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28.04.2013

Mühsamer 2:0 Sieg an der Weser hält SVK im Meisterschaftsrennen

Revanche geglückt – 2:3 Niederlage aus dem Heimspiel wettgemacht

(svk) Höxter (krü). In einem über weite Strecken hektischen und von Emotionen und Pöbeleien geprägten Spiel gewannen die Kollerbecker mühevoll, aber hoch verdient mit 2:0 Toren gegen die Reserve des SV Höxter. Pascal Ewers in der 65. und Michael Meyer in der 75. Spielminute hießen die Torschützen auf Seiten des Siegers. Kollerbeck nahm damit Revanche für die nie für möglich gehaltene 2:3-Heimschlappe aus dem Oktober des letzten Jahres.

Zu früher mittäglicher Zeit musste die Dölitzsch-Truppe bei bestem Fußballwetter auf dem Kunstrasen an der Weser antreten, weil die Bezirksliga-Damen des SV Höxter das Recht für die traditionelle 15-Uhr-Spielzeit für sich in Anspruch nehmen konnten. Ob sich allerdings mehr Zuschauer zu diesem Spiel einfanden als die gerade mal knapp 50 Unentwegten zwischen Höxter II und Kollerbeck, darf bezweifelt werden.
 
Quasi aus dem Vollen schöpfend, begannen die Kollerbecker gegen die Truppe des im Sommer scheidenden Driburger Coaches Roland Klein wie die Feuerwehr. Mit druckvollem Spiel und schönen Kombinationen setzten die Grün-Weißen die Weserstädter pausenlos unter Druck. Chancen durch Michael Meyer (Freistoß in der 4. Minute) oder Lukas Meyer nach herrlicher Vorarbeit von Christian Föst und Michael Meyer (8. Minute)  ließen das erste Kollerbecker Tor nur als eine Frage der Zeit erscheinen.
 
Doch weit gefehlt. Gegen Ende der ersten Viertelstunde begann der Spielfluss zu bröckeln. Urplötzlich fingen die Kollerbecker an, zu meckern und sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, als die Bälle nicht mehr so wie gewünscht ankamen. Als Höxter dann auch noch in diese Emotionen einstimmte und manche Nickligkeit an den Tag legte, war aus einem schönen A-Ligaspiel mit einem Male ein unansehnliches Spiel auf B-Liga-Niveau geworden.
 
Wären die letzten fünf Minuten vor dem Wechsel nicht gewesen, das Spiel hätte keine Zeile Erwähnung verdient gehabt. In der 40. Minute war es der aufgerückte Defensivmann Martin Skatulla, der eine Ecke ans Lattenkreuz köpfte und in der 45. Spielminute war es Pascal Ewers, der das Leder etwa einen halben Meter parallel zur Torlinie rein flankte. Allerdings stand dort niemand, der diese scharfe Vorlage verwerten konnte.
 
So meinte Norbert Dölitzsch kurz vor dem Pausenpfiff auch viel sagend, als Pascal Ewers nach einer harten Attacke sich auf der Seitenbegrenzung verletzte: „Ich könnte noch 10 andere Leute auswechseln“. Dass er aber nicht einmal Pascal Ewers auswechseln musste, weil der die Zähne zusammen biss und seine Hüftprellung einfach überspielte, war zumindest was die Person Ewers betraf äußerst wertvoll.
 
Denn genau dieser Pascal Ewers war es, der dem einseitigen aber ideenlosen Spiel auf der Weserkampfbahn die Wende gab. In der 65. Spielminute war es der schlacksige Rechtsaußen der Grün-Weißen, der nach einem langen Meyer-Freistoß am schnellsten schaltete und das Leder aus dem Gewühl heraus im Höxteraner Netz versenkte. Dass Höxter über die gesamten 93 Minuten Spielzeit nicht zu einer ernsthaften Torgelegenheit gekommen ist, sagt alles über die Stärke der Gastgeber. 
 
Dass andererseits Kollerbeck aber nicht mehr aus der Überlegenheit machen konnte, ja sich phasenweise sogar dem hilflosen Spiel der Weserstädter anschloss, erinnerte sehr stark an die schwache Partie vor einer Woche gegen die Steinheimer Türken, als erst ein klares Handtor durch TSC-Spielertrainer Raphael Maaßen die Gäste zum Sieger kürte. Genau wie vor Wochenfrist blieb die spielerische Linie sehr auf der Strecke und wenn dann der Gegner einmal so etwas wie Gefahr entwickeln kann, dann kann eine solche Partie schnell auch mal in die Hose gehen.
 
Dass dem in Höxter nicht so war, lag an Ewers und 10 Minuten später an Michael Meyer. Der schob ganz überlegt zum 2:0 ein, als sich zuvor ganz stark der eingewechselte Sven Abitz auf links das bereits verlorene Leder zurück eroberte und Raphael Föst dann mit dem Ball am Fuß an der Außenlinie entlang zog, um mustergültig auf den frei stehenden Meyer vor zu legen.
 
Nach dem alles entscheidenden Treffer hatte Kollerbeck durch nochmals Michael Meyer (88. Spielminute) und Christian Föst (80. Spielminute) die Chancen, das Ergebnis deutlicher zu gestalten, aber selbst wenn die Torgelegenheiten rein gegangen wären, hätte das dem schwachen Auftreten des Meisterschaftsaspiranten an der Weser keine Wende mehr geben können. 
 
Klar, kann man jetzt schnell sagen, Hauptsache gewonnen, aber was nachdenklich stimmen sollte, ist die Art und Weise, wie mühsam sich Kollerbeck gegen die total harmlosen Kreisstädter tat. Am nächsten Sonntag gegen die TIG Brakel wird nicht nur der erstmals wieder bespielbare neu eingesäte Rasenplatz für ganz andere Motivation sorgen. Gilt es doch gegen die Türken, den Anschluss an die Spitze zu halten, sich einen direkten Konkurrenten vom Leib zu halten und nicht zuletzt, sich für die wohl klarste Niederlage in der ganzen Spielzeit, dem 2:5 in Istrup zu revanchieren.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Martin Skatulla, Michael Meyer, Pascal Ewers (88. Jan Dyballa),  Raphael Föst, Martin Rheker, Andreas Koch, Lukas Meyer (62. Sven Abitz), Christian Föst, Marc Neumann, Alexander Rheker