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01.04.2013

Glücklicher 2:1-Sieg gegen wackere Gäste aus Rolfzen/Sommersell

Lange Winterpause steckt noch in den Knochen

(svk) Kollerbeck (krü). Mit einem glücklichen Sieg gegen den Aufsteiger aus Rolfzen und Sommersell meldete sich der SV Kollerbeck aus der langen Winterpause zurück. Mit einem Sonntagsschuss schaffte Pascal Ewers etwas, was nach dem Verlauf der vorherigen 84 Spielminuten niemand für möglich gehalten hätte. Bis dahin hatte nämlich der Gast aus der Nachbargemeinde weitaus mehr Torchancen als die Grün-Weißen. Allein der alles überragende Ex-Brakeler Frank Seltrecht hatte mindestens zwei hundertprozentige Einschussmöglichkeiten, um das Spiel frühzeitig für die Spielgemeinschaft zu entscheiden. Kollerbeck nutzte dagegen die beiden einzigen Torchancen effektiv aus und behielt somit die Punkte am Platz.

Vor dem Spiel rieben sich nicht wenige der recht zahlreich gekommenen Zuschauer die Augen, als auf Kollerbecker Seite Lukas Meyer, Martin Rheker, Stefan Klocke, Pascal Wegener und Jan Dyballa nur auf der harten Ersatzbank Platz nehmen mussten. Wenn man jetzt noch die verletzten Mario Mugabe und Marvin Köhne mitrechnet, ist Norbert Dölitzsch mittlerweile in einer recht komfortablen Situation, aus dem Vollen schöpfen zu können. Doch Quantität war am Sonntag leider nicht gleichbedeutend mit Qualität. 
 
So war es doch schon recht enttäuschend, wie spielerisch schwach sich gerade Kollerbeck den eigenen Zuschauern präsentierte. Szenen, die man lange vergessen zu haben glaubte, prägten mit einem Male wieder das Spiel der Gastgeber. Statt das Leder aus einer sicheren Deckung heraus durchdacht nach vorne zu spielen, wurde am Sonntag oftmals der Ball nur stupide nach vorne gedroschen. Wenn dabei wenigstens die Deckung sattelfest gewesen wäre, hätte man durchaus nach einer so langen Spielunterbrechung auch mal ein Auge zudrücken können, aber phasenweise präsentierte sich der SVK gegen die munter drauf los spielenden Ortsrivalen wie ein Schwimmverein in den großen Sommerferien.
 
Im ersten Durchgang begannen beide Teams recht verhalten und sich gegenseitig abtastend. So dauerte es auch geschlagene 23 Minuten, ehe überhaupt einmal eine torgefährliche Situation zu beobachten war. Allerdings ging die nur indirekt aufs Kollerbecker Konto. Denn mit einem Male stand der jederzeit spielbestimmende SG-Sturmführer Frank Seltrecht mutterseelenallein vor Jens Schölzel im grün-weißen Kasten. Ein Kollerbecker Abwehrspieler hatte über das Leder gehauen und schon ging der lange Schlacks in Reihen der Gäste auf und davon. Sein Heber aus etwa 25 Meter verpasste aber das Tor um gut einen Meter. Hier hätte sich niemand beschweren können, wenn das der erste Gegentreffer im Jahre 2013 geworden wäre.
 
Sechs Minuten später machte es der SVK dann besser. Ein Konter über den stark auftrumpfenden Raphael Föst fand den in der Mitte frei stehenden Sven Abitz und der netzte dann ein wenig glücklich aber verdient zum 1:0 für den SVK ein. Wer jetzt an mehr Stabilität im Spiel des Tabellendritten geglaubt hatte, sah sich getäuscht. Denn nur drei Minuten nach der Führung war es wieder der lange Seltrecht, der völlig frei vor Jens Schölzel stand. Diesmal war es ein nicht gepfiffenes Abseits, das die Deckung aushebelte. Doch auch dieses Geschenk konnte der Rolfzen-Sommerseller Spielmacher nicht nutzen. Jens Schölzel konnte den viel zu lasch geschossenen Ball aus halblinks sicher halten.
 
Und genau die gleiche Paarung war dann am letzten Höhepunkt der ersten Halbzeit beteiligt. Als die Kollerbecker Abwehr erneut aufgescheucht wie ein Hühnerhaufen das Leder nicht unter Kontrolle bekam, standen sich mit einem Male wieder Seltrecht und Schölzel gegenüber. Der Kollerbecker Keeper parierte die heikle Situation in halsbrecherischer Manier, und Seltrecht musste sich anschließend bis über die Pause hinweg behandeln lassen. Doch wer gedacht hatte, dass der ständige Unruheherd im Spiel der Gäste zu den zweiten 45 Minuten nicht wieder antreten würde, hatte die Rechnung ohne den Ehrgeiz des im zweiten Abschnitt noch stärker auftretenden Gästespielers gemacht.
 
Nur 10 Minuten nach dem Seitenwechsel war es eben dieser Seltrecht, der seine dritte Hundertprozentige eiskalt und sicher ausnutzte. Aus halbrechter Position ließ er diesmal Jens Schölzel nicht den Hauch einer Chance. Nach dem bisherigen Spielverlauf ein Ergebnis, das den Leistungen zumindest der Gäste mehr als gerecht wurde. Kollerbeck hatte nach diesem Ausgleich bis zum Abpfiff noch zwei gute Chancen, die aber ausreichen sollten, um die überraschend couragiert und stark auftrumpfenden Gäste zu besiegen. Erst war es Michael Meyer, der aus ganz spitzem Winkel das Leder an den Pfosten drosch (57. Spielminute) und dann in der 84. Spielminute der bis dahin recht verhalten agierende Pascal Ewers, der einen zurück springenden Ball so dermaßen volley traf, dass sofort jeder sehen konnte, wohin der Ball ging. Über den Torhüter hinweg sengte sich sein Flatterball aus etwa 25 Metern in die Maschen der völlig verdutzten Gäste.
 
Aber Rolfzen/Sommersell wäre nicht so gut in der Liga etabliert, wenn sie nach diesem wirklich mehr als unglücklichen Knock-Out die Köpfe hätten hängen lassen. Ganz im Gegenteil. Sie spielten munter weiter nach vorne, und in der 88. Spielminute hätten sie mindestens das Remis verdient gehabt, aber diesmal stand den Gästen der Pfosten im Wege. Traurig für Sommersell/Rolfzen, gut für Kollerbeck.
 
Norbert Dölitzsch wird in den nächsten Wochen noch einiges an Arbeit in seine Truppe investieren müssen, um sie wieder in die Form zu bringen, die sie vor der Winterpause hatte. Insbesondere in spielerischer Hinsicht muss der Hebel angesetzt werden. Das unbedrängte Herausschlagen aus der eigenen Abwehr kann kein probates Mittel sein, um den Anspruch als Spitzenmannschaft gerecht zu bleiben. Hier dürfte die spielerische Variante mit einem Abwehrorganisator wie Christian Föst erfolgsversprechender werden.
 
Der SVK spielte mit: Jens Schölzel, Alexander Rheker, Raphael Föst (89. Martin Rheker), Dominik Abitz, Andreas Koch, Marc Neumann, Michael Meyer, Sven Abitz (85. Jan Dyballa), Michael Meyer, Christian Föst, Martin Skatulla (80. Lukas Meyer).

Machte das wichtige 2:1: Pascal Ewers