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07.04.2013

SVK gewinnt beim Aufsteiger Reelsen 2:0

Lohn ist der zweite Tabellenplatz 

(svk)

Mit einem am Ende durchaus verdienten 2:0 beim Aufsteiger aus Reelsen geht der SVK in die nun kommenden englischen Wochen. In einem durch viel Kampf und fast ebenso viel Krampf geprägten Match waren am Ende Raphael Föst und Michael Meyer die glücklichen Torschützen. Belohnung ist ein zweiter Tabellenplatz, da die türkische Konkurrenz aus Brakel sein Spiel in Bergheim verlor und nun mit einem Spiel weniger drei Punkte hinter dem SVK rangiert.

Gegenüber der Startaufstellung von letzter Woche gegen Rolfzen hatte Norbert Dölitzsch seine Elf nur insofern ändern müssen, als dass Sven Abitz Diarrhö-bedingt absagen musste. Für ihn rückte Stefan Klocke in die Mannschaft.
 
Der SVK ging schwungvoll in die Partie und hatte bereits in der achten Spielminute eine erste gute Torgelegenheit durch Pascal Ewers. Dessen Torschuss ging allerdings um einiges am Tor vorbei. Im Anschluss verflachte das Spiel zusehends. Dies war mit Sicherheit auch teilweise dem schwierig zu bespielenden Geläuf in Reelsen geschuldet. So waren insbesondere Rückpässe auf den eigenen Keeper selten das geeignete Mittel der Wahl. Zu sehr geriet das Spielgerät bei derartigen Aktionen in unkontrollierte Zuckungen.
 
So dauerte es auch dann eine gute Viertelstunde, ehe der SVK wieder zu Chancen kam. Dann flog das Leder jedoch im Minutentakt jeweils knapp am Tor der Gastgeber vorbei. In der 20. Spielminute war es Raphael Först, der aus 18 Metern etwas zu weit rechts gezielt hatte. Nur eine Minute ereilte Stefans Klockes Schuss das gleiche Schicksal, nur eben links. Und in der 22. Spielminute hatte Pascal Ewers einen Kopfball nur eine Winzigkeit zu hoch angesetzt. Es blieb also beim 0:0.
 
Eine Schrecksekunde dann in der 28. Spielminute. Der SV Reelsen kam zu seiner ersten, dafür aber richtig guten Torgelegenheit. Ein strammer Freistoß aus gut und gerne 25 Metern von halbrechts verfehlte das von Jens Schölzel bewachte Tor nur um Haaresbreite. 
 
Nach diesen etwas aufregenderen Minuten gönnten sich die Spieler erst einmal wieder eine kleine Verschnaufpause und nicht wenige der etwa 25 mitgereisten Kollerbecker Zuschauer befanden sich schon gedanklich in der wohlverdienten Halbzeitpause und bei einer Bratwurst, als es urplötzlich doch noch 1:0 für den SVK stand.
 
Ausgangspunkt war eine von Michael Meyer auf den kurzen Pfosten getretene Ecke gewesen. Der Abnehmer hieß Raphael Föst und der verfrachtete teils mit Hacke, teils mit Außenrist den Ball gekonnt an dem zu Recht verdutzten gegnerischen Keeper vorbei ins Tor. Na bitte, geht doch!
 
Einigermaßen zufriedene Gesichter in der Kabine waren die Folge. Zumindest auf Kollerbecker Seite. Andreas Grützner auf der anderen Seite war der Lautstärke nach zu urteilen nicht zu 100% glücklich. Norbert Dölitzsch stellte jedoch fest: „Leute, das ist immerhin schon besser als gegen Rolfzen. Nur müssen wir nur noch abgeklärter und vor allem aufmerksamer agieren. Hoffentlich war das Tor gleichzeitig auch ein Türöffner. Ich gehe aber davon aus, dass es bis zum Ende knapp bleibt!“
 
Dass es nicht so kam, lag an Michael Meyers Tor in der 60. Spielminute. Christian Föst hatte 35 Meter vor dem eigenen Tor gnadenlos dazwischen geholzt und so den Ball vermutlich unbeabsichtigt auf die Reise zu Michael Meyer geschickt, der nahe der Mittellinie auf genau so einen Abpraller gelauert hatte. Ob in Abseitsposition oder nicht, darüber kann trefflich gestritten werden. Fakt ist, dass der Schiedsrichter den Ball und Michael Meyer allein aufs gegnerische Tor zulaufen ließ. Diese Chance ließ sich der Bönekenberger trotz stetig nachlassendem Tempo zum Schluss nicht nehmen. Überlegt schob er die Kugel am heraus eilenden Keeper aus 16 Metern vorbei in die Maschen.
 
Was folgte, waren keine schönen Szenen. Die ohnehin schon ruppig geführte Partie gewann nun zunehmend an Aggressivität. Folge waren unter anderem eine Rudelbildung und zwei rote Karten für den Gastgeber in der 78. und 90. Spielminute wegen Schiedsrichterbeleidigung und groben Foulspiels gegen Marc Neumann, der mit einem lädierten Knöchel den Schlusspfiff nur noch durch die Kabinentür mitbekam. Wir wollen mal hoffen, dass die Verletzung nicht ganz so gravierend ist. Schließlich wird der Kapitän gerade in den anstehenden englischen Wochen dringend gebraucht.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Raphael Föst (82. Marvin Köhne), Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann (90. Lukas Meyer), Michael Meyer (86. Pascal Wegener), Stefan Klocke, Christian Föst, Martin Skatulla (80. Lukas Meyer).

Führte den SVK mit seinem Tor kurz vor der Halbzeitpause auf deie Siegerstraße: Raphael Föst