die rote Karte seines Keepers Jens Schölzel trug. Es sei ihm verziehen!

Marc Neumann weilte im Urlaub. Aus diesem Grund musste Norbert Dölitzsch auf seinen "aggressive Leader" verzichten. Im zentralen defensiven Mittelfeld agierte also Christian Föst zusammen mit Dominik Abitz. An und für sich funktionierte das auch ganz gut. Gleichwohl stand die erste Halbzeit ganz im Zeichen der Offensive. So fielen in Durchgang Nummer eins ganze fünf Tore.
 
Der lustige Torreigen begann bereits in der sechsten Spielminute, als Michael Meyer einen Ball von halbrechts relativ stramm vor des Gegners Hütte brachte und ein Gästeverteidiger sich genötigt sah, ins eigene Tor zu klären. Und es sollte noch besser kommen. Schon nach weiteren sechs Zeigerumdrehungen stand es gar 2:0. Wieder war Michael Meyer der Vorbereiter gewesen und hatte seinen Sturmpartner Sven Abitz etwa 9 Meter vor dem Tor bedient. Der drehte sich in bester Gerd-Müller-Manier um die eigene Achse ohne dabei den Ball zu vergessen. Den schirmt er zunächst wunderbar ab und versenkte ihn dann mit seinem linken Fuß im Tor. Na bitte, so konnte es doch weiter gehen.
 
Tat es aber leider nicht. Denn bereits in der 15. Spielminute verkürzte TIG auf 1:2. Ausgangspunkt war eine Ecke gewesen, die ebenso schnell wie kurz ausgeführt worden war. Zu schnell offenbar für die Kollerbecker. Denn die Hereingabe fand nach einigem Gestocher im Sechzehner einen türkischen Abnehmer, der den Ball im Kasten versenkte. Jens Schölzel ohne Chance. Ebenfalls ohne Chance war der SVK-Keeper dann auch beim Ausgleich zum 2:2 in der 27. Spielminute. Wiederholt bekamen die Grün-Weißen keinen Zugriff auf Ball und Gegner. Dumm gelaufen! Das Spiel war also wieder auf null gestellt.
 
Die Gäste aus Brakel kamen in der Folgezeit besser ins Spiel und waren dem dritten Tor an und für sich einen Tick näher. Doch erneut rappelte es auf der anderen Seite. Raphael Föst war im gegnerischen Sechzehner rüde von den Beinen geholt worden. Elfmeter war die logische Konsequenz. Michael Meyer schnappte sich den Ball und ließ dem gegnerischen Keeper mit seinem Schuss in den oberen linken Winkel keine Chance (36.).
 
Dann jedoch die 39. Spielminute, die dem Spiel sein Gepräge geben sollte. Michael Meyer hatte sich zu einem No-look-Pass auf den eigenen Torwart hinreißen lassen. Keine gute Idee angesichts des türkischen Stürmers, der den Ball ohne große Not erlaufen konnte. Demzufolge war die Not für Jens Schölzel umso größer. Er riskierte Kopf und Kragen und hatte bei seinem Abwehrversuch gleichzeitig Glück und Pech. Glück insoweit, als dass er den türkischen Angreifer aus seiner Sicht hinter der Grenze zum Sechzehner erwischte. Pech insoweit, dass er natürlich foul spielte und zu Recht den roten Karton vom guten Unparteiischen Matthias Thamm sah. Norbert Dölitzsch reagierte umgehend und nahm Angreifer Sven Abitz aus der Partie und stellte Sascha Niemeier ins Tor. Der brauchte sich beim folgenden Freistoß aus 18 Metern glücklicherweise noch nicht richtig anstrengen. Denn dieser zischte um einiges oberhalb der Querlatte vorbei. Die Zeit bis zum Halbzeitpfiff überstand er dann samt seiner Vorderleute schadlos, sodass es mit einer Führung in Unterzahl in der Kabine ging.
 
Dort hatte Norbert Dölitzsch die Gelegenheit, seine Leute ganz in Ruhe auf die neue Situation vorzubereiten: „Jetzt wird es schwer, Leute! Gut, dass wir führen. Wir müssen jetzt sehen, dass wir das Tempo aus dem Spiel nehmen. Und dass wir unter Umständen noch den einen oder anderen Konter setzen können!“
 
Machen wir es kurz, Kontermöglichkeiten ergaben sich für den SVK nun en masse. Folgerichtig also, dass ein solcher in der 60. Spielminute zum 4:2 führte. Wieder war es Michael Meyer gewesen, der sich mit etwas Glück gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt und mustergültig auf seinen Kollegen Pascal Ewers abgelegt hatte. Der hatte mal so gar keine Mühe mit dem Abschluss und schon lag der SVK wieder mit zwei Toren in Front. Gerade die Folgezeit war nun geprägt von hitzigen Zweikämpfen, einigen gelben Karten und Chancen hüben wie drüben. Der SVK hatte alleine in den Spielminuten 66 bis 70 gleich drei Großchancen, um den Sack zuzumachen. Doch sowohl Raphael Föst, als auch Michael Meyer und Christian Föst scheiterten bei ihren Abschlüssen.
 
So kam es, wie es immer kommt und der Gast macht die Bude zum 3:4. Wieder nach einer Ecke (77.)! Oha, jetzt konnte es noch einmal kribbelig werden. Dass es das gar nicht mehr so recht wurde, lag an einem weiteren Konter in der 80. Spielminute, den Michael Meyer wunderschön mit Christian Föst zu Ende spielte. 
 
Endstand also 5:3 in einem Spiel, das alles bereithielt, was man von einem Sonntagnachmittag erwarten kann. Und wollen wir wetten, dass die Anhänger des SV Brenkhausen/Bosseborn beim zeitgleichen 9:0-Kantersieg in Reelsen nicht halb so viel Spaß und Spannung hatten?
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Raphael Föst (82. Lukas Meyer), Dominik Abitz, Andreas Koch, Michael Meyer, Christian Föst, Martin Skatulla, Sven Abitz (39. Sascha Niemeier), Martin Rheker (33. Jan Dyballa), Pascal Ewers

Zwischen Überall und Nirgends: TIG bekam Michael Meyer einfach nicht zu fassen