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18.04.2013

Dölitzsch-Truppe bleibt nach 2:1 gegen Altenbergen/Vörden auf Kurs

Zweiter Derbysieg innerhalb von nur 5 Tagen

(svk) Kollerbeck (krü). In einem Spiel mit zwei gänzlich verschiedenen Halbzeiten bezwang der SV Kollerbeck den Ortsnachbarn SG Altenbergen/Vörden glücklich aber nicht unverdient mit 2:1 Toren. Überglücklich hallte ein lautstarkes „Derbysieger, Derbysieger“ nach dem Schlusspfiff des Unparteiischen Helge Heinemann aus Bad Driburg aus der Traube der Kollerbecker Mannschaft durch das Rehbergstadion. Dass es zu diesen Glücksmomenten auf Seiten der Grün-Weißen kommen konnte, hatte nach dem ersten Spielabschnitt wohl niemand der knapp 100 Zuschauer gedacht. Pascal Ewers und Martin Rheker halten den SVK nach ihren Toren weiterhin im Meisterschaftsrennen.

Vor der Begegnung war einiges an Emotionen ins Spiel gebracht worden, als in der Presse das Verhältnis zwischen Altenbergen/Vörden und Kollerbeck als nicht besonders gut beschrieben wurde. Dass diese Aussage kaum Beachtung fand und während des ganzen Spiels auch überhaupt nicht belegt werden konnte, war unter dem Strich wohl der schönste Nebeneffekt dieses reinen Kampfspiels.

Als typische Nebenerscheinung der durch die lange Winterpause notwendig gewordenen englischen Wochen war der Ausfall wichtiger Leistungsträger auf beiden Seiten zu verzeichnen. Bei Altenbergen/Vörden waren es drei Spieler, die wegen Blessuren nicht auflaufen konnten und bei Kollerbeck musste Torhüter Jens Schölzel nach dem Spiel gegen Bredenborn schon zum zweiten Mal pausieren und Kapitän Marc Neumann fiel wegen Krankheit kurzfristig auch noch aus. Dass sich nach nur kurzer Spielzeit der kaum wegzudenkende Linksverteidiger Dominik Abitz auch noch verletzte (Zerrung), machte die Vorraussetzungen für dieses mit Spannung erwartete Derby nicht einfacher. Pascal Wegener ersetzte den „Neuzugang des Jahres“ in allen Belangen und lieferte eine ganz starke Partie.

Und so begannen beide Teams auch recht verhalten und vorsichtig. Mit der Unterstützung des bisweilen böigen Windes im Rücken erarbeitete sich der Gast aus den Nachbardörfern in den ersten 45 Minuten ein optisches Übergewicht. Dennoch war niemals damit zu rechnen, dass eine Mannschaft in Führung gehen könnte. Doch diese Rechnung machte ein Patzer des Kollerbecker Keepers Sascha Niemeier zunichte. Ein weiter, hoch herein getretener Freistoß konnte nicht unter Kontrolle gebracht werden und irgendwie zappelte das Leder dann in der 32. Spielminute zur Freude der Gäste im Kollerbecker Kasten.

So wie sich die Kollerbecker vor und auch nach dem Gegentreffer präsentierten, gab niemand auch nur einen Pfifferling auf die Dölitzsch-Truppe. Hinten war ständig ein dumpfes „plopp“ zu hören, wenn der Ball weit nach vorn gedroschen wurde. Technische Unzulänglichkeiten und schwaches Zweikampfverhalten sowie fehlender Druck nach Vorne hin prägten das Spiel der Gastgeber über die gesamten 45 Minuten hinweg. Dass dennoch drei Kollerbecker Chancen auf dem Block des Berichterstatters festgehalten wurden, war mehr zweier schönen Einzelleistungen von Sven Abitz (14. und 18. Minute) sowie einem Zufallsgeschenk für Pascal Ewers (39. Minute) zu verdanken.

Altenbergen/Vörden war zwar überlegen, aber die oftmals hoch gelobte Spielfreude der jungen Mannschaft blitzte in Kollerbeck am Donnerstag auch kaum auf. Einzig Kampf und Einsatz stimmte weitgehend. Technisch enttäuschten beide Teams, die immerhin die Plätze zwei und vier in der A-Liga bekleiden, doch sehr.

Nach dem Wechsel präsentierte sich wenigstens Kollerbeck deutlich besser. Allem Anschein nach hatte Norbert Dölitzsch die richtigen Worte zum Tee gefunden. So drehte sich die optische Spielgestaltung doch merklich. Kollerbeck hielt sich jetzt mehr und mehr im Gästestrafraum auf und dass es dann auch mal zu wirklichen Chancen kommen sollte, konnte nicht ausbleiben. So dauerte es zum Glück für die hoffenden SVK-Anhänger auch nur 15 Minuten, ehe der Ausgleich fiel. Der mit zunehmender Spielzeit stärker auftrumpfende A-Jugendspieler Marvin Köhne flankte mustergültig auf den Elfmeterpunkt und dort stand Goalgetter Pascal Ewers frei, um sofort direkt ein zu schieben.

Danach erhöhte Kollerbeck den Druck, aber ständig schwebte das Damoklesschwert eines Altenbergener Konters über dem Rehbergstadion. Zu anfällig war die SVK Abwehr einfach, um von einer gewissen Sicherheit sprechen zu können. So musste Sascha Niemeier 2 Minuten vor der entscheidenden Szene des Abends sich noch einmal ganz lang machen, um einen 25-Meterschuß aus dem Winkel zu fischen.

Doch dann kam die 81. Spielminute. Mittelfeldmann Michael Meyer hatte sich auf halblinks durchgespielt und urplötzlich stand der Ersatzkapitän frei vor dem Gästetorhüter. Dieser wehrte das Leder per Fuß zur Ecke ab. Und genau diese Ecke brachte das 2:1. Michael Meyer flankte auf den langen Pfosten und dort lauerte Martin Rheker, um mit einem mustergültigen Kopfstoß zum Tor des Tages einzudrücken. Unbeschreiblich, wie gelöst die Kollerbecker diesen Treffer feierten.

Bis zum Abpfiff  in der 95. Spielminute hieß es dann noch ein ums andere Mal zittern, aber unter dem Strich schafften es die im zweiten Spielabschnitt insgesamt zu verhalten und zu ängstlich agierenden Gäste nicht, das Tor von Sascha Niemeier noch einmal ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Kollerbeck schaffte es als einziges Team der gesamten A-Liga, der SG Altenbergen/Vörden zwei Niederlagen bei zu bringen. Und Kollerbeck ist bislang auch die einzige Mannschaft, die gegen den Gast überhaupt mehr als zwei Tore in einem Spiel erzielen konnte. Ganz nebenbei legte der SVK mit nunmehr fünf Siegen in Folge einen Start ins neue Jahr hin, von dem man zuvor nur träumen konnte. Dass die große spielerische Linie bislang nur selten aufblitzte, mag man angesichts dieser Bilanz und der Punktgleichheit mit dem Tabellenführer Brenkhausen/Bosseborn geflissentlich verschweigen.

Der SVK spielte mit: Sascha Niemeier, Martin Skatulla, Michael Meyer, Pascal Ewers,  Raphael Föst, Martin Rheker, Dominik Abitz (23. Pascal Wegener), Andreas Koch, Sven Abitz (76. Lukas Meyer), Christian Föst, Marvin Köhne (89. Simon Reinhard).