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21.04.2013

Schlechteste Saisonleistung endet mit 0:1

SVK verliert gegen TSC Steinheim

(svk)

Seien wir einmal ehrlich. Die bisher in der Rückrunde gezeigten Leistungen waren nicht gut. Was gut war, das war die Effektivität und die daraus resultierende Punktausbeute. Die Spielweise selber ließ so manche grün-weißen Wünsche offen. Dass das aber auch einmal schief gehen würde, das war zu erwarten gewesen. Und so war es das Heimspiel gegen die Türken aus Steinheim, in dem es die erste Rückrundenniederlage setzte. Das Tor des Tages erzielte ausgerechnet TSC-Spielertrainer Raphael Maaßen in der 25. Spielminute. Und das mit dem Kopf! Bezeichnend für das heutige Spiel. Waren doch die Kollerbecker im Schnitt gute zehn Zentimeter größer als die Gegner.

Jens Schölzel war ebenso für Sascha Niemeier wieder in die Startformation gerückt wie der wieder genesene Marc Neumann für Marvin Köhne. Und statt dem im Oberschenkel verletzten Dominic Abitz lief Pascal „Magic“ Wegener von Beginn an auf.
 
Wobei von laufen gar nicht so sehr die Rede sein konnte. Denn beim SVK sollte heute insgesamt nicht allzu viel zusammenlaufen. Den Zuschauern offenbarte sich ein Festival aus Fehlpässen, Querschlägern und Zufallsaktionen auf staubiger Asche. Nein, so macht Fußball keinen Spaß.
 
Zwar kamen die Kollerbecker ein ganz klein wenig besser ins Spiel als der Gegner und auch zu zwei Mini-Torchancen jeweils nach Ecken. Doch entweder rettete der ständig am Boden liegende TSC-Keeper oder die Bälle wurden von seinen Verteidigern von der Linie gekratzt. Arg anstrengen mussten sich die Akteure allerdings nicht dabei, denn was heute auf den TSC-Kasten kam, muss fast durchgängig mit dem Verniedlichungs-"chen" versehen werden. Denn von Schüssen oder Kopfbällen konnte zumeist keine Rede sein. Vielmehr versuchten es die Kollerbecker mit Schüsschen oder Kopfbällchen.
 
In der 25. Spielminute dann das Tor des Tages. Restlos aufzuklären ist dabei wahrscheinlich gar nicht, wie genau die Bude zustande kam. Fakt ist, dass am Ende einer relativ langen Fehlerkette der geschätzte 1,75 Meter große Spielertrainer Raphael Maaßen den Ball per Kopf an den Innenpfosten setzte, von wo aus er ins Tor sprang: der Ball, nicht Raphael Maaßen.
 
Und damit ist die Story dieses Spiels eigentlich bereits zu Ende geschrieben. Zwar hatte Norbert Dölitzsch in der Halbzeitpause trotz inakzeptablen Spiels seiner Jungs noch die Hoffnung auf eine Besserung, sie war jedoch weitestgehend unbegründet. Denn auch in Durchgang Nummer zwei sollte nicht viel klappen. Zu Großchancen kamen allenfalls noch Christian Föst in der 49. Spielminute im Anschluss an eine Ecke, Sven Abitz in der 71. Spielminute, der nach einer scharfen Hereingabe von Pascal Ewers einen Schritt zu spät kam und der als Joker eingewechselte Alexander Rheker in der 90. Spielminute, der nur das Außennetz trifft. Alles andere war halbgar und genau auf den Torwart "gezielt". Der brauchte sich bei seinen Rettungsaktionen fast noch nicht einmal anstrengen. Zu unpräzise war all das, was auf sein Tor kam. Es war zum Haare raufen.
 
So muss man unumwunden zugeben, dass phasenweise der TSC per Konter dem zweiten Tor fast näher war als der SVK dem Ausgleich. Allein Fortuna ist es zu verdanken, dass die Angriffsbemühungen der türkischen Gäste insbesondere in der 55. und 70. Spielminute nur neben den Kollerbecker Tor endeten.
 
Unerklärlich bleibt, wieso die Standardsituationen, die in den letzten Wochen eine scharfe Waffe des SVK dargestellt hatten, heute so stumpf bleiben konnten. Aber auch hier war trotz der körperlichen Vorteile viel zu viel Übereifer, Unkonzentriertheit und Unpräzision im Spiel. Kein Spieler erreichte auch in dieser Disziplin Normalform. Und so steht auch deswegen am Ende eine Niederlage, die durchaus als verdient einzustufen ist, so traurig das auch klingt!
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Marc Neumann, Martin Skatulla (61. Lukas Meyer), Michael Meyer, Pascal Ewers, Raphael Föst (79. Marvin Köhne), Martin Rheker, Pascal Wegener, Andreas Koch, Sven Abitz (85. Alexander Rheker), Christian Föst

Nein, Zufriedenheit sieht anders aus: Norbert Dölitzsch hatte offensichtlich Mühe, ruhig zu bleiben.